article

Carl Ferdinand Roemer, später geadelt als von Roemer (* 5. Januar 1818 in Hildesheim, Königreich Hannover; † 14. Dezember 1891 in Breslau, Niederschlesien), Prof. Dr.phil., war ein deutscher Geologe, Paläontologe, Mineraloge und Autor; er war der „Vater der texanischen Geologie“.

Familie


Roemer war das jüngste von 7 Kindern (4 Söhne, 3 Töchter) des Rechtsanwalts und Justizrats Friedrich Roemer (1776-1821) und der Charlotte Lüntzel (1786-1843).

Erst im Frühjahr 1869 heiratete er Katharina Schäfer, mit der 23 Jahre kinderlos verheiratet war; allerdings hatte er 2 Nichten seiner Ehefrau als Pflegekinder aufgenommen.

Seine Brüder waren der bekannte Geologe Friedrich Adolph Roemer (1809-1869) und der Hildesheimer Senator und Reichtagsabgeordnete Hermann Roemer (1816-1894).

Leben


Roemer studierte gemäß der Familientradition in den Jahren 1836-1839 zunächst Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen, um die Beamtenlaufbahn einzuschlagen. Da er aber aus politischen Gründen nicht zum Richterexamen zugelassen worden war, begann er ab 1840, von seinem Bruder Friedrich Adolph inspiriert, sich ebenfalls für die Geologie zu interessieren. Deshalb studierte er anschließend noch Zoologie, Anatomie, Physiologie, Anthropologie, Chemie und Physik, aber auch Mineralogie, Kristallografie, Geognosie, Geologie und Paläontologie an der Universität Berlin studierte, wo er am 10. Mai 1842 in Paläontologie promovierte.

Zwei Jahre später (1844) veröffentlichte er als sein erstes Fachbuch „Das Rheinische Übergangsgebirge“, in dem er die älteren Felsformationen und Fossilienfunde beschrieb.

Im Jahr 1845 reiste er über New York City nach Texas (USA), wo er zwischen November 1845 und dem 8. Mai 1847 zwischen Galveston (Texas) und Houston, westlich im Gebiet New Braunfels und Fredericksburg bis in den Norden bei Waco im McLennan County die Fauna und Flora sowie den geologischen Bestand des Landes studierte – auch mit Abstechern in andere Südstaaten. Hier arbeitete er auch mit dem Botaniker Otfried Hans Freiherr von Meusebach (1812-1897) zusammen.

Anschließend war Roemer von 1848-1855 an der Universität Bonn als Privatdozent tätig, wo er zahlreiche Fachbücher schrieb, u.a. 1849 sein Standardwerk „Texas“ als Zusammenfassung seiner texanischen Studien und 1852 das Buch „Die Kreidebildungen von Texas und ihre organischen Einschlusse“, wodurch er zum „Vater der texanischen Geologie“ wurde.

Während dieser Zeit betrieb er in ganz Europa seine geologischen Studien, so in England, Schweiz, Italien, Spanien, Frankreich, Irland, Norwegen, Schweden, Russland und Türkei.

Ab Ostern 1855 war er bis zu seinem Tod im Jahr 1891 ein international anerkannter Professor für Geologie, Paläontologie und Mineralogie an der Universität Breslau und Direktor des "Mineralogischen Kabinetts", in dem er seine eigene mineralogische Sammlung präsentierte. Hier setzte er seine Tätigkeit als Autor fort und veröffentlichte 1860Die Silurische Fauna des westlichen Tennessee“.

Roemer half Heinrich Georg Bronn (1800-1862) bei der 3. Ausgabe seiner „Lethaea geognostica" (1851-1856) und arbeitete an der erweiterten Ausgabe der „Lethaea palaeozoica“ (1876-1883). Im Jahr 1862 wurde er beauftragt, den geologischen Atlas von Oberschlesien zu überarbeiten, wobei er die Ergebnisse seiner Untersuchungen anschließend im Jahr 1870 in seinem dreibändigen Werk „Geologie von Oberschlesien“ publizierte.

Ehrungen und Auszeichnungen


Literatur


  • F. W. Simonds: A geologist of the last century; Dr. Ferdinand von Roemer, the father of the geology of Texas: his life and work. Geological Magazine, 1902.

Weblinks


Mann | Deutscher | Deutsche Auswanderer | Wissenschaftler | Geologe | Paläontologe | Mineraloge | Autor | Geboren 1818 | Gestorben 1891

Ferdinand von Roemer

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Ferdinand von Roemer".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld