Ferdinand Hiller (* 24. Oktober 1811 in Frankfurt am Main; † 12. Mai 1885 in Köln) war ein deutscher Komponist, Dirigent und Musikpädagoge.
Nach einem kurzen Aufenthalt zu Hause ging Hiller 1829 nach Paris, wo er sich bis 1836 aufhielt (und Beethovens 5. Klavierkonzert zur dortigen Uraufführung brachte). Der Tod seines Vaters machte seine Rückkehr nach Frankfurt für einige Zeit notwendig, aber am 8. Januar 1839 führte er in Mailand seine Oper La Romilda auf und begann, sein Oratorium Die Zerstörung Jerusalems zu schreiben, das als eines seiner besten Werke gilt. Dann ging er zu seinem Freund Mendelssohn nach Leipzig, wo er 1843 bis 1844 eine Reihe von Gewandhaus-Konzerten leitete und sein Oratorium aufführte.
Nach einer weiteren Reise nach Italien, um Kirchenmusik zu studieren, führte Hiller zwei weitere Opern, Der Traum und Konradin, 1845 bzw. 1847 in Dresden auf. Als Dirigent kam er 1847 nach Düsseldorf und 1850 nach Köln und leitete die Opéra Italien in Paris 1851 und 1852. In Köln wurde er als Leiter des Gürzenich-Orchesters und des Konservatoriums eine Autorität. 1884 zog er sich zurück und starb im folgenden Jahr.
Diverse Veröffentlichungen zu Ferdinand Hiller existieren von Reinhold Sietz (früher Stadtarchivar in Köln).
Siehe auch: Liste deutscher Komponisten klassischer Musik
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