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Bodmerfresko 5.jpg im Kreuzgang des Fraumünsters]] Prozessionsachse murerplan.jpg (Grablege), Wasserkirche (Hinrichtungsstätte) und Fraumünster (Reliquien) bildeten im Mittelalter eine Prozessionsachse im Herzen der Stadt Zürich]]

Felix und Regula sind zwei der drei Zürcher Stadtpatrone und Heilige der katholischen Kirche. Ihr Gedenktag ist der 11. September.

Die älteste schriftliche Form der Legende von Felix und Regula stammt aus der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts (Codex 225, Stiftsbibliothek St. Gallen). Die Einleitung mit der Formel «Tempore illo» (in jener Zeit) weist auf das karolingische Zeitalter. Die Legende entstand also nach der «Passio acaunensis martyrum», in der die Legende von der Thebäischen Legion überliefert ist. Die Geschichte des Exuperantius taucht erst im 13. Jahrhundert auf und war ursprünglich nicht Teil der Legende. Die Geschichte von Felix und Regula weise nach Pfister Ähnlichkeit mit dem Martyrium der Blutzeugen von Abitinae in der römischen Provinz Africa auf, in der ebenfalls ein Felix und eine Regiola vorkommen würden. Es ist anzunehmen, dass diese Geschichte ein Vorlage für die Zürcher Legende bildete.

Nach der Legende sollen die Geschwister Felix und Regula Mitglieder der Thebäischen Legion gewesen sein, die um 302/03 n. Chr. bei Agaunum (Saint-Maurice) im Wallis den Märtyrertod erlitt. Zusammen mit ihrem Diener Exuperantius seien sie auf den Rat des Kommandanten der Legion, Mauritius, über die Furka, das Reusstal und den Klausenpass ins Glarnerland geflohen. Sie folgten der Linth zum Zürichsee und gelangten nach Turicum (Zürich), wo sie ihre Zelte aufschlugen und Tag und Nacht Gott dienten.

Der nach der Heiligengeschichte besonders grausame römische Kaiser Maximian schickte ihnen aber seine Häscher nach. Als die drei Heiligen gerade ihr Gebet verrichteten wurden sie von den kaiserlichen Soldaten überrascht. Durch ein Wunder wurden sie jedoch nicht gleich erkannt. Erst als man ihnen die Frage stellte, ob sie Gefährten der übrigen flüchtigen Angehörigen der Thebäischen Legion seien, Exuperius, Candidus und Viktor, enthüllten sie treu ihre Identität. Trotz Folter liessen sie sich nicht zum Opfer an die römischen Götter Merkur und Jupiter zwingen. Auf Befehl des Kommandanten der Häscher, Decius, wurden sie daraufhin auf einer kleinen Insel in der Limmat enthauptet. Engel hätten danach die Leiber der Enthaupteten, die ihre Köpfe in den Armen trugen, genau 40 Ellen den Berg hinaufgetragen, wo sie begraben wurden.

Über dem Grab der Stadtpatrone wurde im 9. Jahrhundert das Zürcher Grossmünster erbaut. In der sog. Zwölfbotenkapelle, die im heutigen Grossmünster unter dem ersten Joch der Verlängerung des rechten Seitenschiffs lag, wurden bis zur Reformation ihre Gräber verehrt. Der Steinblock ihrer Hinrichtung stand an der Limmat und an dieser Stelle errichtete man später die Wasserkirche. In der Krypta der Wasserkirche kann heute der Stein wieder besichtigt werden. Die drei Stadtheiligen wurden ab dem 13. Jahrhundert auf Zürcher Münzen und in den Stadtsiegeln verwendet. Die wichtigsten Reliquien wurden bis zur Reformation im Fraumünster aufbewahrt.

Während der Reformation wurde der Heiligenkult abgeschafft und 1524 wurden die Kirchenschätze beschlagnahmt. Die Reliquien von Felix und Regula wurden nach Andermatt geschafft und ihre beiden Köpfe werden noch in der dortigen Pfarrkirche aufbewahrt. 1950, nach dem Bau der katholischen Kirche St. Felix und Regula in Zürich, fanden die Reliquien den Weg zurück in ihre Heimatstadt.

Das Zürcher Knabenschiessen wurde an ihrem Gedenktag, dem 11. September, durchgeführt; heute am Wochenende davor oder danach.

Siehe auch: Mauritius, Geschichte der Stadt Zürich, Thebäische Legion

Literatur


  • Rudolf Pfister, Kirchengeschichte der Schweiz, Bd. 1, Von den Anfängen bis zum Ausgang des Mittelalters, Zürich 1964, S. 24–26.

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Felix and Regula

 

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