Feldkirchen i.K. (
slowenisch:
Trg) ist eine Stadt in
Kärnten und Hauptstadt des gleichnamigen
Bezirks.
Geografie
Geografische Lage
Die Stadt Feldkirchen liegt am nördlichen Rand des
Klagenfurter Beckens. Das Gemeindegebiet liegt zwischen 510 m (tiefster Punkt an der Gemeindegrenze am Tiebel) und 1.069 m (höchster Punkt, Taubenbühel), Feldkirchen selbst in etwa 550 m Seehöhe. Durch Feldkirchen fließen der
Tiebel sowie der
Glan.
Stadtgliederung
Die insgesamt 85 Ortschaften der Stadtgemeinde sind in folgende zwölf
Katastralgemeinden gegliedert:
- {|
|
|
Fasching
Feldkirchen
Glanhofen
Gradisch
| Hoefling
Klein St. Veit
Pernegg
Rabensdorf
| St. Ulrich
Sittich
Tschwarzen
Waiern
Nachbargemeinden
Geschichte
Für das römische Feldkirchen ist anzunehmen, dass es sich um die Straßenstation Beliandro handelt. Die von
Aquileia nach Norden über den
Plöckenpass ins
Drautal führende
Via Iulia Augusta verlief über
Irschen (
castrum Ursen) -
Spittal (
Teurnia) -
Krastal -
Treffen und Feldkirchen (
Beliandro) nach
Virunum. Wie von Teurnia zweigte von Feldkirchen eine Straße nach
Salzburg (
Iuvavum) ab und führte wahrscheinlich über
Sirnitz (?) -
Flattnitz (
Tarnasicis) -
Stadl/Mur (
Graviacis) nach
Moosham (
In Imurio) und weiter nach Salzburg.
Feldkirchen wurde um 1065 als
Ueldchiricha erstmals urkundlich erwähnt, früheste Erwähnungen von Spital und Michaelskirche lassen sich auf 1371 bzw. 1387 datieren. Das Stadtwappen wurde 1449 von
Friedrich III. gestiftet. Die Spitalskirche wird 1465 errichtet und das Spital drei Jahre später erweitert.
1849 wurde die Großgemeinde Feldkirchen gebildet und erhielt ein Bezirksgericht, 1930 folgte die Erhebung zur Stadt.
Bevölkerung
Laut Volkszählung 2001 hat Feldkirchen 14.030 Einwohner. Davon bekennen sich 77,1 % zur
römisch-katholischen, 12,0 % zur
evangelischen und 0,8 % zur
orthodoxen Kirche, 2,0 % sind
islamischen Glaubens, 5,1 % konfessionslos.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bamberger Amthof
Amthof feldkirchen.jpg
Die Geschichte des Amthofes in Feldkirchen lässt sich bis weit in das Mittelalter zurückverfolgen. Er wird als "Turm" von Feldkirchen erwähnt und diente den Bambergischen Amtmännern als Verwaltungssitz, deshalb auch die Bezeichnung Bamberger Amthof. Als gegen Ende des 15. Jahrhunderts die Türken ins Land einfielen, konnte sich die Bevölkerung in diesem Gebäude verschanzen.
In der heutigen Ansicht dürfte der Baukörper etwa 300 Jahre alt sein. Das mittelalterliche Flair versuchte man bei der 1993 stattgefundenen Revitalisierung des Gebäudes möglichst zu erhalten (verliesartiges "Gwölb", Innenhof mit Arkadengängen, Brunnenschacht).
Amthof innenhof fe.jpg
Heute ist der Amthof ein Kulturzentrum und Veranstaltungszentrum, in dem die Musikschule, Probenräume für Vereine sowie Seminarräume für verschiedene Veranstaltungen und Kreativkurse untergebracht sind. Der Festsaal, der auch als Trauungssaal Verwendung findet, wird gerne für festliche Anlässe gemietet. Im überdachten Innenhof finden Konzerte, Theateraufführungen, Vernissagen und andere kulturelle Ereignisse statt. In den Galerieräumen und im verliesartiges "Gwölb" werden Ausstellungen heimischer und international bekannter Künstler gezeigt. Das Kultur Forum Amthof nutzt die Räumlichkeiten des Amthofes für kulturelle Veranstaltungen, welche im Auftrag der Stadtgemeinde Feldkirchen von den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Kultur Forums geplant, koordiniert und organisiert werden.
Außerdem beherbergt der Amthof ein kleines Stadtmuseum zur Geschichte der Stadt und der Umgebung mit interessanten Exponaten, wie der gotischen Zinnkanne.
Sakralbauten
- Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt („Maria im Dorn“) in Feldkirchen: Der Vorgängerbau der heutigen Stadtpfarrkirche war eine Eigenkirche des Adelsgeschlechts der Eppensteiner und wurde 1065/66 erstmals urkundlich erwähnt. Die Basilika wurde nach 1166 gebaut, als Pfarre wurde Feldkirchen erstmals 1285 genannt.
- Die Filialkirche Hl. Philipp und Hl. Jakob in Sittich wurde in gotischem Stil erbaut und 1438 erstmals erähnt. Markantestes Merkmal der Kirche ist ihr weíthin sichtbarer Turm.
- Die Filialkirche Hl. Martin in St. Martin ist ebenfalls ein gotischer, im Kern aber romanischer Kirchenbau, der als Kirche 1136, als Pfarrkirche 1519 estmals erwähnt wurde.
- Die dem Hl. Nikolaus geweihte Pfarrkirche in St. Nikolai ist eine kleine, von einer Wehrmauer umgebene Kirche. Die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1353. 1894 wurde der Kirchenbau nach Westen verlängert.
- Die Pfarrkirche in St. Ulrich ist eine romanische Chorturmkirche und wurde 1144 erstmals erwähnt.
- In Waiern befindet sich die evangelische Trinitatiskirche, die 1853 eingeweiht wurde.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Ansässige Unternehmen
- Schuhfabrik Ara
- Embatex Tintenpatronen
- Stahlbau Haslinger
- Sange Metallfabrik
- Cerne Beton
- Frico Haus
- Moser Transporte
- Wigo Haus
- Feuerwehr- und Sonderaufbauten Nusser
- Sparkasse Feldkirchen/Kärnten
- Volksbank Feldkirchen/Kärnten
Bildung
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat besteht aus 31 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2003 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:
- 13 SPÖ – stellt den Bürgermeister
- 9 FPÖ
- 8 ÖVP
- 1 Grüne
Stadtrat
Der Stadtrat besteht aus 7 Mitgliedern und setzt sich aus folgenden Stadträten zusammen:
- Bürgermeister Robert Strießnig, SPÖ
- 1.Vizebürgermeister Herwig Seiser, SPÖ
- 2.Vizebürgermeister Wolf Zojer, FPÖ
- Stadtrat Karl Lang, SPÖ
- Stadtrat Mag. Erhard Blaßnig, FPÖ
- Stadtrat Martin Treffner, ÖVP
- Stadtrat Ing. Jürgen Mainhard, ÖVP
Wappen
Heraldische Beschreibung des Wappens von Feldkirchen:
- In von Blau und Grün geteiltem Schild eine steinplattengedeckte silberne Kirche mit Turm über dem Chorquadrat und skulptiertem Portal längsseits; vor dem Chorschluss ein runder, silberner Karner mit Kegeldach.
Städtepartnerschaften
- Bamberg, Deutschland, seit 1. Oktober 1993
- Ahrensburg, Deutschland, seit 13. Februar 1998
Persönlichkeiten
- Otto Maria Polley (1910-1984), Schriftsteller
- Sven Klimbacher, Eishockeyspieler
- Sigi Grabner, Snowboardweltmeister und Olympiadritter
Literatur
- Feldkirchen in Kärnten. Eigenverlag der Stadtgemeinde Feldkirchen i. K., 1980 (Nachdruck 2004)
Weblinks
Ort in Kärnten
Feldkirchen in Kärnten | Feldkirchen in Kärnten