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Fehrbellin ist eine Gemeinde im
Landkreis Ostprignitz-Ruppin in
Brandenburg in
Deutschland, 60 km nordwestlich von
Berlin und 12 km südlich von
Neuruppin. Sie ist über die Autobahn
A 24 (Abfahrt Fehrbellin) zu erreichen.
Geografie
Fehrbellin liegt am Nordrand des
Ländchens Bellin, einem kleinen Höhenzug. Nördlich der Gemeinde erstreckt sich das vom
Rhin durchflossene
Rhinluch, das hier nur 3 km breit ist. An dieser Stelle wurde im späten
Mittelalter die „Bellinsche
Fähre“ betrieben, woraus sich der Name der Stadt entwickelte. Mit zunehmender
Verlandung des
Luchs wurde anstelle der Fähre ein
Damm aufgeschüttet, der Fehrbellin mit
Neuruppin verbindet. Der Fläche nach ist Fehrbellin die größte Gemeinde ohne Stadtrechte in Deutschland.
Gemeindegliederung
Seit der
Gemeindegebietsreform in
Brandenburg setzt sich die Gemeinde Fehrbellin aus folgenden Ortsteilen zusammen:
- Betzin
- Brunne
- Dechtow
- Deutschhof (mit den Gemeindeteilen Kuhhorst, Ribbeckshorst, Dreibrück)
- Fehrbellin Hakenberg_Denkmal.jpg in Hakenberg]]
- Hakenberg
- Karwesee
- Königshorst (mit den Gemeindeteilen Nordhof, Mangelshorst, Lobeofsund, Seelenhorst, Fredenhorst, Sandhorst)
- Langen (mit dem Gemeindeteil Dammkrug) - Der Ort liegt nordöstlich von Fehrbellin und hat etwa 480 Einwohner. Erstmals wurde der Ort 1291 urkundlich erwähnt. Der Name stammt vom slawischen Wort lag für sumpfiges Gelände ab. Sehenswert ist die Backsteinkirche von 1855.
[ Märkische Oderzeitung, 30. September 2005, S. 9 ]
- Lentzke
- Linum (bekannt auch als „Storchendorf Linum“)
- Manker
- Protzen
- Tarmow
- Walchow - Das Straßendorf südwestlich von Neuruppin hat 190 Einwohner. Urkundlich wurde der Ort erstmals 1445 als walchouw erwähnt. Im 17. Jahrhundert wurde de Ort vollständig zerstört. Im selben Jahrhundert siedelten sich Holländer und Pfälzer an. Die neogotische Backsteinkirche wurde um 1850 errichtet.
[ Märkische Oderzeitung, 23. September 2005, S. 11 ]
- Wall
- Wustrau-Altfriesack (mit den Gemeindeteilen Wustrau, Altfriesack, Zietenhorst)
Die Teilorte, die vorher eigenständige Gemeinden waren, besitzen auch heute noch eigene Ortsbürgermeister.
Sehenswürdigkeiten
Geschichte
In der
Schlacht bei Fehrbellin im
Schwedisch-Brandenburgischen Krieg besiegte
Friedrich Wilhelm von Brandenburg (Der Große Kurfürst) am
18. Juni 1675 die
Schweden und eroberte hierdurch den seinerzeit von diesen beherrschten Teil
Pommerns.
Das Fehrbelliner Standmal des Großen Kurfürsten wurde von dem Berliner Bildhauer Fritz Schaper geschaffen.
Sehr bekannt ist auch der Fehrbelliner Reitermarsch (komponiert 1893 von Richard Henrion), er ist Regimentsmarsch verschiedener Verbände der Bundeswehr.
Städtepartnerschaft
Söhne und Töchter der Stadt
Weblinks
Literatur
Berliner Geschichtswerkstatt (Hrsg.):
Das Arbeitserziehungslager Fehrbellin. Zwangsarbeiterinnen im Straflager der Gestapo. Potsdam, 2004, ISBN 3-932-50238-8
Quellen
Ort in Brandenburg
Fehrbellin