| Federmilben | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| : | Gliederfüßer (Arthropoda) |
| : | Kieferklauenträger (Chelicerata) |
| : | Spinnentiere (Arachnida) |
| : | Milben (Acari) |
| : | Prostigmata |
Nach der Lokalisation der Milben unterscheidet man die
Derzeit sind etwa 2000 Federmilbenarten bekannt. Sie werden in drei Überfamilien (Analgoidea, Freyanoidea und Pterolichoidea) mit 33 n und 444 en eingeteilt Gaud, J. und Atyeo, W.T.: Feather mites of the World. Part 1, Part 2, Annales Sciences Zoologiques 277/1996. Die Erstbeschreibung einer Federmilbenart erfolgte 1775 durch Johann Christian Fabricius.
Federspulmilben und Federbalgmilben werden in die Überfamilie Cheyletoidea eingeordnet.
Federmilben besitzen nicht nur eine strenge Wirtsspezifität, sondern sind größtenteils sogar an bestimmte Federarten angepasst (z. B. Handschwingen). Die große Wirtsspezifität wird neuerdings auch für systematische Untersuchungen zur Phylogenie der Vögel herangezogen.
Die Ernährungsweise ist noch nicht endgültig geklärt. Vermutet wird die Ernährung über Hautschuppen, Federteile, Bakterien und Pilzen und vor allem vom Sekret der Bürzeldrüse, obwohl Federmilben auch bei Vogelarten vorkommen, die keine Bürzeldrüse besitzen (z. B. Spechte). Über die Ernährungsweise der Federspulmilben ist bislang nichts bekannt.
Die gesamte Entwicklung erfolgt im Gefieder. Die Fortpflanzung erfolgt geschlechtlich und beginnt nach der Mauser des Wirts. Die Weibchen legen zumeist Eier, bei sehr wenigen Arten ist auch eine vivipare Fortpflanzung bekannt. Die Eiablage erfolgt zumeist zwischen den Federästen. Die Eier sind als weißliche Beläge auch mit bloßen Auge sichtbar. Über ein Larvenstadium und zwei Nymphenstadien entsteht die adulte Milbe. Der Entwicklungszyklus der Federspulmilben vollzieht sich vollständig innerhalb der Federspule.
Die Infektion erfolgt zumeist bereits während der ersten Lebenstage vom Elterntier auf das Küken beim Hudern durch Kontakt. Auch eine indirekte Übertragung auf Sand-Badeplätzen ist möglich. Beim Kuckuck, der ja nicht von seinen eigenen Eltern aufgezogen wird und nicht für die Milben der Leiheltern empfänglich ist, erfolgt die Übertragung bei der Begattung.
Federspulmilben lassen sich nur nach Eröffnung des Federkiels unter dem Mikroskop, bei einigen Arten auch anhand charakteristischer Bohrlöcher nachweisen. Federbalgmilben können durch Eröffnung der Federbälge und anschließendem mikroskopischen Nachweis identifiziert werden.
Nach dem Tod des Wirtes verlassen Federmilben diesen sehr schnell, so dass der Befallsnachweis nur an lebenden Tieren oder am unmittelbar nach dem Tod in einen Plastiksack verbrachten Tier möglich ist.
Über die Schadwirkung von Federspulmilben ist bislang nichts Genaues bekannt.
Federbalgmilben können bei starkem Befall zu knotigen Entzündungen der Federbälge und zum Ausfall einzelner Federn, Abmagerung oder sogar zum Tod führen.
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