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Der Faustkampf (Pygme, Pyx, Pyxmachia) war eine Disziplin im Fünfkampf der Olympischen Spiele der Antike. Der Faustkampf wurde erstmal im Jahre 688 v. Chr. bei den 23. olympischen Spielen des Altertums ausgetragen. Im antiken Rom wurde der Faustkampf vor allem bei Gladiatorenkämpfen (Lederriemen mit Metalldornen) vorgeführt. Es lässt sich jedoch nicht genau festlegen, wie alt der Faustkampf wirklich ist, da aus Darstellungen aus dem Altertum hervorgeht (Mesopotamien, Ägypten, Kreta) dass auch ähnliche Kämpfe zu jener Zeit ausgetragen wurden. Er wurde mit der Hand gekämpft. Die Kämpfer banden sich lange Lederriemen netzartig um Hände und Unterarme, und zwar so, dass der Daumen frei blieb. Einerseits sollten die Riemen die Hand schützen, andererseits die Schläge wirksamer machen. siehe: Caestus

Es wurde vor allem gegen die empfindlichen Körperteile geschlagen, wie z.B. Zähne, Ohren und Nase. Regeln wie beim heutigen Boxen gab es nicht. Es konnte auch hochgespungen und von oben der Schlag ausgeführt werden. Eine Deckung wie beim heutigen Boxen gab es ebenfalls nicht. Der Ablauf eines solchen Kampfes ist mit dem heutigen Boxen nicht vergleichbar. Die hier beteiligten Athleten bezeichnet man daher richtiger als Faustkämpfer. Solch ein Kampf konnte über mehrere Stunden gehen. Schwere Verletzungen kamen dabei oft vor.

Greek_vase_with_boxers_and_referee_500_bC.jpg Der Kampf war beendet, wenn einer der Gegner die Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger hob und sich dadurch ergab. Wenn dennoch weiter eingeschlagen wurde, schritt ein Schiedsrichter dagegen ein. Dabei gab es auch Stockschläge um zu raisonnieren. Solche Szenen sind zum Beispiel durch Darstellungen Panathenäische Preisamphoren bekannt. Es gab jedoch auch Fälle, wo der Kampf tödlich endete. Der den anderen dabei Tötende wurde dabei bestraft. Wegen der Gefährlichkeit dieses Sportes, stand er in der griechischen Antike auch in einem besonders hohem Ansehen.

Der berühmteste Faustkämpfer der Antike mit über 1000 Preisen war Theagenes von Thasos (480 v.Chr.).

Es gibt auch eine Sitzstatue des Faustkämpfers vom Quirinal in Rom aus Bronze. Diese zeigt im Gesicht bewusst eingearbeitete Blessuren, wie sie beim Faustkampf vorkommen.

Eine kombinierte Sportart zwischen dem Ringen und dem Faustkampf bildete in Griechenland das Pankration. Hier allerdings wurde ohne Bandagen wie die Caestus gekämpft.

Literatur


  • Michael B.Poliakoff: Kampfsport in der Antike, Düsseldorf 2004. ISBN 3-491-69110-9
  • Harris, H. A.: Sport in Greece and Rome. London/Southampton 1972.
  • Werner Rudolph: Olympischer Kampfsport in der Antike. Faustkampf, Ringkampf und Pankration in den griechischen Nationalfestspielen. Berlin 1965.

Kampfsport | Sportart | Sport im Altertum

Кулачный бой

 

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