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Thomas Wright Waller (* 21. Mai 1904 in Harlem, New York; † 15. Dezember 1943 im Santa-Fé-Express an Lungenentzündung) war ein bekannter Jazz-Pianist, -Komponist und -Sänger. Der wegen seines stattlichen Leibesumfangs Fats Waller genannte Jazzer hatte große Bedeutung in der Entwicklung des frühen Jazz der 20er Jahre zum Swing der 30er und 40er.

Fats begann seine Karriere in jungen Jahren als Kino-Organist. James P. Johnson, der den Harlem-Stride-Pianostil meisterhaft beherrschte, nahm sich des noch jugendlichen Talentes an, gab dessen Jazz-Piano-Stil den ersten Schliff und führte ihn in die Jazz-Szene Harlems ein. Fats' Mentoren James P.Johnson und Willie "The Lion" Smith wurden im Lauf der Zeit von Waller selbst in der Rolle als bedeutendste Harlem-Stride-Pianisten abgelöst. Außer durch Solo-Aufnahmen auf Platte und Pianola-Rolle wuchs seine Bekanntheit als Star der Rent-Partys in Harlem und als Begleiter berühmter Blues-Sängerinnen. 1924 fand er in Andy Razaf den für seine Kompositionen wichtigsten und kongenialen Liedtextschreiber. Sogar via Telefon entstand einer der Razaf/Waller-Songs. In der Broadway-Show "Hot Chocolates" wurden 1929 viele Lieder der beiden präsentiert, u. a. "Ain't Misbehavin'" durch Louis Armstrong, der zum Star der Show avancierte.

Mit "Fats Waller and His Rhythm" hatte Waller schließlich eine der besten kleinen Swing-Bands, machte mit dieser und anderen Bands Plattenaufnahmen und war landesweit über Radiosender zu hören - ein immer zu Scherzen aufgelegter Entertainer mit seinen lustigen Liedtexten und Liedtextabwandlungen. Er hatte mittlerweile den Stride-Piano-Stil zu einem maßgeblichen Klavierstil des Swing weiterentwickelt. Auf Europa-Tournee wurde er begeistert empfangen, in England sogar 1938 erstmals im Fernsehen präsentiert. Mit der "London Suite", einer Komposition aus sechs höchst eleganten musikalischen Miniaturen über Londoner Stadtteile, dankte er es.

Weitere Werke: zahlreiche Songs, bekannt besonders "Honeysuckle Rose" und "Black And Blue" (Text Razaf), Blues, Solo-Klavier-Stücke, darunter Stridepiano-Bravourstücke wie "Handful Of Keys", und einer der schönsten Jazz-Walzer "Jitterbug Waltz".

Siehe auch:


Literatur


  • Studs Terkel: Giganten des Jazz. Zweitausendeins, Frankfurt 2005 ISBN 3-86150-723-4

Weblinks


Jazz-Pianist | Jazz-Sänger | US-Amerikaner | Geboren 1904 | Gestorben 1943 | Mann

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