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Eine Faschine ( von lateinisch fascis; italienisch fascioBündel“, „Bund“) ist ein Reisig- oder Strauchbündel in etwa 2,50 m Länge, welches das Rutschen von Erdmassen überwiegend im Hangbereich verhindern soll.

Die Faschinen werden rautenförmig auf den Hang mittels Pflöcken angenagelt. Anschließend werden sie mit Oberboden abgedeckt. Die Faschinen wirken gleichzeitig als Drainage. Diese Eigenschaft wurde auch zum Entwässern von Schützengräben ausgenutzt. Spezielle Messer erleichterten das Herstellen von diesen Reisig- oder Strauchbündeln und wurden deshalb auch Faschinenmesser genannt. Januar 05 031.jpg

Im Belagerungskrieg dienten Faschinen dazu, Burg- oder andere Gräben aufzufüllen, um so das Anlegen von Sturmleitern zu ermöglichen.

Faschinen wurden auch zur vorläufigen Dammsicherung bei Flussregulierungen benutzt. Im Unterwasserbereich kommen dabei Senkfaschinen zum Einsatz. Die Senkfaschinen sind im Inneren der Bündel mit Steinen gefüllt. Das Reisig schützt vor Abtragung durch die Wasserströmung. Sediment setzt sich in die Zwischenräume.

Die Technik wird auch als Hangbefestigung bei Wiederaufforstungen verwendet.

Sprachlich verwandt mit der Faschine ist der „Fascio“, dem Rutenbündel mit Beil, dem Kennzeichen z.B. der italienischen Faschisten.

Fascine | Erdbau | Militärtechnik | Militärgeschichte

 

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