Die Farsen (auch Farsi) sind ein iranischer Volksstamm im heutigen Iran und Afghanistan (dort auch Farsi oder Farsiwan genannt), der die persische Sprache spricht.
Das Wort Farsi ist eine arabisierte Form des Parsi (Perser). Es bezieht sich heute fast ausschließlich auf schiitische Perser im Iran und Afghanistan. Im Gegensatz zu den Tadschiken in Afghanistan sehen sich die Farsen aus Afghanistan in der Genealogie der Zivilisation von Persern, was auch geschichtlich legitim ist. (Die Farsen in Afghanistan antworten auf die Frage, welche Sprache sie sprechen, mit Farsi, wogegen die Tadschiken meinen, dass sie Dari sprechen.)
Die Farsen bilden den Hauptteil der Bevölkerung Irans und sind ebenfalls in der afghanischen Provinz Herat und teilweise Farah zahlreich vertreten. Sie stellen mehr als die Hälfte der rund 69 Millionen Einwohner des Irans und sind Anhänger der Zwölferschia, der offiziellen Staatsreligion Irans (Schiiten). Die Konfession der Farsen ist auch gleichzeitig ihr einziger Unterschied zu den Tadschiken, die hauptsächlich dem sunnitischen Islam angehören.
Aus ihrer Mitte bildet sich immer noch die intellektuelle, politische und wirtschaftliche Elite Irans.
Siehe auch: Perser (Volk), Tadschiken, Taten, Parsen