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Fargo (Originaltitel: Fargo; dt. TV-Titel: Fargo – Blutiger Schnee) ist ein Film der US-amerikanischen Brüder Joel und Ethan Coen (Drehbuch und Regie) und handelt von einer Entführung in Minnesota und den darauf folgenden Aufklärungsversuchen.

Eine der drei Hauptrollen übernahm Frances McDormand. Sie ist mit Joel Coen verheiratet und erhielt 1996 für die Darstellung der schwangeren Polizistin Marge Gunderson den Preis der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (Oscar) in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin.

Handlung


Der allzeit beflissene, aber reichlich naive Autohändler Jerry Lundegaard steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Deswegen heuert er, auf eine windige Empfehlung hin, in Fargo (North Dakota) zwei äußerst tumbe Kidnapper an, die seine Frau entführen, damit sein reicher und dominanter Schwiegervater das geforderte Lösegeld bezahlt. Anschließend soll das erpresste Geld zwischen den Kidnappern (Gaear, eine introvertierte und krude Holzfäller-Gestalt und Carl, ein übernervöser und „irgendwie schräger“ Typ) und dem Anstifter Jerry fifty-fifty geteilt werden.

Das war der ursprüngliche Plan – zumindest in den Augen der beiden Auftragsschurken. Als jedoch ein Polizist und zwei weitere unschuldige Menschen von Gaear getötet werden, gerät die Sache gänzlich außer Kontrolle. Während die hochschwangere Polizistin Marge Gunderson (Lieblingsspruch: „Oh, Jesses!“) im tief verschneiten Provinzstädtchen Brainerd (Minnesota) entschlossen ihre Ermittlungen aufnimmt, bekommt Kindskopf Jerry Lundegaard immer größere Probleme – und „Carl der Schräge“ macht am Ende des Plots ungewollt Bekanntschaft mit einer Axt und einem kräftigen Kompost-Schredder

Kritiken


TV TODAY: „Ein bizarrer Genremix: Einerseits schwarzer Humor und viel Blut, andererseits wunderschöne Bilder. Unwiderstehliche Loser-Typen sowie die liebenswürdigste Polizistin der neueren Krimigeschichte machen den Film zu einem Highlight.“

Preise


Fargo war im Jahr 1996 siebenmal für den Oscar nominiert und gewann letztendlich zwei der begehrten Preise: Nominiert war der Film außerdem in den Kategorien
  • Bester Film
  • Regie - Joel Coen
  • Bester Nebendarsteller - William H. Macy
  • Kamera - Roger Deakins
  • Schnitt - Roderick Jaynes (Pseudonym für Joel und Ethan Coen)
Außerdem gewann die Thrillerkomödie der Coen-Brüder den Regie-Preis der Internationalen Filmfestspiele von Cannes.

Fargo belegt Platz 84 in der 1998 vom American Film Institute veröffentlichten Liste der 100 besten amerikanischen Filme.

Verschiedenes


Obwohl der Film ihr den Titel verdankt, kommt die Stadt Fargo (North Dakota) in ihm selbst nur ganz am Anfang kurz vor. Der größte Teil der Handlung spielt im benachbarten US-Bundesstaat Minnesota, aus dem die Coen-Brüder stammen.

In einer Einblendung am Anfang des Films wird behauptet: "Dies ist eine wahre Geschichte. Die in diesem Film dargestellten Ereignisse beruhen auf einem Verbrechen, das im Jahre 1987 in Minnesota geschah. Aus Respekt vor den Überlebenden wurden die Namen geändert. Aus Respekt vor den Toten wurde der Rest der Geschichte genau so erzählt, wie sie sich zugetragen hat". Nach Recherchen von Journalisten mussten die Coen-Brüder in einem Interview jedoch zugeben, dass es sich dabei um einen Scherz gehandelt hat. Der aufmerksame Zuschauer konnte allerdings bereits im Abspann lesen: "Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind nicht beabsichtigt …".

Weblinks


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