| Fangschrecken | ||||||||||||
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| Mantodea.jpg | ||||||||||||
| : | Häutungstiere (Ecdysozoa) |
| : | Gliederfüßer (Arthropoda) |
| : | Sechsfüßer (Hexapoda) |
| : | Insekten (Insecta) |
| : | Fluginsekten (Pterygota) |
| : | Fangschrecken |
Die Fangschrecken sind anatomisch gesehen mit den Schaben und Termiten verwandt. Zusammen bilden sie die Verwandtschaftsgruppe der Dictyoptera. Gottesanbeterinnen verfügen über eine - insbesondere in Verbindung mit ihrer oft langanhaltenden Reglosigkeit - sehr gute Tarnung.
Das für Insekten ungewöhnliche Erscheinungsbild verdanken die Fangschrecken neben der Umwandlung des ersten Beinpaares zu Fangbeinen vor allem einer Verlängerung des ersten Brustsegmentes (Prothorax), welches den Radius der Fangbeine stark erweitert. Der dreieckige Kopf der Tiere ist über den Hals (Cervix) mit dem Prothorax verbunden. Anders als bei fast allen anderen Insekten läßt sich der Kopf der Gottesanbeterinnen frei drehen. Diese Umgestaltung des Thorax mit der freien Drehbarkeit des Kopfes findet sich ansonsten nur bei den Kamelhalsfliegen und bei den zu den Netzflüglern gehörenden Fanghaften. Die großen Komplexaugen der Tiere liegen weit auseinander und ermöglichen so ein stereoskopisches Sehen. Ein weiteres Sinnesorgan bildet das unpaare Gehörorgan zwischen den Hinterhüften mancher Arten. Mit diesem können Töne im Bereich von 25 bis 45 kHz gehört werden.
Die Fangbeine der Fangschrecken werden aus der Tibia (Unterschenkel) und dem Femur (Oberschenkel) gebildet. Die Tibia trägt viele Dornen und eine große Endklaue. Sie kann gegen das dornenbewehrte Femur wie ein Taschenmesser eingeklappt werden. Die Hüftglieder (Coxae) sind ebenfalls verlängert und frei beweglich. Mit diesen Fangbeinen kann die Fangschrecke innerhalb von 0,1 Sekunden zuschlagen, um ein Opfer zu fangen. Viele Arten können mit diesem präzisen Fangapparat sogar Fliegen aus der Luft fangen! In Lauerstellung werden die Fangbeine erhoben und an den Körper angelegt gehalten, daher bekamen die Tiere auch den Namen Gottesanbeterinnen.
Die Fangschrecke haben ein ausgedehntes Balzverhalten, das vor allem dazu dient, dass sich das Männchen dem größeren Weibchen gefahrlos nähern kann. Trotzdem kann es vorkommen, dass das Männchen vor oder während der Begattung vom Weibchen verspeist wird (Kannibalismus). Die Eier werden in große Eierballen (Ootheken) abgelegt. Einige Arten vermehren sich durch Parthenogenese.
Praying mantis | Mantis religiosa | آخوندک | Mantidae | Maintis chrábhaidh | גמלי שלמה | カマキリ | Bidsprinkhanen | Louva-a-Deus | Bönsyrsa
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