Der Falz ist eine bei Holz- und Blechverbindungen und auch bei Verschlüssen vorkommende Vertiefung oder Falte des einen Teils, in die ein Rand oder Vorsprung des anderen Teils eingreift.
Der Falz kommt vor
Bei der Holzbearbeitung wird ein Falz meist mit Hilfe eines besonderen Werkzeugs, dem Falz- oder Nuthobel auf einer Falz- oder Hobelbank hergestellt.
Je nach der besonderen Ausprägung des Falzes spricht man vom einfachen oder doppelten Falz, vom stehenden oder liegenden Falz sowie auch vom Deckfalz.
Bei der Verbindung von Blechen hängt die Haltbarkeit des Falzes von der Pressung ab, mit der die Falznaht geschlossen wurde. Eine schwache Pressung gestattet bei geschlossener Falznaht noch die Verschiebung der zusammengefügten Verbindung, die trotzdem einen wasserdichten Abschluss bildet.
Vgl.: Umschlag an einem Blechteil
Der Falz (Philatelie)
Ein Falz oder Klebefalz ermöglicht die Befestigung einer Briefmarke in einem Album mit Blättern. Dies war speziell früher die übliche Aufbewahrungsform von Briefmarken. '' Marken mit Falz''
Mit diesen klebenden Streifen wurden die Marken im Album befestigt. Dabei wird der Gummi einer ungebrauchten Marke mehr oder weniger beschädigt. Daher werden solche Marken als ungebraucht mit Falz eingestuft. Das Zeichen hierfür ist: * Diese Marken sind in der Regel nur halb so viel wert wie postfrische Marken. Beim Deutschen Reich z.B. haben sie aber auch oft nur 10 - 20 % vom Wert der postfrischen Marken. Marken können auch vom Fachmann sorgfältig entfalzt werden. Sie werten zwar dann nicht mehr als vorher. Da aber manche Falze auch die Marke angreifen, kann dadurch z.B. der Verfall der Marke verhindert werden. Außerdem wird die Optik u.U. verbessert.