Falster ist eine zu Dänemark gehörende 514 km² große Insel mit 43.364 Einwohnern (1. Januar 2006). Über 40 % der Einwohner leben in Nykøbing Falster. Allgemein wird von Lolland & Falster gesprochen, da die Inseln eng miteinander verbunden sind. Im weiteren gilt dies sogar für Bogø und Møn, die nahe bei Falster liegend, über Brücken erreichbar sind. Alle genannten Inseln und der Süden der Insel Seeland gehören verwaltungstechnisch zum Storstrøms Amt.
Falster ist mit der nördlich gelegenen Insel Seeland durch die Storstrømbrücke, eine kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke (Vogelfluglinie) über die kleine Insel Masnedø, verbunden. Über die kleine Insel Farø besteht ferner mit der Farø-Brücke eine Straßenbrücke im Verlauf der E47 von Hamburg nach Kopenhagen. Auf Farø existiert eine Abzweigung, die über die Insel Bogø zur Insel Møn führt.
Nach Lolland bestehen zwei Straßen- und eine Eisenbahnbrücke sowie ein Straßentunnel im Verlauf der E47 (Rødby - Kopenhagen).
Es gibt im Südosten der Insel Falster einen circa 20 km langen Sandbadestrand. Dieser ist sehr kinderfreundlich, weil er flach ins Wasser abfällt. Bekannte Badeorte/Ferienhausgebiete in Südfalster sind u.a. Gedesby und Marielyst/Bøtø.
Bei Virket befinden sich Reste des Falster Virke, einem Wallsystem, das vermutlich um 1158 n. Chr. der Bevölkerung Schutz vor slawischen Angriffen bot, die mit der Besetzung Gebiete südlich der Ostsee durch Waldemar I. und seinem Erzbischof endeten. Das 12.-14. Jahrhundert, auch die Waldemarszeit genannt, waren durch Waldrodungen und rege Bautätigkeit geprägt. Neben Konfrontationen mit den Slawen und der Hanse bereitete der Machtkampf zwischen König, Adel und Kirche Probleme. Die Friedensschlüsse mit der Hanse wurden 1365 und 1507 in Nykøbing unterzeichnet. Falster wie auch Lolland kam seit dieser Zeit große Bedeutung als Kornlieferant zu. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts verlor der König an Macht. Im Jahre 1332 befand sich von ehemals drei königlichen Burgen (Egenseborg, Nykøbinghus und Gedesgard) keine mehr in Kronbesitz. Das änderte sich mit der Regierung Waldemar Atterdags (ab 1340 n. Chr.), der die Burgen zurückeroberte, obwohl dem Adel weiterhin mehr Güter blieben. Nach der Reformation war ab 1550 die Kirche als Machtfaktor weitgehend verschwunden, was die Zunahme des Kronbesitzes förderte. Von 1807 bis 1814 war das Gebiet um Falster ein wichtiger Schauplatz im Krieg gegen England. Falster blieb auch in der Neuzeit unter Einfluss der südlichen Osteseegebiete, gerade in der Landwirtschaft wurden Impulse aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen. In den Jahren von 1868 bis 1900 verließen zahlreiche junge Männer Falster (mit Lolland zusammen etwa 13.500), um nach Amerika auszuwandern.
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