| Falken | ||||||||||||
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| Falco cherrug (Marek Szczepanek).jpg]] | ||||||||||||
| : | Vögel (Aves) |
| : | Neukiefervögel (Neognathae) |
| : | Greifvögel (Falconiformes) |
| : | Falkenartige (Falconidae) |
| : | Eigentliche Falken (Falconinae) |
| : | Falken |
In ihrem Erscheinungsbild stellen Falken eine verhältnismäßig einheitliche Gruppe dar. Zu ihren Merkmalen zählt auch der hakig nach unten gebogene Oberschnabel. An diesem tragen alle Falken den sogenannten Falkenzahn, der von einer beiderseits im vorderen Teil des Oberschnabels vorhandene Zacke gebildet wird. Diese Ausformung unterstützt den Biss in den Nacken beziehungsweise in den Hinterschädel des Beutetiers, durch den dieses getötet wird.
Die Iris der großen Augen ist stets dunkelbraun. Die Umgebung des Auges ist gewöhnlich unbefiedert und meist von gleicher Farbe wie die weiche Wachshaut über dem Oberschnabel.
Wie für Greifvögel üblich, ist die Befiederung des muskulösen Unterschenkels zu sogenannten Hosen verlängert. Eine schwache Befiederung zieht sich über das Fersengelenk hinweg. Äußerlich nicht sichtbar ist dagegen der Oberschenkel, der eng am Körper anliegt. Americankestrel65.jpg]] Falken haben ste ts 15 Halswirbel. Ein Turmfalke beispielsweise, der von einer Warte aus nach Beute ausspäht, kann seine Halswirbelsäule um 180° drehen. Sein Blickfeld beträgt damit etwa 220°, ohne dass er den Körper bewegen muss. Typisch sind auch die für Greifvögel typischen großen Augäpfel, die in der Lage sind, kleine und bewegliche Objekte auch über größere Entfernungen zu fixieren. Die Ohren der Falken liegen unterhalb und hinter dem Auge. Sie sind durch lange schmale Konturfedern verdeckt.
Unter den Falken befinden sich ebenso obligatorische Zugvögel wie Standvögel. Zu den Langstreckenziehern zählt der Baumfalke, der von seinem Brutareal bis in die landwirtschaftlich intensiv genutzte Kapprovinz Südafrikas zieht. Der Turmfalke dagegen ist ein Kurzstreckenzieher, von dem Teile der Population bereits in Südeuropa oder Nordafrika überwintern. Beim Turmfalken zeigt sich auch, dass das Zugverhalten innerartlich unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Von den Turmfalken, die in Mitteleuropa brüten, ziehen die adulten Weibchen sowie die einjährigen Vögel ins südwestliche Europa. Adulte Männchen dagegen bleiben bis auf einige Ausnahmen dagegen in ihrem Brutgebiet.
Von ihrem Zugverhalten her sind Falken Breitfrontzieher, die in breiter Front von Gibraltar bis Arabien nach Afrika ziehen. Im aktiven Ruderflug überwinden sie auch größere Wasserfläche und nach bisherigen Erkenntnissen ziehen sowohl der Wanderfalke als auch der Merlin nachts.
WhiteFalcon.jpgn (F. rusticolus) und einem Würgefalken (F. cherrug)]] Zur bevorzugten Beute von Falken gehören Mäuse, Ratten, Maulwürfe, Hasen und Vögel. Der Falkenzahn, jener zahnartiger Vorsprung an der Kante des Oberschnabels spielt eine wichtige Rolle beim Töten der Beute. Die Füße dienen anders als bei Habichten, Adlern und Weihen nur dem Fangen und Halten der Beute. Man bezeichnet Falken daher auch als Griffhalter im Gegensatz zu diesen Arten, die man Grifftöter nennt. Bei Wanderfalken können nach einem Sturzflug Vögel jedoch so hart mit Füßen und Krallen getroffen werden, dass sie bereits durch die Wucht des Zustoßes verenden.
Zu den Besonderheiten der Falken gehört außerdem, dass sie regelmäßig kleine Steine fressen. Vermutlich fördern diese Steinchen durch eine verstärkte Reibung die Verdauung. Sie werden am nächsten Tag ähnlich wie ein Gewölle wieder ausgespieen. Falken suchen gezielt nach diesen Steinen und nutzen, wo es möglich ist, Bachufer für deren Suche. Bei der Größe der verschluckten Steine lässt sich eine Abhängigkeit vom Körpergewicht der Falken feststellen. Während Falken, die ein Körpergewicht von etwa 1.000 Gramm erreichen, Steine mit einem Durchmesser von 12 bis 16 Millimeter verschlucken, präferieren kleineren Falkenarten, die durchschnittlich ein Körpergewicht von 250 Gramm haben, Steine mit einem Durchmesser von vier bis acht Millimeter.
Die Beizjagd hat jedoch in früherer Zeit auch wesentlich zur Bestandsgefährdung der Falkenarten beigetragen, da viele der für diese Jagd genützten Vögel aus der freien Natur entnommen wurden. Insbesondere in arabischen Ländern ist der Besitz ausgefallener Falken nach wie vor ein Statussymbol. In der heutigen Zeit hat die Falknerei jedoch einen anderen Stelllenwert und ist auf das Ausüben der Beizjagd, den Schutz und die Erhaltung wildlebender Greifvögel spezielisiert. Gerade Falknern ist es auch wiederum zu verdanken, dass besonders bedrohte Greifvögel, wie es der Wanderfalke einst war, heute durch gezielte Zucht- und Auswilderungsprogramme wieder regelmäßig anzutreffen sind. Alleine vom Deutschen Falkenorden (DFO) wurden in Zusammenarbeit mit anderen Naturschutzverbänden ca. 800 Wanderfalken ausgewildert, die sich ansiedelten und vermehrten.Die Beizjagd unterliegt in Deutschland stregen Vorschriften und man benötigt zur Ausübung einen Jagdschein (Jägerprüfung) und einen Falknerschein (Falknerprüfung)
Сокол | Sokol (ptáci) | Falk | Falcon | Falko | Falco | Haukat | Faucon | בז | Falkono | Falco | Sakalai | Valk | Sokoły | Falcão | Falcon | Egentliga falkar | Doğan | Сокіл | Chi Cắt | Fåcon | 隼属