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Fafnir (auch Fafner, dt. der Umarmer), ist eine Figur der nordischen Mythologie, überliefert in der sogenannten Lieder-Edda, einer altnordischen Sammlung von Götter- und Heldensagen.

Fafnir ist demnach der Sohn des Riesen Hreidmar. Seine Brüder sind Otr (auch Otur) und Regin.

Aus der Edda geht weiter hervor, dass die drei Götter Odin, Loki und Hönir aus Versehen Hreidmars Sohn Otur (der in Gestalt eines Otters fischen war) töten. Sie zahlen das fällige Wergeld mit dem verfluchtem Goldhort des Zwerges Andvari, der einem illegitimen Besitzer stets Zwietracht und Unglück bringt (prominentestes Stück dieses Schatzes ist der Ring Andwaranaut).

Hreidmar, von Habgier erfüllt, weigert sich, seinen Söhnen, Fafnir und Regin, den ihnen zustehenden Anteil am Wergeld zu geben. Er wird deshalb von Fafnir nachts erstochen und dieser droht damit, auch Regin zu erschlagen, sollte der seinen Anteil verlangen.

Regin flieht und wird später zum Mentor Sigurds.

Fafnir zieht sich in eine Höhle auf der Gnitaheide (vermutlich nördlich Bad Driburg) zurück, wo er auf seinem Gold liegt, um es zu bewachen. Allmählich nimmt er die Gestalt eines Lindwurms an, wobei der Helm Oegishalmr (abgeleitet vom Namen des Riesen Ägir) seinen Anblick noch entsetzlicher macht, eine Art Tarnkappe, ein Schreckenshelm, der das Aussehen verändert.

Sigurd tötet Fafnir mit seinem Schwert Gram und erschlägt dann Regin (obwohl ein Riese, inzwischen in Zwergengestalt), der den Hort für sich will und besitzt nun Schreckenshelm, Ring und Hort.

Spätere Dichtungen


Im mittelhochdeutschen Nibelungenlied und in Richard Wagners Adaption des Stoffes mit dem Opernzyklus Der Ring des Nibelungen spielt sich die ganze Geschichte recht ähnlich, wenn auch leicht modifiziert ab.

Hreidmar entfällt, Fafnir heißt jetzt Fafner, sein Bruder Fasolt. Der Hort ist die fällige Bezahlung der Riesenbrüder für den Bau von Walhalla, und das Ganze ist mit der Geschichte des Rheingoldes verbunden. Der verfluchte Ring Andwaranaut mausert sich wie in manchen Versionen der Edda und des Nibelungenliedes auch in Wagners Opern zum zentralen "plot device". In den letzten beiden Versionen heißt Siegurd Siegfried und Oegishalmr ist kein Schreckenshelm, sondern eine Tarnkappe, welche den Träger unsichtbar macht.

Literatur


Bernard Evslin (1989). "Fafnier (Monsters of Mythology)", ISBN 1555462472 (en)

Weblinks


Germanische Mythologie Nibelungen | Fabeltier | Drache

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