| Fadenwürmer | ||||||||||||
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| Wuchereria bancrofti 1 DPDX.JPG | ||||||||||||
| : | Vielzeller (Metazoa) |
| : | Gewebetiere (Eumetazoa) |
| : | Bilateria |
| Stammgruppe: | Urmünder (Protostomia) |
| : | Häutungstiere (Ecdysozoa) |
| : | Fadenwürmer |
Die Epidermis (Haut) eines Fadenwurmes ist im hohen Grade merkwürdig, sie besteht nicht aus Zellen wie andere Tiere, sondern aus einer Art Masse des Zellularen Materials der Kerne einfach ohne unterschiedliche Membranen. Das Fadenwurmhäutchen besteht aus insgesamt 4 Schichten: einer Faserschicht, einer Matixschicht, einer Kortikalen Schicht und zuletzt noch eine äussere Lipidschicht.
Fadenwürmer besitzen wie die Rundwürmer ausschliesslich Längsmuskeln die sich von Kopf bis Fuss erstrecken. Die Muskelzellen bestehen aus drei Teilen:
Dem Monocyton: ein nicht zusammenziehbarer Teil, der die Zellkerne, die Mitochondrien und den Golgi-Apperat enthält.
Einem Zusammenziehbaren Teil, der die Actin- und Myosinfasern enthält.
Dem Prozess. Ein nicht zusammenziehbarer Teil der Muskelzellen, der Verbindungen mit anderen Muskelzellen oder Nerven eingehen kann.
Der Fadenwurmmuskel liegt wie ein Schlauch unterhalb der Epidermis und wird somit als Hautmuskelschlauch bezeichnet. Zusammen mit der starken Cuticula, welches hydrostatisches Skelett genannt wird und dem hohen Innendruck der zwischen 70 und 210 Millimeter Quecksilbersäule liegt, ermöglichen dem Wurm eine art der Fortbewegung. Da der Fadenwurm nur Längsmuskeln besitzt, kann er seinen Körper nur von Seite zu Seite bewegen oder einen Teil in die Höhe strecken.
Das Nervensystem der Fadenwürmer ist sehr einfach aufgebaut. Es ist in der Lage, einfache und verschiedene Reize wahrzunehmen und zu verarbeiten. Die Längsnerven sind direkt mit den Muskelzellen und dem Cytoplasma im Kontakt und erstrecken sich durch den ganzen Körper hindurch. Sehr interessant ist dabei die folgende Tatsache, dass anders als bei anderen Tieren, bei denen sich die Nervenbahnen/ Neuronen (Schaltzentrale der Nerven) zu den Muskeln ausbreiten, sich die Muskelzellen des Fadenwurms selbst zu den Nervenbahnen ausbreiten.
Die Sauerstoffaufnahme funktioniert ähnlich der Verdauung. Da die Nematoden keine Atmungsorgane besitzen, wird der Sauerstoff einfach durch die Haut aufgenommen und direkt ohne Umwege zu den Organen gebracht.
Die Nematoden häuten sich und werden daher sowie aufgrund von RNA-Untersuchungen innerhalb der Urmünder (Protostomia) zu den Häutungstieren (Ecdysozoa) gerechnet. Die meisten freilebenden Nematoden sind mikroskopisch klein und gehören zur Meiofauna. Lediglich Parasiten, wie der Pferdespulwurm können mehrere Meter lang werden. Die Nahrung ist unterschiedlich und reicht bei freilebenden Arten von Bakterien und Algen über Pilze, Aas und Fäkalien bis hin zu räuberisch erbeuteten Tieren.
Die Infektion des Wirtes geschieht z.B. durch rohes Fleisch mit Larven (Trichinen) oder durch Aufnahme von Wurm-Eiern in Fäkalien (beispielsweise bei Hunden) oder fäkal verunreinigten Lebensmitteln (mit Wurmeiern) aufgrund mangelnder Hygiene (Düngung von Salat mit Kot, kein Händewaschen nach Stuhlgang), kann aber auch durch aktives Eindringen von (filariformen) Larven geschehen (Hakenwürmer, z.B. Ancylostoma duodenale oder Necator americanus).
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