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Der Fackellauf verbindet das antike Olympia mit dem jeweiligen Austragungsort der Olympischem Spiele.

Ursprünglich waren Fackelläufe (griechisch lampadedromia) ein besonders in Athen beliebter nächtlicher Wettlauf mit Fackeln, der später auch zu Pferd durchgeführt wurde. Der Wettkampf bestand darin, möglichst schnell ans Ziel zu gelangen, ohne die Fackel verlöschen zu lassen. Diese Läufe wurden insbesondere an den Festen für Pan, Artemis und an den Panathenäen und Prometheen zu Ehren der Feuergötter abgehalten.

Später waren in der Antike "Läufer" die Boten (hauptsächlich junge Männer). Sie überbrachten Nachrichten an verschiedene Personen, Städte (Polis), deren Statthalter und an Bürger, die weit entfernt waren. Sie überbrachten Friedens-, Kriegs- und andere Nachrichten.

Während der Olympischen Spiele der Antike wurden nie Fackelläufe durchgeführt. Aber um den anderen griechischen Städten die Wettkämpfe und deren genauen Zeitpunkt anzukündigen, brachen Ölzweig gekrönte Läufer von Elis auf. Sie riefen den Olympischen Frieden (Ekecheiria) aus, denn während der Olympischen Spiele der Antike sollten alle kriegerischen Auseinandersetzungen ruhen, damit Athleten und Publikum ohne Gefahr nach Olympia reisen konnten.

Heute kündigt der Fackellauf wieder die Olympischen Spiele an und will gleichzeitig eine Botschaft des Friedens und der Verbundenheit der Völker untereinander vermitteln.

Geschichte


Als Gründer des olympischen Fackellaufs gilt Carl Diem, 1936 Generalsekretär des Organisationskomitees für die 11. Olympischen Spiele in Berlin. Er schlägt vor, einen Fackellauf in das Programm aufzunehmen und organisiert den Ablauf. Nachdem die Flamme, das Olympische Feuer, im antiken Olympia durch einen Brennspiegel entzündet worden war, wird sie über 3187 km von 3331 Läufern in 12 Tagen und 11 Nächten von Griechenland nach Berlin getragen. Die Fackeln sind aus Holz und Metall und wie das Blatt eines Olivenbaums geformt.

1952 findet in Oslo der erste Fackellauf bei Olympischen Winterspielen statt. Weil das norwegische Morgedal als Wiege des Skisports gilt, beginnt er dort und nicht in Olympia. Das Feuer wird nicht durch einen Hohlspiegel, sondern am Herd in der Hütte von Sondre Norheim, einem bekannten norwegischen Skisportler, entzündet.

Seit 1936 wurden dem Fackellauf immer wieder neue Elemente hinzugefügt. Die Flamme wird nicht nur, wie ursprünglich, zu Fuß weiter getragen. Inzwischen werden je nach Land und Notwendigkeit auch andere Transportmittel gewählt: Auto, Flugzeug, Schiff, usw. Während des Lufttransports wird das Feuer in einer speziellen Sicherheitslampe aufbewahrt.

Die Ankunft des Olympischen Feuers im Stadion ist der Höhepunkt der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele. Der Schlussläufer, dessen Name bis zum Schluss geheim gehalten wird entzündet mit seiner Fackel das Olympische Feuer in einer riesigen Schale.

Weltweit bekannte Unternehmen sponsern seit den 90er-Jahren den olympischen Fackellauf. So investierten Coca-Cola und Samsung 2004 etwa 18 Millionen Euro in den Fackellauf.


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Fackelläufe der Sommerspiele
Jahr Stadt Gesamtdistanz Anzahl der Läufer Schlussläufer Grund
1936 Berlin 3.187 km 3.331 Fritz Schilgen Symbol des dt. Jugendsports
1948 London ca.3.365 km 1.416 John Mark Symbol des engl. Jugendsports
1952 Helsinki 7.870 km 3.372 Paavo Nurmi mehrfacher Leichtathletik-Olympiasieger
1956 Melbourne ca. 20.470 km 3.118 Ron Clarke Junioren-Weltmeister über 1 Meile
1960 Rom ca. 2.750 km 1.529 Giancarlo Peris Schülermeister im Mittelstreckenlauf
1964 Tokio 26.065 km 101.866 Yoshinori Sakai wurde am Tag des Atombombenabwurfs geboren
1968 Mexiko-Stadt ca. 13.620 km 2.778 Enriqueta Basilio mexik. Landesmeisterin über 400 m und 80 m Hürden
1972 München 5.532 km ca. 6 000 Günther Zahn dt. Juniorenmeister über 1500 m
1976 Montréal 775 Km ca. 1214 Sandra Henderson (engl.)und Stéphane Préfontaine (frz.) verkörpern die kanad. Jugend und die zwei Haupt-Volksgruppen Kanadas
1980 Moskau 4.915 km ca. 5.000 Sergei Below Basketball-Olympiasieger in München 1972
1984 Los Angeles 15.000 km 3.636 Rafer Johnson Leichtathletik-Olympiasieger in Rom 1960
1988 Seoul 15.250 km 20.899 Sohn Kee-chung Marathon-Olympiasieger von Berlin 1936
1992 Barcelona 6.307 km 10.448 Antonio Rebollo paralympischer Bogenschütze und Leichtathlet
1996 Atlanta 27.890 km ca. 13.270 Muhammad Ali Olympiasieger im Boxen in Rom 1960
2000 Sydney 27.000 km 13300 Cathy Freeman Leichtathletin von Ureinwohnern abstammend
2004 Athen x km x Nikolaos Kaklamanakis Olympiasieger im Windsurfen Atlanta 1996

Weblinks


Olympische Spiele

 

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