Eine Fackel ist ein am oberen Ende angezündeter Stock, der am unteren Ende mit der Hand gehalten oder in einer (Wand-)Halterung befestigt wird und allmählich abbrennt. Dabei wird jedoch auch die noch nicht angezündete Form als Fackel bezeichnet. Fackeln dienen als Lichtquelle und besitzen daher wie andere historische Lichtquellen auch unter Umständen eine symbolische Bedeutung.
Auf den Hebriden wurden Fackeln benutzt, um das Böse abzuwenden, solange ein Kind nicht getauft war: Eine Fackel wurde dreimal Täglich um die Wiege getragen, um böse Geister zu vertreiben.
Ab dem 17. Jahrhundert stand die Fackel - oft zusammen mit dem Buch - als Zeichen für die geistige Aufklärung: Die Freiheitsstatue in New York trägt eine Fackel und ein Buch zum Zeichen, dass die USA allen Bürgern freien Zugang zur Bildung und zum Erreichen von Wissen ermöglichen würden. Die Fackel ist in diesem Sinne der "sprechende" Name einer von dem österreichischen Essayisten Karl Kraus editierten kulturpolitischen Zeitschrift der Zeit vor dem Nationalsozialismus.
Zu den deutschen studentischen Bräuchen gehörte bis in die 1960er Jahre der Fackelzug zur Ehrung von - meist akademischen - Persönlichkeiten. Umzüge und sind jedoch in vielerlei Kulturen zu vielerlei Anlässen üblich, zum Beispiel bei der Walpurgisnacht.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde mit organisierten paramilitärischen Fackelumzügen die herkömmliche symbolische Bedeutung allerdings völlig umgedreht und ein Propaganda-Spektakel daraus gemacht. Seither ist in Deutschland mit Rücksicht auf diese Erinnerung bei Fackelmärschen Vorsicht angesagt.
Die Olympische Fackel steht als Zeichen für Friedens und der Verbundenheit zwischen den Völkern.
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