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Forex
 

Der Foreign Exchange market (FOREX, FX Market, Markt für Devisengeschäfte) ist der größte Finanzmarkt der Welt (Tagesumsatz ca. 1,9 Billionen Dollar). Ein Devisengeschäft beinhaltet den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von unterschiedlichen Währungen am Interbankenmarkt. Dadurch bilden sich Tauschverhältnisse, so dass der Wert jeder Währung in der jeweils anderen ausgedrückt werden kann.

Ab und zu findet sich auch die Bezeichnung "FX" oder "4X" als "Abkürzung der Abkürzung".

Handel


Der Handel verläuft dabei nicht zentral über eine Börse, sondern meist direkt zwischen Finanzinstituten über entsprechende Händlernetze. Zunehmend sind unter den Teilnehmern auch Konzerne, Broker und private Spekulanten. Gehandelt wird rund um die Welt und rund um die Uhr (So 20h - Fr 22h MEZ), so dass die beteiligten Investoren jederzeit auf relevante Ereignisse reagieren können.

Wesentlich dabei ist aber die dezentrale und weitgehend gesetzlich unregulierte Natur der Forex-Geschäfte. So können zwei Banken, die sich auf einen bestimmten Preis für ein Währungspaar einigen, einen gültigen Kurs abseits zentraler Strukturen festlegen. Im FOREX-Markt handeln Banken wie Spekulanten gewöhnlich mit Margin-Einsätzen - üblicherweise in der Größenordnung von 0.5 bis 2% des Handelswertes. So sind etwa, um im FOREX-Markt eine Million USD zu bewegen bei 1% Margin, lediglich 10.000 USD Sichersheitsleistung notwendig. Dadurch entsteht eine Hebelwirkung, so dass sich trotz der relativ geringen Schwankungen der Wechselkurse in kurzer Zeit extreme Gewinne oder Verluste ergeben können.

Devisengeschäft


Währungen werden immer in Paaren gehandelt. Es ist nicht möglich nur den Dollar zu kaufen: Man tauscht immer Euro gegen Dollar, Dollar gegen Yen und so weiter. Deswegen werden Währungskurse auch immer in Paaren angegeben, zum Beispiel "EURUSD 1.2345": Für einen Euro sind 1.2345 US Dollar zu zahlen. An diesem Beispiel sieht man auch, daß die Quotierung bei vielen Währungspaaren bis zur vierten Stelle hinter dem Komma erfolgt. Im Handel zwischen Banken und größeren Unternehmen werden die Kurse inzwischen mit 5 oder 6 Kommastellen quotiert. Hintergrund ist die Einführung des Euro und der zunehmende Konkurrenzdruck der Handelspartner. Die Einführung des Euro hat im Vergleich zur Deutschen Mark die Marge halbiert und dazu geführt, dass sich ein Händler kaum noch vom anderen positiv abheben kann.

Währungen


Am häufigsten gehandelt werden die Währungen der größten Wirtschaftsräume: Außerdem Währungen aus Ländern mit starken Finanzplätzen:

Durch ihre hohe Liquidität entstehen nur geringe Transaktionskosten, was die Attraktivität zusätzlich steigert.

Folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der wichtigsten Wechselkursrelationen:

USDCHF US Dollar zu Schweizer Franken
USDJPY US Dollar zu japanischer Yen
GBPUSD Britische Pfund zu US Dollar
EURUSD Euro zu US Dollar
EURCHF Euro zu Schweizer Franken
EURJPY Euro zu japanischer Yen
EURGBP Euro zu britischen Pfund

Das höchste Handelsvolumen weist dabei das Paar EURUSD auf (ca. 28% aller Trades), gefolgt von USDJPY (ca. 17%) und GBPUSD (ca. 14%). (Quelle: Bank für Internationalen Zahlungsausgleich)

Weblinks


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