Fahrgastinformations- und Managementsystem (FIMS) ist der Name eines rechnergestützten Betriebsleitsystems der Hamburger Hochbahn AG (HHA) zur dynamischen Fahrgastinformation im Betrieb ihrer Busse des Öffentlichen Personennahverkehrs in Hamburg.
Diese Daten werden dem Fahrer zusammen mit dem verbleibenden Linienweg auf einem Display angezeigt. Den Fahrgästen im Bus werden die nächste Haltestelle und eventuelle Umsteigemöglichkeiten zu anderen Verkehrsmitteln automatisch über Leuchtanzeigen im Fahrgastraum angezeigt und aus einer digital gespeicherten Sprachaufzeichnung über Lautsprecher angesagt. Ob der Bus den Fahrplan einhält, erfahren die Fahrgäste nicht.
Der Bordrechner des Fahrzeugs überträgt dessen Standort und Fahrplanabweichung über Funk an die Busleitstelle. Diese berechnet daraus die zu erwartenden Abfahrtzeiten des Busses an den Haltestellen, die er noch anfahren soll. Sie übermittelt diese Zeiten über Funk an elektronische Anzeigetafeln, die an den Haltestellen aufgestellt sind.
Die Mitarbeiter der Leitstelle können die Position aller eingesetzten Busse auf Bildschirmen verfolgen. Bei Störungen kann die Leitstelle in das Betriebsgeschehen eingreifen (z. B. eine Umleitung einrichten) und die Fahrgäste darüber informieren. Sie kann auch Anschlussverbindungen überwachen und die Fahrer der betreffenden Busse anweisen, auf Fahrgäste aus U-Bahnen und anderen Buslinien zu warten.
Auch die Schaltung einiger Lichtzeichenanlagen in Hamburg kann durch FIMS beeinflusst werden. Nähert sich ein Bus einer solchen Ampel, meldet es der Bordrechner an ihren Steuerungsrechner; dieser kann das Lichtzeichen für den Bus auf Grün schalten. Davon unberührt bleibt die gängige Praxis unter Busfahrern, vor Abfahrt von einer Haltestelle die nächste Rotphase der dahinter liegenden Ampel abzuwarten.
Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gibt es die Ansagen einiger wichtiger Haltestellen zusätzlich auch in englischer Sprache.
Die meisten der Ansagetexte wurden von dem Berliner Ingo Ruff, einem Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG, gesprochen. Daneben gibt es noch weitere Sprecher, über deren Identität nichts bekannt ist. In Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender SuperRTL ließ sich die HHA einige Haltestellen von Kindern ansagen. Die Kinderansagen ertönen seit März 2006; auch einige der englischen Ansagen werden von Kindern gemacht.
Mittelfristig sollen auch diese Haltestellen damit ausgerüstet werden:
Zu den Haltestellen, deren Ausrüstung später geplant ist, gehören:
Danach sollen weitere Haltestellen folgen. Eine flächendeckende Ausrüstung aller Haltestellen mit DFI-Anzeigetafeln ist für 2010 geplant.
Das FIMS der HHA und das entsprechende Fahrgastinformationssystem der VHH-PVG-Gruppe können durch die Trennung der Funknetze beider Busbetriebe nur bedingt miteinander kommunizieren. Bei der Ausstattung von Haltestellen, an denen Linien mehrerer Verkehrsbetriebe halten, mit DFI-Anzeigetafeln übernimmt eines der Unternehmen die Federführung. An der von der VHH-PVG ausgestatteten Haltestelle Glashütte Markt werden nur deren eigene Linien angezeigt, nicht jedoch die der HHA. An den von der HHA ausgestatteten Haltestellen in der Hamburger Innenstadt, die auch von VHH-PVG-Linien angefahren werden, werden auch deren Linien angezeigt.
Als Pilotprojekt wurde das System von 2001 bis 2003 auf der Metrobuslinie 6 getestet. Bis Dezember 2003 wurden alle Gelenkbusse sowie im März und April 2004 alle Schnellbusse mit FIMS ausgestattet.
Bis Juli 2006 erfolgte die Umrüstung fast aller Busse, die zu den Betriebshöfen Harburg, Langenfelde, Mesterkamp, Wendemuthstraße und Hummelsbüttel gehören. Lediglich 3-4 Wagen auf den Betriebshöfen Wendemuthstraße und Hummelsbüttel fehlen zurzeit noch und sollen bis zum Ende des Monats nachgerüstet werden. Wenn alle Busse der Hamburger Hochbahn AG mit FIMS und digitaler Übertragungstechnik ausgestattet sind, ist auch die Umrüstung der Wagen der Travers-Omnibus-Gesellschaft (TOG), eines Tochterunternehmens der HHA, geplant.
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"Fahrgastinformations- und Managementsystem (HHA)".
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