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Futsal ist eine in Sporthallen stattfindende Variante des Fußballs. Sein Name leitet sich vom portugiesischen Ausdruck futebol de salão (Hallenfußball) ab.

Geschichte


Futsal unterscheidet sich vom in Deutschland unter dem Namen Hallenfußball bekannten Sport vor allem durch die fehlenden Banden-Begrenzungen. Futsal ist Aufgrund seines Regelwerks und des speziellen Balles zudem dynamischer, fairer und taktisch anspruchsvoller. Es wird generell mit fünf Spielern auf Handballtore mit einem sprungreduzierten Ball der Größe 4 gespielt. Der Ball hat weniger Druck (0,4 bis 0,6 bar gegenüber 1 bar beim Fußball Größe 5).

Gewechselt werden darf unbegrenzt, der Einwurf ist durch den Einkick ersetzt, die Spielzeit beträgt zweimal 20 Minuten. In jeder Halbzeit hat jede Mannschaft eine Auszeit zur Verfügung, der Strafstoß wird aus sechs Metern ausgeführt. Fouls werden restriktiv geahndet. Tacklings am Mann werden grundsätzlich als Foul gewertet. Die Mannschaftsfouls werden (ähnlich wie beim Basketball) gezählt, wobei es ab dem fünften Mannschaftsfoul (je Halbzeit) für jedes weitere Foul einen direkten Freistoß ohne Mauer gibt, der auf den Zehn-Meter-Punkt verlegt werden darf. Nach einer Roten Karte darf der betreffende Spieler nach Ablauf von zwei Minuten durch einen anderen ersetzt werden. Bei ruhenden Bällen (und dem Torabwurf, der aus der Hand erfolgt), hat der ausführende Spieler nach Freigabe des Balles nur vier Sekunden Zeit, um den Ball wieder ins Spiel zu bringen. Zudem gilt beim Futsal eine verschärfte Rückpass-Regel: Kommt der Ball vom eigenen Torwart, darf dieser den Ball nur dann mit dem Fuss erneut spielen, wenn der Ball zwischenzeitig die Mittellinie überquert hatte oder vom Gegner berührt wurde.

Der Ursprung des Futsal liegt in Südamerika, wo Futsal seit den fünfziger Jahren gespielt wird. Im Jahr 1989 wurde Futsal von der FIFA als zusätzlicher Wettbewerb aufgenommen. Im November 2004 wurde die fünfte Weltmeisterschaft in Taiwan ausgetragen.

Verbreitet ist Futsal vor allem in Südamerika, Südeuropa und Osteuropa. So gibt es in Spanien eine eigene Profiliga mit 16 Mannschaften. In den deutschsprachigen Ländern hingegen war die Sportart weitgehend unbekannt. Nachdem es lange Zeit nur von privater Seite betrieben wurde, wurde im April 2006 zum ersten Mal der DFB-Futsal-Cup ausgetragen. In der K-League in Südkorea werden deutsche Profischiedsrichter als Futsal-Schiedsrichter eingesetzt, unter ihnen zum Beispiel Herbert Fandel.

Im Europäischen Vereins-Futsal wird seit der Saison 2001/02 von der UEFA ein Landesmeisterpokal, der UEFA-Futsal-Cup ausgetragen. Dieser wurde bisher viermal von spanischen und einmal von einer belgischen Mannschaft gewonnen.

Auch in Deutschland gibt es schon Futsalvereine: Universitäts Futsal Club Münster e.V. (Westdeutscher Meister 2006; DFB Pokal Sieger 2006), Futsal Club Portus Pforzheim e.V. (Badischer Meister 2006), SG Eintracht Frankfurt Futsal (Hessischer Meister 2006; Süddeutscher Meister 2006), Briganden Karlsruhe, MKFC Karlsruhe, Bembelberries Flörsheim e.V., FV Metropol Offenbach, Futsal Lions Düsseldorf e.V., 1. MSC Strandkaiser Krefeld, Futsal Club Münster 05, FV Kickers Schwedt 02.

Weltmeisterschaften


Die Weltmeisterschaften werden seit 1989, von der FIFA organisiert, ausgetragen.

Die bisherigen Weltmeister:

Europameisterschaften


Die bisherigen Europameister:

UEFA-Futsal-Cup


  • 2001/02: Playas de Castellón FS (Spanien)
  • 2002/03: Playas de Castellón FS (Spanien)
  • 2003/04: Boomerang Interviù FS (Spanien)
  • 2004/05: Action 21 Charleroi (Belgien)
  • 2005/06: Boomerang Interviù FS (Spanien)

Weblinks


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