Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW); chemische Nomenklatur nach IUPAC: Chlorfluorkohlenwasserstoffe (CFKW), sind eine umfangreiche chemische Gruppe niedermolekularer organischer Verbindungen, die als Treibgase oder Kältemittel verwendet werden. FCKW sind Kohlenwasserstoffe, bei denen Wasserstoffatome durch die Halogene Chlor beziehungsweise Fluor ersetzt wurden und sind eine Untergruppe der Halogenkohlenwasserstoffe. FCKW die nur Einfachbindungen enthalten, nennt man gesättigte FCKW. Ist in der Verbindung kein Wasserstoff mehr enthalten, so nennt man sie Chlorfluorkohlenstoffe.
Unter H-FCKW versteht man teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe, deren Wasserstoffatome nur teilweise durch Chlor- und Fluoratome ersetzt sind. Sie besitzen ein weitaus geringeres Ozonabbaupotenzial als die FCKW, ihr Treibhauspotenzial liegt ebenfalls weit unter dem der FCKW. Zudem werden die H-FCKW schon in der Troposphäre abgebaut und gelangen nur teilweise in die Stratosphäre.
Beispiel 1: Umsetzung von Tetrachlorkohlenstoff mit wasserfreiem Fluorwasserstoff in ein Gemisch von Dichlordifluormethan, Trichlorfluormethan und Chlorwasserstoff.
Beispiel 2: Umsetzung von Chloroform mit wasserfreiem Fluorwasserstoff in Chlordifluormethan (Freon 22). Hier kommt als Katalysator Antimon(V)-chlorid zur Anwendung.
Möglich ist auch eine Elektrofluorierung nach Simons. Dabei wird die anodische Fluorierung in wasserfreiem Fluorwasserstoff bei einer Spannung durchgeführt, die noch nicht zur Freisetzung von elementarem Fluor ausreicht.
Bromhaltige FCKW werden als Feuerlöschmittel eingesetzt und werden auch als Halon bezeichnet.
Vor dem Einsatz von FCKWs wurde erstmals 1974 gewarnt, doch dies wurde nicht ernst genommen. Die Entdeckung des Ozonlochs 1985 sorgte für einen Meinungswandel. Am 29. Juni 1990 beschloss die internationale Konferenz zum Schutz der Ozonschicht in London, die Herstellung und Anwendung von CFK und FCKW ab dem Jahr 2000 zu verbieten oder zumindest stark einzuschränken. Die Einigung sah vor, den FCKW-Einsatz bis 1995 um 50 %, bis 1997 um 85 % zu reduzieren. Die chemische Stabilität macht diese Gase in der Atmosphäre nur schwer abbaubar (mittlere Verweildauer je nach Produkt zwischen 44 bis 180 Jahre).
Die wichtigsten Kältemittel:
| Bezeichnung | Trivialname | Summenformel | Siedepunkt | Trichlorfluormethan | Frigen 11 | CCl3F | 24.9 °C |
|---|---|---|---|
| Dichlordifluormethan | Frigen 12 | CCl2F2 | –30 °C |
| 1,2,2-Trichlor-1,1,2-trifluor-ethan | Frigen 113 | CClF2-CCl2F | 48 °C |
| 1,2-Dichlor-1,1,2,2-tetrafluor-ethan | Frigen 114 oder Cryofluoran | CClF2-CClF2 | 3.5 °C |
(unter Strahlung) (Radikal)
(Radikal)
(unter Strahlung) (Radikal)
Damit wird die Schutzwirkung der Ozonschicht zerstört und harte UV-Strahlung kann bis zur Erdoberfläche dringen und hat schädigende Wirkung auf Pflanzen, Tiere und Menschen. Zusätzlich absorbieren FCKW Licht im Infrarotbereich (stärker als CO2) und können bei steigenden Konzentrationen ebenfalls zur Erwärmung der Erdatmosphäre beitragen.
Kohlenwasserstoffe | Umweltschutz
CFC-gas | CFC | Fluorklorkarbonhidrogenaĵoj | CFC | Chlorofluorocarbone | フロン類 | Chloorfluorkoolstofverbinding | CFC
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