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Frankfurter FC Viktoria 91
Vereinsdaten
Gründung 7. Februar 1991
Adresse/
Kontakt
Buschmühlenweg 172
15230 Frankfurt (Oder)
Tel./Fax: (0335) 326242
Präsident Wolfgang Pohl
Stellvertreter Alexander Wolf
Mitglieder ca. 260 (13. September 2005)
Vereinsfarben Gelb-Rot
Fußball 1. Mannschaft
Spielklasse Verbandsliga Brandenburg
Spielstätte Stadion der Freundschaft (12.000 Plätze)
Geschäftsführer Wolfgang Wichmann
Chef-Trainer Gerd Schuth / Axel Geisler
Spielkleidung
Trikot_linker_Arm.png Trikot_Brust.png Trikot_rechter_Arm.png
Trikot_Hose.png
Trikot_Stutzen.png

Vereinserfolge Als FC Vorwärts:
6x DDR-Meister
2x FDGB-Pokal
Als FC Viktoria:
2x Landesmeister Brandenburg Saison 2005/06 Platz 11 Verbandsliga Brandenburg Internet Website www.ffcviktoria91.de E-Mail kontakt@ffcviktoria91.de

Der Frankfurter FC Viktora 91 ist ein Fußballverein aus Frankfurt (Oder).

Als Gründungsdatum wird der 7. Februar 1991 angegeben, dennoch kann der Verein für sich beanspruchen, sich als sechsmaliger DDR-Meister und zweimaliger FDGB-Pokalsieger zu bezeichnen und damit einer der erfolgreichsten Vereine der DDR-Fußballgeschichte zu sein.

Geschichte


Der heutige Frankfurter FC Viktoria hat eine sehr bewegte Vergangenheit.

Gegründet wurde er Anfang der 1950er Jahre als Sportklub der Armee (Kasernierte Volkspolizei bzw. NVA) nach sowjetischem Vorbild und wurde zum sportlichen "Aushängeschild" der DDR-Streitkräfte.

Als einziger Verein der früheren DDR-Oberliga musste er zweimal "umziehen" und dabei mehrmals den Namen ändern.

Von der Pleiße an die Spree

Von August 1951 bis 16. Juni 1953 spielte der Verein als SV Vorwärts KVP Leipzig in der Oberliga der DDR.

Danach wurde er nach Berlin delegiert und gewann 1954 als ZSK Vorwärts KVP Berlin den Pokal. Ab der Saison 1954/55 nahm der Verein als ASK Vorwärts Berlin erneut am Spielbetrieb der Oberliga teil.

Von der Spree an die Oder

Am 18.Juni 1966 erfolgte die Ausgliederung der Fußballabteilung aus dem ASK und in Folge dessen eine erneute Umbenennung in FC Vorwärts Berlin.

Am 31. Juli 1971 wurde der Verein ("...nach einem Beschluss der Leitung des Ministeriums für Nationale Verteidigung") nach Frankfurt (Oder) verlegt und spielte fortan als FC Vorwärts Frankfurt (Oder) bis zum Abstieg 1977/78 in der Oberliga. Auf den Abstieg folgte in der darauf folgenden Saison der sofortige Wiederaufstieg.

Die Zugehörigkeit zur Oberliga endete erst wieder am Ende der Saison 1987/88, als der FC Vorwärts erneut den Gang in die Liga antreten musste.

Das Ende des Armeesportklubs

Im letzten Jahr der DDR-Oberliga 1990/91, welche während der Saison – bedingt durch die deutsche Vereinigung – zur NOFV-Oberliga wurde; spielte die zuvor soeben wieder aufgestiegene Mannschaft dann schließlich ab Februar 1991 als FC Viktoria 91 Frankfurt (Oder).

Das einzig sinnvolle Saisonziel, die Qualifikation zur 1. oder 2. Bundesliga, verfehlte der bisherige Armeesportklub deutlich – nicht zuletzt als Folge der Auflösung der NVA und dem daraus resultierenden personellen und strukturellen Substanzverlust für den Verein. Der FC Viktoria 91 Frankfurt (Oder) schloss die Saison als 14. (Tabellenletzter) ab und verschwand aus dem Blickfeld des Profifußballs.

Die neue Vereins-Ära

Mit einer Mannschaft der "Namenlosen" gelang es, den weiteren sportlichen Absturz zu verhindern und in der Saison 1991/92 in der Oberliga-Nordost Staffel Nord den 11. Platz zu belegen, womit der Klassenerhalt gesichert war. Die vorläufig letzte Umbenennung erlebte der Verein zu Beginn der Saison 1992/93 in der Oberliga Nordost. Seither lautet der neue Name Frankfurter FC Viktoria 91. Die Namensgebung erfolgte in Anlehnung an den vor dem Krieg existierenden früheren Verein Viktoria F.S.C. 04, dessen Tradition man damit aufnahm.

In den folgenden Jahren folgten jeweils am Ende der Saison drei Mal der Abstieg aus der Oberliga Nordost (1992/93, 1999/2000, 2003/04) und zweimal der Wiederaufstieg (1996/97, 2002/03).

Heute spielt die erste Mannschaft in der Verbandsliga Brandenburg.

Erfolge


Erfolge als Armeesportklub

Während der Berliner Zeit hatte der Verein seine größten Erfolge.

Er wurde sechsmaliger Meister der DDR (1958, 1960, 1961/62,1964/65, 1965/66, 1968/69) und zweimal Pokalsieger (1954 Vorwärts KVP Berlin - 2:1 gegen BSG Motor Zwickau und 1970 Vorwärts Berlin - 4.2 gegen Lok Leipzig).

Hinzu kommen noch drei Vizemeisterschaften in der Berliner (1957, 1959, 1969/70) und eine weitere in der Frankfurter Zeit (1982/83) sowie drei weitere Pokal-Endspielteilnahmen (ASK Vorwärts Berlin 1956 - 1:2 gegen SC Chemie Halle sowie FC Vorwärts Frankfurt (Oder) 1976 und 1981 - 0:3 bzw. 1:4 jeweils gegen Lok Leipzig) .

Die kurze Leipziger Ära des Vereins blieb mit den Oberliga-Tabellenplätzen 15 und 14 ohne nennenswerte Erfolge.

In der "Ewigen Tabelle" der DDR-Oberliga belegt die Mannschaft den Fünften Platz, bei Zugrundelegung der 3-Punkte-Wertung, wie dies in der offiziellen Tabelle des NOFV geschieht, sogar den Vierten.

Internationale Auftritte

Die Mannschaft nahm insgesamt 13 Mal an Europacup-Wettbewerben teil und gelangte immerhin zweimal (1969/70 im Europapokal der Landesmeister und 1970/71 im Europapokal der Pokalsieger) bis ins Viertelfinale.

Im UEFA-Cup kam es unter anderem zu zwei Begegnungen mit bundesdeutschen Teams: In der Saison 1980/81 in der zweiten Runde gegen den VfB Stuttgart (1:5 und 1:2) sowie in der Saison 1982/83 in der ersten Runde gegen Werder Bremen (1:3 zu Hause, 2:0 auswärts, durch Heim-Gegentore nach UEFA-Wertung ausgeschieden).

Insbesondere das letztere Spiel dürfte den Fans beider Mannschaften noch in Erinnerung sein, da das dritte Tor der Frankfurter, welches das Ausscheiden der Bremer aus dem Wettbewerb bedeutet hätte, erst unmittelbar nach Abpfiff des Spieles fiel.

Erfolge im Amateurfußball

Bei den Erfolgen der jüngeren Zeit gibt man sich bescheidener:

Neben der Brandenburger Landesmeisterschaft und dem jeweils damit verbundenen zweifachen Aufstieg in die Oberliga Nordost (1997 und 2003) war man Pokalfinalist im Landespokal Brandenburg in den Jahren 1996, 2000 und 2002 und Zweiter beim Verbandsliga Hallenmasters 2002.

Bemerkenswerter Weise wird auf der Homepage des Vereins wie auch in der Vereinsdarstellung des NOFV auf die erfolgreichen Zeiten im DDR-Fußball keinerlei Bezug genommen.

Bekannteste Spieler


Weblinks


Deutscher Fußballverein | Sport (Brandenburg)

 

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