Der FC Carl Zeiss JENA ist ein reiner Fußballverein aus Jena. Nach mehreren Namensänderungen (1. SV Jena, SG Ernst-Abbe Jena, SG Stadion Jena, BSG Carl Zeiss Jena, BSG Mechanik Jena, BSG Motor Jena, SC Motor Jena) wurde der Verein am 20. Januar 1966 als FC Carl Zeiss JENA neu gegründet. Der dreifache DDR-Meister hat 1.223 Mitglieder (April 2006). Aufsichtsratsvorsitzender ist Till Noack. Die Vereinsfarben sind Blau, Gelb und Weiß. Der größte Erfolg in der Geschichte des Vereins war 1981 der Einzug in das Finale im Europapokal der Pokalsieger.
In der Gauliga Thüringen bzw. Gauliga Mitte war der Klub bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs fast ohne ernsthafte Konkurrenz. Zwölfmal wurden die Jenaer Thüringer Gaumeister, viermal Meister der Gauliga Mitte. In dieser Zeit hatten sie mehrere Nationalspieler in ihren Reihen. Der erste Jenaer Auswahlspieler war Willy Krauß, der am 26. März 1911 mit der deutschen Nationalmannschaft 6:2 gegen die Schweiz gewann.
1958 wurde Georg Buschner Cheftrainer im Klub, der seit 1954 SC Motor Jena hieß. Im Oktober 1960 besiegte der Verein im Pokalfinale den SC Empor Rostock und wurde damit zum ersten Mal FDGB-Pokalsieger. Damit war Jena erstmals für den Europapokal qualifiziert. Die europäische Premiere endete am 16. Oktober 1961 in Linz gegen den walisischen Verein Swansea Town 2:2. Erst im Halbfinale gegen Atletico Madrid schied das Jenaer Team aus. 1963 wurde Buschners Team DDR-Meister, ein Erfolg, den er 1968 und 1970 wiederholte. Am 20. Januar 1966 wurde schließlich der FC Carl Zeiss JENA im Jenaer Volkshaus wiedergegründet. In den 1970er Jahren stellte Jena zahlreiche Spieler für die DDR-Nationalmannschaft. 1970 wurde Georg Buschner als Trainer der Nationalmannschaft berufen, zunächst ein Jahr lang in Personalunion mit seiner Trainerfunktion beim FC Carl Zeiss, bevor ihn 1971 Hans Meyer im Verein ablöste. In Jena spielten in dieser Zeit Spieler von internationalem Format wie Peter Ducke, Konrad Weise und Hans-Ulrich Grapenthin. Zu DDR-Zeiten war der DDR-Oberligist ein so genanntes Leistungszentrum, da sich die SED-Führung von ihm internationale Werbung für das Kombinat VEB Carl Zeiss Jena erhoffte. Zu diesem Zweck wurden über viele Jahre Spieler anderer Vereine in den FCC "delegiert".
Größter Erfolg der Vereinsgeschichte ist das Erreichen des Finales im Europapokal der Pokalsieger im Jahre 1981, welches gegen Dinamo Tiflis in Düsseldorf mit 1:2 verloren ging. Auf dem Weg ins Endspiel hatten die Jenaer den AS Rom, Valencia CF, Newport County sowie Benfica Lissabon geschlagen.
Nach 1981 blieben jedoch die großen Erfolge der beiden vorangegangenen Jahrzehnte aus. Dritte Plätze in der Meisterschaft und der Vizepokalsieg 1988 waren Höhepunkte. Im Europapokal schieden die Jenaer spätestens in der zweiten Runde aus. Am 9. November 1988 spielte der FC Carl Zeiss zum bisher letzten Mal auf europäischer Ebene (1:3-Niederlage bei Sampdoria Genua). Insgesamt bestritt der FC Carl Zeiss 87 Europapokal-Spiele, 50 davon im UEFA-Cup. Die Statistik zählt 39 Siege, 17 Unentschieden und 31 Niederlagen.
In der letzten DDR-Oberliga-Saison 1990/91 qualifizierte sich der Klub mit Platz Sechs für die 2. Fußball-Bundesliga. In der Ewigen Tabelle der DDR-Oberliga nimmt der FC Carl Zeiss JENA den ersten Platz ein.
In der darauffolgenden Saison 2005/06 erkämpfte sich der FC Carl Zeiss Jena den Aufstieg in die Zweite Bundesliga, zusammen mit Rot-Weiss Essen. Ein Durchmarsch von der Oberliga in die Zweite Bundesliga gelang vorher nur dem FC Gütersloh in der Saison 1995/96.
| Torhüter | Abwehr | Mittelfeld | Angriff |
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