Die F/A-18 Hornet ist ein zweistrahliger, allwetterfähiger trägergestützter Jagdbomber.
F18 Hornet Red Devils.jpg YF17-1.jpg|thumb|200px|Northrop YF-17 "Cobra" der NASA]]
Sie wurde in den 1970er Jahren für die US-Marine entwickelt und erfüllt ein breites Aufgabenspektrum von Begleitschutz, Flottenluftverteidigung über SEAD, Unterbindung, Luftnahunterstützung bis hin zu Aufklärung und Forward Air Control. Seit 1986 werden Hornets auch von der Navy-Kunstflugstaffel Blue Angels geflogen. Ihre Vielseitigkeit machte sie zu einem wertvollen Bestandteil der Luftkomponente einer Flugzeugträgergruppe. Einer ihrer wenigen Nachteile ist die recht beschränkte Reichweite.
Alle F/A-18 können schnell für die Rolle des Jägers oder für Bodenangriffe oder beides konfiguriert werden, indem entsprechende außen angebrachte Ausrüstung für die spezifische Einsätze ausgewählt wird. Dies gibt dem verantwortlichen Kommandeur mehr Flexibilität beim Einsatz taktischer Kampfflugzeuge in einem sich schnell verändernden Kampfszenario.
Außer der US-Marine, dem US Marine Corps und der NASA fliegen auch Australien, Kuwait, die Schweiz, Finnland, Malaysia, Kanada und Spanien die Hornet.
Nach einer Überarbeitung war aus der YF-17 bis 1983 die F/A-18 geworden, die die Erwartungen der Marine sogar übererfüllte. Für die Weiterentwicklung der YF-17 hatte sich Northrop mit McDonnell Douglas zusammengetan, da MDD über mehr Erfahrung im Bau trägergestützter Flugzeuge verfügte. Die F/A-18 war bis auf das grundlegende, von Northrop übernommene Konzept "Doppelleitwerk und zwei Triebwerke" eine MDD-Eigenentwicklung. Northrop fungierte in der Produktion nur noch als Subunternehmer. Nachdem MDD 1997 mit Boeing fusioniert wurde, kam das Hornet-Programm zum Boeing-Geschäftsbereich Integrated Defense Systems (IDS).
1978 fanden die ersten Testflüge mit F/A-18 A und B statt. Die Einführung in die Flotte erfolgte ab 1983. Ihren ersten Kampfeinsatz hatte die Hornet 1986 während der Libyen-Krise, als sie von der USS Coral Sea aus die libysche Flugabwehr niederhielten. Nach 371 gelieferten F/A-18A wurde die Produktion im September 1987 auf die verbesserten Modelle F/A-18C und D umgestellt. Sie können die neuesten Raketenversionen einsetzen und verfügen über verbesserte Gegenmaßnahmen zum Schutz vor feindlichen Bedrohungen. Seit 1989 wurden die Cockpits für bessere Nachtangriffsfähigkeiten umgebaut.
Die Schweizer Luftwaffe betreibt 33 F/A-18 C und D. Diese unterscheiden sich von den übrigen F/A-18C und F/A-18D durch einen seitlichen Suchscheinwerfer auf der linken Seite vor dem Cockpit (wie die Kanadischen F/A-18A und F/A-18B). Außerdem sind einige Strukturbauteile aus Titan gefertigt, um den vielen Landungen und Starts und der kurzen Reiseflugdauer in der Schweiz gerecht zu werden. Um die Lebenserwartung dieser verstärkten F/A-18 C/D Version zu ermitteln, betreibt die RUAG Aerospace in Emmen einen "Iron Bird" für Materialermüdungstests.
Für den Einsatz der F/A-18D aus einer Flugzeugkaverne waren keine Änderungen an den F/A-18 nötig.
Während der Operation Wüstensturm 1991 demonstrierte die F/A-18 ihre Fähigkeiten und Vielseitigkeit, als mit demselben Flugzeug während der selben Mission erst feindliche Flugzeuge abgeschossen und anschließend feindliche Ziele bombardiert wurden und dabei alle Rekorde taktischer Flugzeuge in Sachen Verfügbarkeit, Verlässlichkeit und Wartbarkeit gebrochen wurden. Die Überlebensfähigkeit des Jets wurde durch Hornets bewiesen, die direkte Treffer von Boden-Luft-Raketen einstecken mussten, aber dennoch vom Einsatz zurückkehren konnten, schnell repariert wurden und am nächsten Tag bereits wieder in der Luft waren.
Das erste der neuen Flugzeuge hatte seinen Roll-Out am 17. September 1995, gegenwärtig werden 48 Stück pro Jahr gebaut. Mit der Super Hornet soll nicht nur die seit 1997 ausgemusterte A-6E Intruder ersetzt werden, sondern auch die Grumman F-14 in der Rolle des Luftüberlegenheitsjägers. Genau dieses Vorhaben steht allerdings massiv in der Kritik. Obwohl die Super Hornet ein sehr gutes Flugzeug ist, kommt es an die Leistungsfähigkeit der F-14 im Bereich der Höchstgeschwidigkeit und der Beschleunigung nicht heran. Die nur von der Tomcat einsetzbare AIM-54 Phoenix-Rakete mit sehr hoher Reichweite soll durch eine reichweitengesteigerte Version der AIM-120 AMRAAM ersetzt werden. Die Superhornet kann mit einem Tankerbehälter auch andere Flugzeuge mit Treibstoff versorgen und so die S-3 Viking in dieser Aufgabe entlasten. Des Weiteren wird eine Variante EA-18G Growler mit Störsendern beschafft werden, die die Aufgaben der EA-6B Prowler übernimmt.
Die Hornet gehörte zu den ersten Flugzeugen, die intensiv Gebrauch von Multifunktionsdisplays im Cockpit machte. Der Pilot kann auf Knopfdruck zwischen der Rolle als Jäger oder Bomber umschalten. Erstmals in einem Navy-Flugzeug wurde ein digitaler Avionik-Bus vorgesehen, durch den die Fähigkeiten des Flugzeugs einfach erweitert werden können. Besonderes Augenmerk wurde auf gute Wartbarkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit gelegt. Die General Electric F404-GE-402-Turbine ist erheblich resistenter gegen Strömungsabrisse als ihre Vorgänger. Die F/A-18 benötigt nur noch halb so viel Zeit in der Wartung wie die Flugzeuge, die sie ersetzte. Zum Beispiel geht ein Austausch eines kompletten Triebwerks schnell von der Hand, da der Motor gut zugänglich ist und es nur drei Aufhängungspunkte gibt. Bei der A-4 Skyhawk musste dagegen noch das komplette Heck des Flugzeugs demontiert werden, um an das Triebwerk zu gelangen.
Die F/A-18C und D sind das Ergebnis eines Kampfwertsteigerungsprogramms von 1987. Sie haben verbessertes Radar, Avionik und die Möglichkeit zum Mitführen der neuen Raketen AIM-120 AMRAAM, AGM-65 Maverick und AGM-84 Harpoon. Weiterhin gehören ein Martin-Baker NACES-Schleudersitz und ein Selbstschutzstörsender zur Ausrüstung. Ein neues Synthetic Aperture Radar lässt den Piloten Bodenziele auch bei schlechter Sicht finden. Die seit 1989 gelieferten Hornets verfügten über verbesserte Nachtangriffsfähigkeit durch das Hughes AN/AAR-50 Wärmebild-Navigationsgerät, das Loral AN/AAS-38 Nite Hawk FLIR, Nachtsichtgeräte, zwei neue Farbmultifunktionsdisplays und eine digitale Farblandkarte.
Ab 1991 wurden die Flugzeuge mit dem F404-GE-402 Triebwerk ausgerüstet, das 20% mehr Schub bot. 1992 wurde das alte AN/APG-65-Radar durch das schnellere AN/APG-73 ersetzt. F/A-18A mit dem neuen Radar heißen seitdem A+. Seit 1993 gehört zum Nite-Hawk-Gerät auch ein Zielbezeichnungslaser, mit dem die Hornets das Ziel für lasergelenkte Bomben beleuchten können.
48 Hornets der D-Version sind als Aufklärer konfiguriert und firmieren als F/A-18D (RC). Anstelle des M61A2-Geschützes tragen sie ein Sensorpaket.
| F/A-18 A-D Hornet ''' | - bgcolor="#DDDDDD" | Kenngröße | Daten | - bgcolor="#EEEEEE" | Typ: | Mehrzweckangriffs- und Jagdflugzeug | - bgcolor="#EEEEEE" | Länge: | 17,07 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Flügelspannweite: | 11,43 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Höhe: | 4,66 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Flügelfläche: | 37,16 m² | - bgcolor="#EEEEEE" | Leermasse: | 10.455 kg | - bgcolor="#EEEEEE" | max. Abflugmasse: | 25.401 kg | - bgcolor="#EEEEEE" | max. Treibstoffkapazität: | 5.126 kg (intern) | - bgcolor="#EEEEEE" | Höchstgeschwindigkeit: | 1.912 km/h | - bgcolor="#EEEEEE" | Dienstgipfelhöhe: | 15.240 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Einsatzradius: | 770 km (ohne Zusatztanks) | - bgcolor="#EEEEEE" | Flugreichweite: | 3.706 km (mit Zusatztanks) | - bgcolor="#EEEEEE" | Besatzung: | A- und C-Modell: Pilot | B- und D-Modell: Pilot, Waffensystemoffizier- bgcolor="#EEEEEE" | Bewaffnung: | M61A1/A2 Vulcan 20 mm-Gatlinggeschütz; AIM-9 Sidewinder, AIM-7 Sparrow, AIM-120 AMRAAM, AGM-84 Harpoon, AGM-88 HARM, AGM-45 Shrike, SLAM, SLAM-ER, Walleye, AGM-65 Maverick-Raketen; AGM-154 Joint Standoff Weapon (JSOW); Joint Direct Attack Munition (JDAM); verschiedene Typen gelenkter und ungelenkter Bomben, Minen und Raketen | - bgcolor="#EEEEEE" | Triebwerk: | zwei General Electric F404/402-GE-400 Turbofans mit je 79,16 kN Schub | - bgcolor="#EEEEEE" | Stückpreis: | 24 Mio. US-Dollar (+Fixkosten aus der Entwicklung) | - bgcolor="#EEEEEE" |
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| F/A-18 E/F Super Hornet ''' | - bgcolor="#DDDDDD" | Kenngröße | Daten | - bgcolor="#EEEEEE" | Typ: | Mehrzweckangriffs- und Jagdflugzeug | - bgcolor="#EEEEEE" | Länge: | 18,32 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Flügelspannweite: | 13,63 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Höhe: | 4,88 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Flügelfläche: | 46,45 m² | - bgcolor="#EEEEEE" | Leermasse: | 13.865 kg | - bgcolor="#EEEEEE" | max. Abflugmasse: | 29.937 kg | - bgcolor="#EEEEEE" | max. Treibstoffkapazität: | 6.532 kg (intern) | - bgcolor="#EEEEEE" | Höchstgeschwindigkeit: | 1.912 km/h | - bgcolor="#EEEEEE" | Dienstgipfelhöhe: | 15.240 m | - bgcolor="#EEEEEE" | Einsatzradius: | 1.065 km (ohne Zusatztanks) | 1.470 km (mit Zusatztanks)- bgcolor="#EEEEEE" | Flugreichweite: | unbekannt | - bgcolor="#EEEEEE" | Besatzung: | E-Modell: Pilot | F-Modell: Pilot, Waffensystemoffizier- bgcolor="#EEEEEE" | Bewaffnung: | M61A1/A2 Vulcan 20 mm-Gatlinggeschütz; AIM-9 Sidewinder, AIM-7 Sparrow, AIM-120 AMRAAM, AGM-84 Harpoon, AGM-88 HARM, AGM-45 Shrike, SLAM, SLAM-ER, AGM-62 Walleye, AGM-65 Maverick-Raketen; AGM-154 Joint Standoff Weapon (JSOW); Joint Direct Attack Munition (JDAM); verschiedene Typen gelenkter und ungelenkter Bomben, Minen und Raketen | - bgcolor="#EEEEEE" | Triebwerk: | zwei General Electric F414-GE-400 Turbofans mit je 97,86 kN Schub | - bgcolor="#EEEEEE" | Stückpreis: | 35 Mio. US-Dollar (+Fixkosten aus der Entwicklung) | - bgcolor="#EEEEEE" |
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F/A-18 | F/A-18 Hornet | F/A-18 Hornet | F/A-18 Hornet | McDonnell Douglas F/A-18 Hornet | F/A-18 הורנט | McDonnell Douglas F/A-18 Hornet | F/A-18 (戦闘攻撃機) | F/A-18 호넷 | F/A-18 Hornet | McDonnell Douglas F/A-18 Hornet | F/A-18 Hornet | McDonnell Douglas F/A-18 Hornet | F/A-18 Hornet | F/A -18 | F/A-18黃蜂式戰鬥攻擊機
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"McDonnell Douglas F/A-18".
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