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Heute gehören zum Bistum Basel die Kantone | Aargau, Baselland, Basel-Stadt, Bern, Jura, Luzern, Schaffhausen, Solothurn, Thurgau, und Zug.
Das weltliche Fürstbistum erstreckte sich über die Jurakette vom Bielersee bis zur Burgundischen Pforte und in die Oberrheinische Tiefebene. Es war sprachlich zweigeteilt, die Mehrheit sprach französisch, deutschsprachig waren nur die Ämter Zwingen, Pfäffingen, Birseck, Biel, die rechtsrheinischen deutschen Gebiete und der fürstliche Hof in Pruntrut. Nicht weniger kompliziert war die konfessionelle Situation, der Süden war reformiert, der Norden und die deutschen Ämter katholisch. Besonders verwirrlich präsentierte sich die staatsrechtliche Situation, gehörte doch der Norden zum Heiligen Römischen Reich und bildete mit dem württembergischen Mömpelgard (Montbéliard) eine Reichsexklave zwischen Frankreich und der Schweiz. Die südlichen Ämter dagegen waren mit verschiedenen schweizerischen Orten verburgrechtet. So war die Stadt Biel mit Bern, Freiburg und Solothurn eng verbunden und zugleich ein eigener Zugewandter Ort der Eidgenossenschaft. Der Fürstbischof war nur noch nominelles Stadtoberhaupt. Das Städtchen La Neuveville und die Propstei Moutier-Garndval waren mit Bern verburgrechtet, die Prämonstratenserabtei Bellelay und das Chorherrenstift Moutier mit Sitz in Delsberg waren mit Solothurn verbündet. Die Fürstbischöfe ihrerseits waren zeitweise mit den sieben katholischen Orten verbündet. 1579 schloss Fürstbischof Jakob Christoph Blarer von Wartensee das erste Bündnis und versuchte erfolglos, als 14. Stand in den eidgenössischen Bund aufgenommen zu werden.
Unter dem Bischof Johann Konrad von Roggenbach wurde dann "die Erbauung einer Kirche, Kapitelhaus für Geschäfte und Akten und Häuser für die Domkapitulare" beschlossen. Im 1681 konnte der Arlesheimer Dom geweiht und die Domherrenhäuser bezogen werden.
Am 9. März 1794 starb Fürstbischof von Roggenbach und als sein Nachfolger wählte das Domkapitel Franz Xaver von Neveu, seit 1790 Domherr und daneben auch Pfarrer in Offenburg. Zuerst residierte der neue Fürstbischof in Offenburg und ging dann nach Konstanz zu seiner kleinen Exilregierung. Zwischen 1794 und 1797 versuchte er, die helvetischen Gebiete zu sichern und die besetzten nördlichen Gebiete zurückzuerhalten. Er hatte auch den Mut, im Sommer 1796 unangekündigt seinen Sitz von Konstanz nach La Neuveville zu verlegen, aber auf Druck Frankreichs und des benachbarten Bern musste er das Dorf wieder verlassen und siedelte ins luzernische Kloster St. Urban über. Am 17. Oktober 1797 folgte der zweite grosse Schlag gegen das Fürstbistum, als Österreich und Frankreich in Campo Formio Frieden schlossen und der Kaiser darin das ganze linke Rheinufer an Frankreich abtrat und ihm freie Hand in der Schweiz liess. Bereits am 14. Dezember marschierten französische Truppen im Süden des Bistums ein, besetzten die helvetischen Ämter eingeschlossen Biel und diese Gebiete wurden darauf zum Département du Mont Terrible geschlagen. Damit stand Ende 1797 nur noch das kleine rechtsrheinische Amt Schliengen unter der Herrschaft des Fürstbischofs. Bischof von Neveu floh Ende 1797 mit dem fürstbischöflichen Archiv von St. Urban nach Konstanz aufs Reichsgebiet und beim Einmarsch Frankreichs in die Schweiz anfangs 1798 nach Ulm, Passau und schliesslich 1800 nach Wien. Auch der zweite Koalitionskrieg brachte keine Möglichkeit zur Rückkehr in sein altes Fürstbistum. Im Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 wurden alle geistlichen Staaten ausser Mainz, dem Johanniterorden und dem Deutschen Orden säkularisiert und ihre Gebiete weltlichen Fürsten übergeben. Das fürstbischöflich-baslerische Schliengen kam an den Marktgraf von Baden. Der Fürstbischof verlor wie alle anderen Reichsbischöfe und Reichsäbte nebst seinem Land auch seinen Sitz auf dem Reichstag, bekam dafür aber wie die Domherren eine Pension. Damit hatte das Fürstbistum Basel endgültig zu existieren aufgehört.
Durch den Wiener Kongress wurde das ehemalige Gebiet des Fürstbistums jedoch verteilt, der grösste Teil mit den Jurapässen ging strategisch an den Kanton Bern und ein kleinerer Teil, das Birseck, an den Kanton Basel. Neveu hatte in Wien einen politischen Misserfolg erlitten, aber in den zwei anderen Punkten konnte er etwas erreichen. So mussten die Kantone Bern und Basel die Pensionen für ihn, seine Domherren und einige Beamte übernehmen und der wichtigste Erfolg, die Aufnahme der Garantie für die Existenz der Diözese Basel in den Schlussakten des Wiener Kongresses. Damit waren die Weichen zur Wiederherstellung des alten Bistum Basel wieder gestellt.
Neveu setzte sich weiter für die Neugründung der Diözese Basel, den Erhalt dessen Namens und Pruntrut als dessen Residenzstadt ein. Er ernannte vier Generalprovikare, denen er die Verwaltung des Bistum übertrug und zog sich immer mehr zurück. Im Jahr 1828 wurde mit einer päpstlichen Bulle endlich die Neubegründung des Bistum Basel besiegelt.
Am 23. August 1828 starb der ehemalige Fürstbischof und neue Bischof des Bistums Basel Franz Xaver von Neveu in Offenburg.
Als sein Nachfolger wurde 1828 der Generalprovikar für den Kanton Solothurn, Joseph Anton Salzmann vom Domkapitel gewählt.
Siehe auch: Liste der Bischöfe von Basel
Bistum (römisch-katholisch) Katholische Kirche in der Schweiz | Basel | Jura (Kanton)
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