Bochum_Bergbaumuseum.jpg Als Förderturm oder Fördergerüst bezeichnet man Konstruktionen aus Stahl oder Beton, welche über einem Schacht einer Tiefbauzeche errichtet wurden. Sie dienen der Beförderung von Material und Bergleuten sowie Wertmineral und Berge.
Ursprünglich wurden Fördertürme während der Industrialisierung als Fördergerüste in Holz- und später in Stahlbauweise errichtet. Der englische Bock ist ein früher Vertreter der Fördergerüste. Später prägten unzählige Fördertürme die Industrieregion des Ruhrgebiets. Hier wurden vornehmlich Malakow-Türme, Tomson-Böcke, Strebengrüste und später Hammerkopftürme errichtet.
Markante Fördertürme sind heute als Industriedenkmäler vor allem im Ruhrgebiet zu besichtigen. Der ehemalige Förderturm der Zeche Germania in Dortmund wurde nach Stillegung der Anlage dort demontiert und als neues Wahrzeichen über dem Deutschen Bergbaumuseum in Bochum aufgebaut. Der Turm wurde nach Entwürfen von Fritz Schupp ausgeführt.
Um einen Förderturm im engeren Sinne handelt es sich aber nur, wenn die Fördermaschine im Turm selbst untergebracht ist. Sonst spricht man vom Fördergerüst (siehe Foto Bergbaumuseum); die Fördermaschine ist dabei ebenerdig im neben dem Gerüst stehenden Maschinenhaus untergebracht. Von dort verläuft das Seil über die Seilscheiben im Gerüst in den Schacht hinein.
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