| Färberwaid | ||||||||||||
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| Faerberwaid.jpg | ||||||||||||
| : | Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida) |
| : | Rosenähnliche (Rosidae) |
| : | Kreuzblütlerartige (Brassicales) |
| : | Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) |
| : | Waid (Isatis) |
| : | Färberwaid |
Beim Färberwaid handelt es sich eigentlich um einen Neubürger (Neophyten). Die ursprüngliche Heimat der Pflanze ist Westasien.
Die Pflanze wird seit dem Altertum kultiviert (Färberpflanze). Die älteste schriftliche Überlieferung der Verwendung stammt von Caesar. Dieser berichtet, dass sich die Britannier mit Waid die Haut blau gefärbt hätten, um dadurch in der Schlacht ein erschreckendes, wildes Aussehen zu bekommen.
In Deutschland wird die Färberwaid seit dem 9. Jahrhundert, hauptsächlich in Thüringen angebaut. Dies war etwa bis ins 16. Jh. sehr wichtig für die Herstellung von blauem Leinen. Sie wurde dann durch die Einfuhr von echtem Indigo aus dem tropischen Schmetterlingsblütler Indigofera tinctoria zurückgedrängt. Wegen des Holzschutzeffektes (gehemmtes Pilzwachstum) eignet sich die aus Färberwaid gewonnene blaue Farbe auch zum Streichen von Türen, Deckenbalken und Kircheninnenräumen.
Aus den Wurzeln der Färberwaidpflanze wird der Waidbitterlikör hergestellt. Außerdem wird die Färberwaidwurzel (Isatidis Radix) als traditionelles chinesisches Heilmittel zur Bekämpfung von Grippeinfektionen (aber auch Masern, Mumps, Hepatitis) verwendet (chines. Bezeichnung: Banlangen). Banlangen ist vor allem während der SARS-Epidemie in China sehr gefragt gewesen; das Medikament war binnen kurzer Zeit ausverkauft.
Seit der synthetischen Herstellung von Indigo im Jahr 1880 ist auch der natürliche Indigo vom Markt verschwunden. Allerdings gab es nach der politischen Wende vor allem in Thüringen wieder eine große Nachfrage nach der blauen Farbe aus Färberwaid, um Kirchen und andere Gebäude originalgetreu restaurieren zu können.
Vajd | Woad | Värimorsinko | Pastel des teinturiers | Liwles | Wede | Vaid | Pastel | Waisse
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