article

Der Begriff Fähnlein beschreibt in Organisationen eine kleinere Anzahl von zusammengruppierten Personen. Der Begriff wurde im Militärwesen allmählich durch Kompanie ersetzt.

Als Unterformation eines Landsknechtsregiments umfasste das Fähnlein um die 400 Landsknechte. An der Spitze stand der Hauptmann. Jedes Fähnlein bestand aus mehreren Rotten.

Der Begriff findet auch bei den Pfadfindern und Wandervögeln Verwendung (siehe auch: Sippe (Pfadfinder)).

Historische Anmerkungen

Das Fähnlein war bereits im Mittelalter die Verwaltungseinheit bei Truppen, insbesondere in der Infanterie. Es zählte zunächst 400 bis 600 Mann, manchmal bis zu 1.000, in Frankreich 300 Mann, bei Frundsberg 380 Landsknechte. Diese Angaben waren jedoch die Sollstärke, die fast niemals erreicht wurde. So betrug die tatsächliche Stärke der französischen Fähnlein über lange Zeit nicht mehr als 100 bis 200 Mann.

Die Regimenter der verschiedenen Heere hatten ganz unterschiedliche Anzahl von Fähnlein:

  • 18 Fähnlein bei Frundsberg
  • 12 Fähnlein bei einer französischen Legion
  • 10 Fähnlein bei den kaiserlichen Truppen während des Schmalkaldischen Krieges

Das Fähnlein bestand aus Schützen, Pikenieren sowie Hellebardieren.

Zu Beginn des 17. Jahrhundert, also vor dem Dreißigjährigen Krieg sollte ein Fähnlein in Deutschland folgende Stärke besitzen:

  • 100 Pikeniere
  • 160 Musketiere
  • 20 Hellebardiere
  • 20 Rundtartschiere
Unter Karl V. zählte der Rahmen für ein deutsches Fähnlein:

Militärischer Verband (historisch) | Landsknecht

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Fähnlein".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld