| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_fürth.png | Fürth-Position.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken |
| Kreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 63,35 km² |
| Einwohner: | 113.606 (31. März 2006) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.793 Einwohner je km² |
| Höhe: | 296 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 90701–90768 (alt: 8510) |
| Vorwahl: | 0911 |
| Geografische Lage: | |
| Kfz-Kennzeichen: | FÜ |
| Gemeindeschlüssel: | 09563000 |
| Stadtgliederung: | 28 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung | Königstraße 88 90744 Fürth |
| Website: | www.fuerth.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Dr. Thomas Jung (SPD) |
Die Stadt Fürth (Bayern) * ist eine kreisfreie Stadt in Mittelfranken, die im Osten mit Nürnberg zusammengewachsen ist; die Zentren beider Städte liegen ca. 7 km voneinander entfernt. Gegenwärtig hat Fürth ca. 114.000 Einwohner (Stand: November 2005).
Fürth bildet mit den Städten Nürnberg und Erlangen ein Städtedreieck, das das Kernland des mittelfränkischen „Großraums“ (Ballungsgebiet) bildet und eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern ist. Gemeinsam mit ihrem Umland bilden diese Städte die Metropolregion Nürnberg, eine von 11 Metropolregionen in Deutschland.
Da Fürth (vor allem den aus Nürnberg vertriebenen) Juden Zuflucht gab, galt Fürth lange Zeit als „Fränkisches Jerusalem“.
Erlangen und Nürnberg (beide kreisfrei),Stein, Oberasbach, Zirndorf, Cadolzburg, Seukendorf, Veitsbronn und Obermichelbach (alle Landkreis Fürth)
Das Stadtgebiet von Fürth ist in 16 Stadtteile gegliedert, die zum Teil in weitere Stadtteile mit eigenem Namen unterteilt sind.
Hauptartikel: Geschichte der Stadt Fürth
Die 1007 erstmals urkundlich genannte Ansiedlung Fürth bestand vermutlich schon seit längerer Zeit, als Kaiser Heinrich II. in diesem Jahr den Ort dem neu gegründeten Domkapitel Bamberg vermachte. Der Name "Fürth" leitet sich von "Furth" ab, da erste Siedlungen um eine Furt im Rednitzgrund entstanden. Das in den folgenden Jahren zugesprochene Marktrecht ging bereits unter Heinrich III. an das benachbarte Nürnberg verloren. Auch wenn ab 1062 in Fürth wieder Markt abgehalten werden durfte, so war bereits in dieser Zeit Nürnberg von größerer Bedeutung. In den folgenden Jahrhunderten lag die Herrschaft über die Stadt zu unterschiedlichen Teilen und in wechselnden Ausgestaltungen bei dem Bamberger Domstift, den Nürnberger Burggrafen (ansbachisch) und der Nürnberger Reichsstadt. Unter diesen Bedingungen blieb es lange Zeit bei einer stark bäuerlichen Prägung des Gemeinwesens, das um 1600 wohl erst zwischen 1000 und 2000 Einwohner aufweisen konnte.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Fürth bis auf wenige Häuser niedergebrannt (siehe auch Alte Veste).
Folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen wurden nach Fürth eingemeindet:
Die Einwohnerzahl von Fürth wuchs im Mittelalter und am Anfang der Neuzeit wegen der zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte nur langsam. Im Dreißigjährigen Krieg verlor die Stadt etwa die Hälfte ihrer Bewohner. Als kroatische Soldaten 1634 Fürth anzündeten, brannte der Ort mehrere Tage lang und wurde dabei fast vollständig zerstört. Am Ende des Krieges lebten in der Stadt nur noch 800 Menschen. 1685 siedelten sich Hugenotten und reformierte Christen aus Frankreich in Fürth an. 1700 war der Wiederaufbau abgeschlossen und die Bevölkerungzahl stieg auf rund 6000.
Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann ein starkes Bevölkerungswachstum. 1800 hatte Fürth 12.000 Einwohner, bis 1895 vervierfachte sich diese Zahl auf 47.000. Im Jahre 1950 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Ende Juni 2005 lebten in der Stadt nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 113.076 Menschen mit Hauptwohnsitz - historischer Höchststand. Damit ist Fürth nach Nürnberg die zweitgrößte Stadt Mittelfrankens sowie die siebentgrößte Stadt Bayerns. Der Ausländeranteil in Fürth beträgt rund 15 Prozent (Stand 2005).
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1818 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1604 | 1.600 |
| 1648 | 800 |
| 1700 | 6.000 |
| 1795 | 12.000 |
| 1809 | 12.438 |
| 1818 | 12.700 |
| 1. Juli 1830 ¹ | 13.900 |
| 1. Dezember 1840 ¹ | 15.100 |
| 3. Dezember 1852 ¹ | 16.700 |
| 3. Dezember 1855 ¹ | 17.341 |
| 3. Dezember 1858 ¹ | 18.241 |
| 3. Dezember 1861 ¹ | 19.100 |
| 3. Dezember 1864 ¹ | 21.100 |
| 3. Dezember 1867 ¹ | 22.500 |
| 1. Dezember 1871 ¹ | 24.580 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1. Dezember 1875 ¹ | 27.360 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 31.063 |
| 1. Dezember 1885 ¹ | 35.455 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 43.206 |
| 2. Dezember 1895 ¹ | 46.726 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 54.144 |
| 1. Dezember 1905 ¹ | 60.635 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 66.553 |
| 1. Dezember 1916 ¹ | 56.967 |
| 5. Dezember 1917 ¹ | 57.282 |
| 8. Oktober 1919 ¹ | 68.162 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 73.693 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 77.135 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 82.315 |
| 31. Dezember 1945 | 86.515 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 29. Oktober 1946 ¹ | 95.369 |
| 13. September 1950 ¹ | 99.890 |
| 25. September 1956 ¹ | 98.643 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 98.332 |
| 31. Dezember 1965 | 96.125 |
| 27. Mai 1970 ¹ | 94.774 |
| 31. Dezember 1975 | 101.639 |
| 31. Dezember 1980 | 99.088 |
| 31. Dezember 1985 | 97.331 |
| 25. Mai 1987 ¹ | 97.480 |
| 31. Dezember 1990 | 103.362 |
| 31. Dezember 1995 | 108.418 |
| 31. Dezember 2000 | 110.477 |
| 30. November 2005 | 113.427 |
Die lutherischen Geistlichen der Stadt wurden von St. Lorenz in Nürnberg präsentiert. Da neben der Reichsstadt Nürnberg u. a. auch die Dompropstei Bamberg die Stadtherrschaft ausübte, gab es jedoch stets auch Katholiken – wenn auch zahlenmäßig nur sehr wenige – in der Stadt. So wurden z. B. der dompropsteiliche Amtmann und seine Bediensteten vom Deutschordenshaus Nürnberg her betreut.
Nach 1792 wurden die protestantischen Gemeinden Fürths dem königlich-preußischen Konsistorium in Ansbach unterstellt und nach dem Übergang der Stadt an Bayern wurden sie Teil der Protestantischen Kirche des Königreichs Bayern, die zunächst lutherische und reformierte Gemeinden umfasste. Die Kirchengemeinden gehörten dann zum Dekanat Zirndorf. 1885 wurde Fürth Sitz eines eigenen Dekanats, das heute zum Kirchenkreis Nürnberg gehört.
Spätestens seit dem 18. Jahrhundert nahm die Zahl der Katholiken in der Stadt wieder zu. Im Jahre 1829 konnte die erste katholische Kirche der Stadt seit der Reformation geweiht werden, die Kirche „Zu Unserer Lieben Frau“. Später entstanden weitere Pfarrgemeinden, die zunächst zum Dekanat Nürnberg des Erzbistums Bamberg gehörten. 1961 wurde Fürth Sitz eines eigenen katholischen Dekanats innerhalb des Erzbistums.
Das Verhältnis der Protestanten zu den Katholiken betrug im 20. Jahrhundert etwa zwei zu eins.
1862 erfolgte die Gründung einer jüdischen Volksschule und 1882 einer Mittelschule. Die höchste Zahl jüdischer Mitbürger wurde 1880 mit ca. 3 300 erreicht. Im Jahr 1938 wurde die Synagoge in der Reichskristallnacht zerstört und die jüdische Bevölkerung ab 1941 überwiegend deportiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde in Fürth ein DP-Lager eingerichtet für jüdische so genannte "Displaced Persons". Das Lager, in dem Ende 1945 bereits 850 Bewohner lebten, wurde im Juli 1950 aufgelöst. Die heutige Israelitische Kultusgemeinde Fürth befindet sich in der Blumenstraße 31. Der vorige Rabbiner Netanel Wurmser wurde 2002 Nachfolger von Joel Berger im Amt des Landesrabbiners für Württemberg mit Sitz in Stuttgart.
Die Sonnenscheindauer beträgt im Durchschnitt 1766 Stunden pro Jahr. Die Gustav-Adolph-Quelle liegt bei Weikershof, gleich an der Rednitz. Sie wurde 2000 wiederbelebt und mit einem Pavillon ausgestattet. Bis in die 1980er wurde die Quelle mit ihrem 19 Grad warmen Wasser für ein Schwimmbad genutzt, nach dessen Abriss floss das Wasser, immerhin 160 Liter pro Minute, ungenutzt in den Fluss.
Aufgrund des schwachen Schwefelwasserstoffgeruchs wird die Quelle auch Gaggerlasquelle (fränkischer Dialekt, etwa: „Eierquelle“) genannt.
Das Wappen der Stadt Fürth zeigt in Silber ein dreiblättriges grünes Kleeblatt. Die Stadtfarben sind weiß-grün. Das dreiblättrige Kleeblatt taucht erstmals 1562 in den Siegeln der Stadt auf, als es von einer Hand gehalten wird, welche von zwei Halbmonden beseitet ist.
Die Herkunft ist nicht geklärt, vermutlich geht die Dreiheit jedoch auf die „Dreiherrschaft“ während des Mittelalters zurück. Ab 1792 erscheinen sogar drei Kleeblätter auf einem Dreiberg. 1818 erhielt die Stadt ein neues Wappen, das ein grünes Kleeblatt umgeben von einem grünen Eichenzweig, zeigte. Dieses Wappen wurde über 100 Jahre lang geführt. 1939 wurde jedoch der Eichenzweig beseitigt. Gleichzeitig wurde eine Flagge eingeführt, die in Weiß zwei grüne Streifen und im grünen Oberteil das Wappen zeigte. Später wurde die Flagge jedoch auf die Farben Weiß und Grün vereinfacht.
Nach dem Übergang an Bayern wurde Fürth 1808 eine Stadt II. Klasse und direkt der Kreisverwaltung unterstellt. Später bezeichnete man solche Städte als „kreisfrei“. Ab 1818 wurde Fürth eine Stadt I. Klasse und somit von einem 1. Bürgermeister geleitet, dem ein 2. Bürgermeister zur Seite stand. Seit 1. Januar 1908 trägt der 1. Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister. Seit 2002 ist Thomas Jung (SPD) Oberbürgermeister.
Siehe auch: Liste der (Ober-)Bürgermeister der Stadt Fürth
Die Spielwarenindustrie ist in Fürth ein Wirtschaftsfaktor; vom kleinen Handwerkbetrieb bis zum großen Industrieunternehmen ist auf diesem Sektor alles vertreten. Eine große Bedeutung hatte in Fürth früher auch das Brauwesen. Die fünf großen Brauereien waren Humbser, Brauerei Geismann, Brauerei Grüner, Evora & Meyer und Berg Bräu. Um die vorige Jahrhundertwende agierte Fürth als Bierstadt sogar noch vor München. „Quelle“, das größte Versandhaus Europas, hat in Fürth seinen Hauptsitz.
Bei der Energieversorgung setzt Fürth zunehmend auf Solarenergie. Fürth ist Sitz des gemeinnützigen Solarinformations- und Demonstrationszentrums Solid. Seit Ende 2004 werden durch Fotovoltaikanlagen tagsüber bei Sonnenschein durchschnittlich zwei Megawatt Leistung aufgebracht, die über die Infra Fürth, dem örtlichen Energieversorger, in das Netz eingespeist werden. Die Anlage in Atzenhof auf der ehemaligen Restmülldeponie produziert mit fast 1 MW Leistung den Hauptanteil. Zu den bestehenden 103 Anlagen wurden 2004 weitere 31 in Betrieb genommen.
An der Regnitz, kurz nach dem Zusammenfluss von Pegnitz und Rednitz, wurde 2003 ein neues Pumpwerk errichtet, das die künstliche Beregnung des nordöstlich gelegenen Knoblauchslands sicherstellen soll.
Ebenfalls in Fürth ansässig ist die Computec Media AG, ein Verlag, welcher diverse Zeitschriften aus dem Bereich des Electronic Entertainment vertreibt.
Die ehemalige Zentrale an der Kurgartenstraße wurde zum Technologiepark "Uferstadt Fürth" umgebaut, in der das Technikum Neue Materialien, ein Fraunhofer-Institut, Sellbytel, die Computec Media AG sowie das Rundfunkmuseum einen Standort gefunden haben. Uvex unterhält seine Zentrale sowie die Fertigung in der Stadt. Die Siemens AG, beheimatet in München, ist auch an mehreren Standorten in Fürth zu finden. Die Spielzeugproduzenten Simba-Dickie-Group (Simba, Dickie, BIG) und Bruder sind in Fürth beheimatet. Die Brauerei Tucher hat ihren Sitz ebenfalls in Fürth. Faurecia, der größte Automobilzulieferer Frankreichs, unterhält in Fürth-Stadeln ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Abgastechnik.
Die Stadt hat neben Grundschulen alle weiterführenden Schulen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) sowie Berufliche Schulen und Sonderschulen.
Derzeit wird das über 50 Jahre alte Freibad komplett saniert. Es entsteht ein Erlebnisfreibad mit Rutschanlage. Trotz Protesten wurde der beliebte Sprungturm entfernt. Das Freibad wurde inzwischen am 24.6.06 mit eingeschränktem Betrieb geöffnet. Außerdem entsteht neben dem Freibad ein neues Thermalbad, dass Ende 2007 eröffnet werden soll. Das Hallenbad, das neue Thermalbad und das Freibad werden dann nicht mehr von der Stadt Fürth betrieben, sondern komplett privatisiert.
Auch hat Fürth eine Städtische Volksbücherei (Vobü) mit Zweigstellen, deren Bestände seit Ende 2003 über das Internet abgefragt werden können. In Burgfarrnbach gibt es Stadtbücherei und Stadtarchiv.
Das Stadttheater Fürth wird als Gastspieltheater betrieben. Das Gebäude wurde 1902 von den begehrten Wiener Theaterarchitekten Fellner und Helmer erbaut, die sich an Formen der italienischen Renaissance und des Barock orientierten.
In der Comödie Fürth im Jugendstilbau Berolzheimerianum treten nicht nur die fränkischen Kult-Komödianten Volker Heißmann und Martin Rassau auf, sondern auch Stars renommierter deutscher Boulevardtheater.
Bis ins Jahr 1982 war der 1895 errichtete Geismannsaal (Zugang Alexanderstraße) der bedeutendste und größte Saalbau in Fürth. In ihm kam auch der berühmte Poculator zur Ausschank.
Einkaufen (»Shoppen«) kann man im City-Center Fürth, in all den vielen Einzelhandelsgeschäften in der Innenstadt, im Einkaufscenter in der Kalbssiedlung, aber auch in der Grünen Halle in der Südstadt und auf den Wochenmärkten.
Mehrere Straßenzüge mit geschlossener Bebauung des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts prägen das Bild der Innenstadt, in der Altstadt im Bereich der Stadtkirche St. Michael finden sich auch Ensembles des 17. und 18. Jahrhunderts. Hervorzuheben ist die Hornschuchpromenade mit vielfältig gestalteten Wohnmietshäusern der Gründerzeit und des Jugendstils. Das historische Stadtbild setzt sich bis in die Südstadt fort, allerdings finden sich hier eher ehemalige Mietshäuser für Arbeiter, was sich in einer weniger prächtigen Fassadengestaltung niederschlägt.
Das im italienischen Stil zwischen 1840 und 1850 erbaute Fürther Rathaus erinnert stark an den Palazzo Vecchio in Florenz und ist das Wahrzeichen der Stadt.
Die katholische Kirche Unsere Liebe Frau (1824-1828) ist ein Bauwerk des Klassizismus; ebenso die evangelische Auferstehungskirche (1825/26) im heutigen Stadtpark, die als ehemalige Friedhofskirche nord-südlich ausrichtet ist. In der Südstadt befinden sich die neugotische Kirche St. Paul und die neubarocke Kirche St. Heinrich und Kunigunde. Außerdem gibt es auf der Hardhöhe die katholische Pfarrei Christkönig mit einem Kirchenbau aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Das Fürther Rathaus, mit 55 m hohem Turm im italienischen Stil, wurde von Friedrich und/oder Eduard Bürklein (die Urheberschaft ist umstritten), Schüler Friedrich von Gärtners, 1840-50 errichtet. Der Turm ist eine angepasste Nachahmung des Palazzo Vecchio in Florenz und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Der Bau des Rathauses war Folge der Erhebung zur Stadt II. Klasse, d.h. der Verleihung des Rechts auf eine eigene Verwaltung. In der Zeit des alten Reichs (vor 1806), hatte jeder der drei Herren Fürths (Domprobst von Bamberg, Rat von Nürnberg, Markgraf von Ansbach) seine Repräsentanz in Fürth (Amtshaus - heute Supermarkt am Grünen Markt, St. Michaels-Kirche, Geleitshaus - 1799 durch Neubau ersetzt, welcher der Flächensanierung zum Opfer fiel). Das vom Besitzer sog. ehemalige Rathaus 300 m südwestlich der Michaelskirche ist das alte Schießhaus (Haus der Schützengesellschaft) in dessen Obergeschoss sich die 'ganze Gemein' versammelte, falls sie sich ohne Aufsicht des domprobsteilichen Amtsmanns treffen wollte. Zur 'ganzen Gemein' gehörten alle Bürger, d.h. alle Grundbesitzer und Gewerbetreibende.
Das Empfangsgebäude des historischen Bahnhofs entwarf Eduard Rüber und es wurde 1863/1864 errichtet.
Den ehemaligen Schlachthof, jetzt Kulturforum, findet man unterhalb der Stadthalle, direkt an der Rednitz. An der Schwabacher Straße erstreckt sich eine Brauerei mit Gebäuden vom beginnenden 20. Jh.
Der Gauklerbrunnen, (2004) von Harro Frey geschaffen, am Grünen Markt ist der jüngste Brunnen der Stadt; er setzt sich aus 3 eigenständigen Figurengruppen zusammen, von denen zwei durch Wasserelemente verbunden sind.
Im Herbst 2004 wurde der Südstadtpark auf einem ehemaligen Kasernengelände dem Publikum übergeben.
Siehe auch: Kunst- und Baudenkmäler der Stadt Fürth
Berühmte Leichtathleten brachte der LAC Fürth hervor.
Die Baseball-Mannschaft Fürth Pirates stieg im Jahr 2002 in die erste Baseball-Bundesliga auf und wurde bereits in der Saison 2004 Deutscher Vizemeister.
Minigolfplätze gibt es im Stadtpark, am Main-Rhein Donau Kanal bei Burgfarrnbach und an der Pegnitz, kurz vor dem Zusammenfluss mit der Rednitz unterhalb des Stadtfriedhofes.
Siehe auch: Liste der Ehrenbürger von Fürth und Liste der Söhne und Töchter der Stadt Fürth
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