Extrusion (Lebensmittelindustrie) Erdnussflocken werden wie in Extrusion (Fertigungstechnik) beschrieben erzeugt. Das Erhitzen kommt alleine durch den großen Druck zustande.
Im Rahmen der Extrusion können auch mehrere Verfahren kombiniert eingesetzt werden, zum Beispiel wird bei der Nudelteigherstellung im Extruder der Teig aus den Zutaten gemischt, geknetet und an der Austritts-Düse in die endgültige Form gebracht. Dazu eignet sich am Besten ein gegenläufiger Doppelschnecken-Extruder.
Bei der Granulation wird der extrudierte Strang von einem rotierenden Messer direkt an der Düse abgeschnitten und erstarrt in einem Kühlluftstrom.
Extrusion (Futtermittelindustrie) Beim Extrudieren wird die vermahlene Grundsubstanz in einem Druckbehälter einer hohen Wasserdampfzugabe ausgesetzt. Hierbei steigt der Druck während des Transports durch die Schneckenwellenmaschine für ca. 10 sec auf 40 bis 60 bar und die Temperatur bis auf 180°C. Dies entspricht dem Ultra-Hoch-Temperatur -Verfahren (UHT). Der Keimgehalt der aeroben Sporenbildner (Pilze) wird drastisch reduziert. Vorhandene pathogene Keime werden bei diesem Verfahren abgetötet. Somit sind Extrudate diejenigen Futtermittel, die direkt nach der Produktion den höchsten, hygienischen Reinheitsgrad besitzen.
Aus ernährungsphysiologischer Sicht dient die Stärke im Futter bei optimalem Aufschluss durch extrudieren als schnell verfügbarer Energieträger (Kohlenhydrat). Zudem wirkt sie als Energiedepot in der Leber (Umwandlung in Fett) und entlastet den zur Energiegewinnung herangezogenen Proteinstoffwechsel. Als Ergebnis sind hier die Schonung der Nieren und die geringe Wasserbelastung zu nennen bei Fischfutter. Allerdings birgt die gute Verwertung dieser Stärke auch die Gefahr des Mästens, weshalb man bei Umstellung auf Extrudate die Futtermenge reduzieren sollte.
Aus technischer Sicht wirkt sich die Veränderung der langen und verzweigten Stärkemoleküle positiv aus. Diese Moleküle werden durch den intensiven Knetprozess im Extruder aufgebrochen und bilden dann ein lockeres Netzwerk, in das andere Nährstoffe wie Proteine oder Fette eingelagert werden können. Sie bleiben im Wasser an das stabile Extrudat gebunden.
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