Die Explosion des Oppauer Stickstoffwerkes ereignete sich am 21. September 1921 in Ludwigshafen am Rhein (heute Rheinland-Pfalz).
Armin Otto Huber, bekannt unter seinen Pseudonymen Armin Frank und Fred Larsen, beschreibt seine Beobachtungen der Katastrophe so:
Zitiert nach
Marianne Ertel (Hg.): Ludwigshafen am Rhein. Eine literarische Spurensuche. Stadtbibliothek Ludwigshafen am Rhein, 2003, ISBN 3924667365
Eine Theorie besagt, dass eine ungenügende Mischung der beiden Ausgangsstoffe Ammoniumsulfat und Ammoniumnitrat den Stickstoffdünger habe explosiv werden lassen. Ammoniumnitrat ist explosiv und findet u. a. auch Verwendung als Hauptbestandteil von sog. ANFO-Sprengstoffen. Zusätzlich verfestigten sich die entmischten Stoffe im Silo, da Ammoniumnitrat zusätzlich stark hygroskopisch ist. Beim Verladen kamen die Arbeiter mit ihren Spitzhacken nicht sehr weit, außerdem bestand im inneren Teil des Silos Einsturzgefahr durch nachrutschenden Dünger, weshalb man den Dünger mit dem Sprengstoff Dynamit auflockerte. Dies führte zu einer unplanmäßigen Initialzündung des Ammoniumnitrats mit einer anschließenden Kettenreaktion. Die Menge des Düngemittelgemisches betrug 4.500 Tonnen und entsprach der Explosivkraft einer kleinen Atombombe von ungefähr 0,1 – 0,2 Kilotonnen TNT-Äquivalent.
Ausstellungen zum Thema finden sich im Karl-Otto-Braun-Museum in Ludwigshafen-Oppau sowie im Archiv der Stadt Ludwigshafen.
Chemieunfall | Historischer Brand | 1921 | Ludwigshafen am Rhein
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"Explosion des Oppauer Stickstoffwerkes".
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