Die Exobiologie, auch Astrobiologie oder Xenobiologie genannt
Astrobiologie bezeichnet dabei den Zugang aus der Astronomie, Exobiologie den aus der Biologie, deren gemeinsames Arbeitsfeld diese Disziplin ist.
Um die Grenzen möglichen Lebens, bzw. lebenstragender Umgebungen zu ermitteln, untersucht man auf der Erde extreme Umgebungen (Vulkane, Tiefsee, luftleere Räume, chemische Belastungen) und vergleicht diese mit den Bedingungen, die auf Planeten wie dem Mars vorherrschen.
Weiter untersuchen Exobiologen Meteoriten auf Versteinerungen. Dabei wurden seit 1990 Spuren in vom Mars stammenden Meteoriten gefunden, die als Anzeichen einzelligen Lebens (vergleichbar Bakterien) interpretiert wurden. Diese Interpretation ist jedoch umstritten und nicht allgemein anerkannt.
Eine weitere Hypothese für Leben auf anderen Planeten von Dirk Schulze-Makuch geht von Mikroorganismen in der Atmosphäre der Venus aus. Begründet wird die Annahme mit einer Reihe von Indizien, die in ihrer Kombination Leben als deren Ursache nicht unwahrscheinlich machen.
Sowohl beim innersten Planet Merkur, als auch bei den weit außen liegenden Eiswelten ab Uranus, wird die Möglichkeit für Leben faktisch ausgeschlossen. Auf Merkur sind die Tag- und Nachttemperaturen (und damit auch die Schwankungen) zu extrem (-180°C bis 460°C), auf den weit äußeren Planeten ist die Temperatur dauerhaft zu tief (unter -190°C), um Leben entstehen zu lassen.
Eindeutig für Leben sprächen auch Signale außerirdischer Zivilisationen, wie sie versucht werden, mit dem SETI-Projekt zu finden. Bisher ist diesem Projekt allerdings noch kein Erfolg beschieden, auch wenn angenommen wird, dass es hunderte Zivilisationen allein in unserer Galaxie (Milchstrasse) geben könnte. Dieses Zahl wurde mit Hilfe der Drake-Gleichung ermittelt und unterliegt starken Schwankungen je nach getroffenen Annahmen.
Es gibt auch Überlegungen für sehr exotische Lebensformen, die nicht auf Kohlenstoff basieren (Kohlenstoffchauvinismus), planetare Ausmaße annehmen (Biosphäre als „ein“ Lebenwesen) oder gar im interplanetaren und interstellaren Raum leben. Diese Überlegungen werden aber meist dem Bereich der Science Fiction zugeordnet.
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