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Europäischer Stör
: Strahlenflosser (Actinopterygii)
: Knorpelganoide (Chondrostei)
: Störartige (Acipenseriformes)
: Echte Störe (Acipenseridae)
: Acipenserinae
: Störe (Acipenser)
: Europäischer Stör (Baltischer S.)
Wissenschaftlicher Name Acipenser sturio Linnaeus, 1758 Der Europäische Stör (Acipenser sturio), auch Baltischer Stör genannt, ist ein Knochenfisch aus der Gattung Störe (Acipenser).

Der Europäische Stör ist ein anadromer Wanderfisch und kommt heute nur noch sehr selten im Nordostatlantik vor. Die letzten Laichgebiete des Europäischen Störs befinden sich in der französischen Gironde. Berichte nach denen es auch noch eine Population des Europäischen Störs im Schwarzen Meer gibt, die im Rioni in Georgien ablaicht, sind unsicher.

Der Europäische Stör wird bis zu 3,4 Meter lang und kann über 300 kg wiegen. Die Farbe reicht von bräunlich-grün bis blauschwarz, die Seiten sind heller. Der Europäische Stör sieht dem Atlantischen Stör (Acipenser oxyrinchus) recht ähnlich. Diese beiden Arten sind nur von Experten sicher zu unterscheiden.

Die Nahrung wird am Gewässerboden aufgenommen. Sie besteht hauptsächlich aus verschiedenen Würmern (Annelida: Aphrodita, Tubifex, Nephtys, Stylaroides), Weichtieren, Krebsen (Garnelen, Strandkrabben, Flohkrebsen) sowie Mückenlarven und kleinen Fischen.

Noch im 19. Jahrhundert gab es zahlreiche Störe in der Nordsee und der Ostsee, im Atlantik und den dorthin mündenden Strömen wie Rhein, Elbe und Weichsel. Die wachsende Umweltzerstörung, Flussbegradigung, Schiffahrt und Überfischung rotteten den Stör in Deutschland überall aus.

Genetische Untersuchungen an Museumsmaterial zeigten, daß die Populationen in der Ostsee und ihren Zuflüssen nicht dem Europäischen Stör sondern dem Atlantischen Stör (Acipenser oxyrinchus) zuzuordenen sind. Der Europäische Stör, befand sich dort bereits vor 1200 bis 800 Jahren auf dem Rückzug. Als Grund dafür wird die sogenannte Kleine Eiszeit, vom 16. bis zum 19. Jahrhundert angenommen. Im Zuge dieser Klimaveränderung wurde es dem Europäischen Stör in der Ostsee wahrscheinlich zu kalt, denn mit cirka 20 Grad benötigt er deutlich höhere Temperaturen als sein Vetter aus dem Atlantik. Dem Atlantischen Stör genügen schon 13 Grad.

Die Wiederansiedlung der heimischen Störe in Deutschland ist mit dem Europäischen Stör im der Nordsee und ihren Zuflüßen frühestens ab 2009 geplant. Die Wiederansiedlung des Atlantischen Störs (Acipenser oxyrinchus) wird in der Oder und Ostsee bereits durchgeführt.

In den letzten Jahren werden verstärkt exotische Störarten und bastardisierte Störe für Teichzuchten und als Zierfische verkauft. Einige dieser Tiere wurden ausgesetzt oder konnten entkommen. Sie stellen in natürlichen Gewässern eine Gefahr für die beiden sehr seltenen heimischen Stör-arten dar. Die Wiederansiedlung von heimischen Stören ist durch diese ausgesetzten Tiere gefährdet. *

Der Europaische Stör war Fisch des Jahres 2001. Im Jahr 2001 war noch nicht bekannt, dass im 19. Jahrhundert in den östlichen Teilen Deutschlands der Atlantische Stör (Acipenser oxyrinchus) heimisch war.

Siehe auch: Systematik der Knochenfische, Russischer Stör, Atlantischer Stör

Weblinks


Störartige

Jeseter velký | European sea sturgeon | Esturgeon d'Europe | Storione | Sturys | Atlantische steur | Jesiotr zachodni

 

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