Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) ist ein wesentlicher Bestandteil der Europäischen Union. Sie hat unter anderem auch die Einführung des Euro ermöglicht. Ihr gehören alle EU-Länder an.
Am 1. Januar 1994 begann mit der Gründung des Europäischen Währungsinstituts (EWI) (dem Vorläufer der Europäischen Zentralbank) die 2. Stufe.
Am 1. Januar 1999 wurde die 3. Stufe der Währungsunion wirksam. Die Wechselkurse der Mitglieder der Währungsunion untereinander wurden unwiderruflich festgelegt und der Euro als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt. Dabei wurde der Euro als Bargeld mit einer Ausnahmeregelung erst drei Jahre später eingeführt. Außerdem wurde das EWS II zur Unterstützung und wirtschaftlichen Annäherung der noch nicht beigetretenen EU-Länder geschaffen.
Die Geldpolitik wird dennoch seit 1999 nicht mehr von den Zentralbanken der Mitgliedsländer betrieben, sondern vom Europäischen System der Zentralbanken (ESZB), das sich aus der EZB und den nationalen Zentralbanken zusammensetzt.
Dreizehn EU-Staaten sind nicht in der Eurozone: Dänemark, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Schweden, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern. Dänemark, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Slowakei, Slowenien und Zypern sind Teilnehmer am Wechselkursmechanismus II und können nach mindestens zweijähriger Teilnahme am WKM II und nach Erfüllung der EU-Konvergenzkriterien den Euro einführen.
Darüberhinaus ist der Euro Währung oder Leitwährung in knapp 30 weiteren Staaten bzw. Teilen von Staaten. Insgesamt nutzen damit 40 Staaten und Teile von Staaten den Euro oder eine vom Euro abhängige Währung.
Länder, die dem Euro beitreten wollen, müssen zukünftig nicht mehr die ersten beiden Stufen der EWWU durchlaufen. Sie müssen lediglich die Konvergenzkriterien erfüllen, durch die die Finanzpolitik harmonisiert werden soll, bevor sie der dritten Stufe der EWWU beitreten können.
Der Vorteil ist, dass Währungsrisiken aufgrund von Währungsschwankungen eliminiert werden, was der Wirtschaft in Form von niedrigeren Transaktionskosten zugute kommt.
Ökonomen erstellen daher eine Kosten-Nutzen-Rechnung, anhand der untersucht wird, ob Kosten oder Nutzen einer Währungsunion überwiegen. Für die Europäische Währungsunion kommen die meisten Studien zu dem Ergebnis, dass derzeit kein optimaler Währungsraum vorliegt. Einschränkend kann aber gesagt werden, dass manche Studien für den Währungsraum USA zum selben Ergebnis gelangen. Außerdem weisen manche Ökonomen darauf hin, dass die Kriterien eines optimalen Währungsraums u. U. auch erst im Nachhinein erfüllt werden (beispielsweise, indem durch die Gemeinschaftswährung vermehrt ökonomische Transaktionen zwischen den Mitgliedsstaaten stattfinden), so dass in Zukunft ein solcher optimaler Währungsraum vorliegen könnte.
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