Euklid-von-Alexandria 1.jpg Euklid von Alexandria (griechisch Eukleides; lateinisch Euclidus; * ca. 365 v. Chr. vermutlich in Alexandria; † ca. 300 v. Chr.) war ein griechischer Mathematiker.
Sein berühmtestes Werk „Die Elemente“ (griechisch Stoicheia; vermutlich um 395 v. Chr. entstanden) ist ein Buch, in dem er die Eigenschaften von geometrischen Objekten und ganzen Zahlen aus einer Menge von Axiomen (=Elementaraussagen) herleitete und das mathematische Wissen seiner Zeit zusammentrug. Mit seiner axiomatische Methode wurde er zum Vorbild für die gesamte spätere Mathematik. Viele der Resultate, die Euklid in den „Elementen“ präsentiert, stammen von früheren Mathematikern - eine seiner Leistungen besteht aber eben auch darin, dass er sie sammelte und in einer einheitlichen Form darstellte.
Seine Herkunft ist unbekannt.Möglicherweise war er ein Schüler der Platonischen Akademie, später lehrte er am Museion in Alexandria.
Historische Nachrichten zu seiner Person gibt es nur wenige; so ist im 19. Jahrhundert sogar die These vertreten worden, dass die „Elemente“ nicht von einer Person mit dem Namen Euklid stamme, sondern von einem Expertenkreis kompiliert worden sei. Allerdings wird diese Auffassung heute kaum mehr vertreten.
Das bekannte fünfte Postulat der ebenen Euklidischen Geometrie, das Parallelenaxiom, fordert, dass für jede beliebige Gerade und für jeden beliebigen Punkt, der nicht auf dieser Geraden liegt, eine eindeutige Gerade existiert, die durch diesen Punkt geht und die erste Gerade nicht schneidet.
Für die Wissenschaftsgeschichte ist die Beschäftigung mit dem Parallelenaxiom von großer Bedeutung, weil sie viel zur Präzisierung mathematischer Begriffe und Beweisverfahren beigetragen hat. Im Zuge dessen wurden im 19. Jahrhundert auch die Lücken im Euklidischen Axiomensystem offenkundig. Eine Neufassung der Axiomatik der Euklidischen Geometrie findet sich in David Hilberts Werk „Grundlagen der Geometrie“ (1899).
Weitere erhaltene Schriften sind: "Dedomena" (Algebra), "Optika", "Über die Teilung der Figuren"(auszugsweise erhalten in einer arabischen Übersetzung). Von weiteren Werken sind nur die Titel bekannt: U.a. "Pseudaria" (Trugschlüsse), "Katoptrika" und "Phainomena" (Astronomie).
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