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Eugen-langen.jpg Carl Eugen Langen (* 9. Oktober 1833 in Köln; † 2. Oktober 1895 bei Elsdorf/Rheinland) war Unternehmer, Ingenieur und Erfinder und maßgeblich an der Entwicklung des Ottomotors und der Wuppertaler Schwebebahn beteiligt.

Leben und Werk


Eugen Langen ist der bedeutendste Sohn des Zuckerfabrikanten Johann Jakob Langen. J. J. Langen hatte sich 1845 mit der Übernahme der Zuckerfabrik Schleußner und Heck selbstständig gemacht. Er führte die Firma mit seinen Söhnen Karl Otto, Gustav und Emil als „J.J. Langen & Söhne“. 1858 trat Eugen Langen für seinen Bruder Emil in die Firma ein.

1864 wurde Eugen Langen auf Nikolaus August Otto aufmerksam, der in seiner Freizeit an der Verbesserung des von dem Franzosen Étienne Lenoir erfundenen atmosphärischen Gasmotor arbeitete. Der technisch ausgebildete Eugen Langen erkannte das Potential von Ottos Entwicklung und gründete bereits einen Monat nach dem Treffen die erste Motorenfabrik der Welt, "N.A. Otto Cie". Auf der Pariser Weltausstellung von 1867 erhielt ihr verbesserter Gasmotor die Goldmedaille.

Nachdem diese erste Fabrik Pleite ging, gründete Langen in Köln-Deutz mit Fremdkapital eine neue Firma für den Bau von Gasmotoren, die jetzige Deutz AG, welche lange Zeit als Klöckner-Humboldt-Deutz-Werke (KHD) bekannt war. Ottos Schulden von 18 000 Talern übernahm Eugen Langen. Um die Produktion zu sichern, holte Langen die Mechaniker Wilhelm Maybach und Gottlieb Daimler für neun Jahre nach Köln. Hier konnte Otto seine alte Idee eines Viertaktmotor zur Produktionsreife führen.

1870 gründete Langen mit Freunden die Firma Pfeifer & Langen, eine bis heute bestehende Zuckerfabrik.

Auch auf dem Bereich des Schienenfahrzeugbaus war Langen erfolgreich: Er war Mitbesitzer und Ingenieur des Kölner Waggon- und Triebwagenbauers Van der Zypen & Charlier. In dieser Eigenschaft setzte sich Langen am 28. Dezember 1894 mit seinem Schwebebahnprojekt gegen Mitbewerber durch und wurde dadurch zum Vater und Erfinder der Wuppertaler Schwebebahn.

Fast zeitgleich war er für den Bau der Schwebebahn Dresden verantwortlich. Es handelt sich im Gegensatz zur 13,3 km langen Wuppertaler Talstrecke in Dresden um eine Berg-Seilschwebebahn, die 274 m lang ist. Sie fährt ebenfalls heute noch. Die Bezeichnung Schwebebahn stammt von Langen selbst: „Ein System der hängenden Wagen. Ich habe das Ding "Schwebebahn" getauft.

Eugen Langen starb am 2. Oktober 1895 auf seinem Landsitz Haus Etzweiler bei Elsdorf an den Folgen einer Fischvergiftung, die er sich bei der Einweihungsfeier des Nord-Ostsee-Kanals zugezogen hatte. Seine letzte Ruhestätte befindet sich in einem Familiengrab auf dem Kölner Melaten-Friedhof.

Heute sind in Wuppertal eine Schule und eine Straße nach Eugen Langen benannt, ebenso gibt es in Köln eine Eugen-Langen-Straße. Ein Denkmal hat ihm die Stadt Köln 1990 gesetzt, als sie ihn als Steinfigur auf dem Kölner Ratsturm verewigte, mit einem Motorkolben in den Händen und einer Zucker-Packkiste und einem Zuckerhut zu seinen Füssen. Gestaltet wurde die Figur vom Kölner Bildhauer Theo Heiermann.

Weblinks


Mann | Deutscher | Ingenieur, Erfinder, Konstrukteur | Unternehmer (Industrie) | Geboren 1833 | Gestorben 1895

 

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