Die Etsch (ital. Adige, ladinisch Adiç, bei den Römern Athesis) ist der zweitlängste Fluss Italiens und befindet sich in Südtirol und Oberitalien.
VinschgauBeiTschars.jpg Ein Arm der Etsch zweigt bei Legnago nach Süden zum Tartaro ab und mündet in den Valli Grandi in diesen, ein weiterer Arm verzweigt oberhalb von Castelbaldo nach Süden und fließt als Canale Bianco nach Osten, ist mit dem Po Grande verbunden und fließt schließlich in den Po di Levante. Ein dritter Arm, der Naviglio Adigetto, zweigt bei Badia nach Südosten ab und fließt im Po-Delta diesem zu.
Die Etsch selbst mündet bei Porto Fossone in das Adriatische Meer und begrenzt das Po-Delta nach Norden.
Die Etsch hat eine Länge von 415 km, 220 davon verlaufen in Südtirol. Ab der Eisackmündung ist der Fluss auf einer Länge von 297 km schiffbar, hier weist er eine Breite von 78 m auf. Bei Verona sind es schon 120 m und weiter unten ist der Hauptarm etwa 260 m breit, die Tiefe des Flusses liegt meist zwischen drei und fünf Metern. Der Höhenunterschied, den sie von der Quelle bis Mals zurücklegt liegt bei 630 m, weiter bis Meran sind es nochmals 279 m. Bis Legnago liegt ihr Gefälle zwischen 1:510 und 1:1.200, im Unterlauf in der Ebene zwischen 1:6.000 und 1:12.000.
Der Vers „Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt“ aus der ersten Strophe des Deutschlandlieds bezeichnet bestimmte historische Siedlungsgrenzen der deutschsprachigen Volksgruppen. Das am Oberlauf der Etsch gelegene Südtirol ist nach wie vor mehrheitlich deutschsprachig.
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