| Strukturformel | |
|---|---|
| Oxiran.png | |
| Allgemeines | |
| Name | Ethylenoxid |
| Andere Namen | 1,2-Epoxyethan, Oxiran, Dimethylenoxid |
| Summenformel | C2H4O |
| CAS-Nummer | 75-21-8 |
| UN-Nummer | 1040 |
| Kurzbeschreibung | farbloses Gas |
| Eigenschaften | |
| Molmasse | 44,05 g/mol |
| Aggregatzustand | gasförmig |
| Dichte | 0,89 g/cm³ (20 °C) |
| Schmelzpunkt | -112 °C |
| Siedepunkt | 11 °C |
| Dampfdruck | 1400 hPa (20 °C) |
| Löslichkeit | in Wasser: leicht löslich |
| Explosionsgrenze | UEG: 2,6%; OEG: 100% |
| Flammpunkt | -57°C |
| Zündtemperatur | 429°C |
| Sicherheitshinweise | |
| R- und S-Sätze | R: 45/46-23-12-36/37/38 |
| MAK | TRK-Wert 1 ppm |
| Wassergefährdungsklasse | WGK 2 - wassergefährdend |
Ethylenoxid (kurz EO) ist ein farbloses, hochentzündliches Gas mit süßlichem Geruch. Es ist ein wichtiges Zwischenprodukt bei der Herstellung von Ethylenglykol und anderen Chemikalien. Ethylenoxid wird als Desinfektionsmittel für Nahrungsmittel und medizinische Geräte verwendet.
Nach IUPAC wird es 1,2-Epoxyethan genannt. Ethylenoxid wird auch Oxiran oder Dimethylenoxid genannt.
Im Ersten Weltkrieg erlangte Ethylenoxid industrielle Bedeutung als Vorläufersubstanz für das Kühlmittel Ethylenglykol und die chemische Waffe Lost (Senfgas).
1931 entdeckte Theodore Lefort, ein anderer französischer Chemiker, die Herstellung von Ethylenoxid direkt aus Ethen und Sauerstoff mit Silber als Katalysator.
Die übliche Ausbeute bei diesem Verfahren ist vom verwendeten Katalysatortyp abhängig und liegt auch in der großindustriellen Herstellung zwischen 80 - 90 %. Die parallel ablaufenden Nebenreakion sind die Totaloxidationen von Ethylen als auch schon gebildetem Etyhlenoxid zu CO2.
Dennoch ist das meiste Ethylenoxid ein Zwischenprodukt bei der Herstellung anderer Chemikalien. Die Hauptmenge des Ethylenoxid wird für die Produktion von Ethylenglykol eingesetzt, welches ein weitverbreitetes Kühl- und Frostschutzmittel für Fahrzeuge ist. Weiter wird es für die Herstellung von Polyestern (beispielsweise PET) benötigt.
Ethylenoxid kann zu Polyethylenglykol (auch Polyethylenoxid) polymerisieren, welches ein ungiftiges und gut wasserlösliches Polymer ist. Es ist ebenfalls wichtig für die Herstellung von Tensiden (siehe Nichtionische Tenside).
Eine Kategorie von Ethylenoxidderivaten, die große wissenschaftliche Aufmerksamkeit erregt hat, sind die Kronenether, welche zyklische Oligomere des Ethylenoxids sind. Diese Verbindungen haben die Fähigkeit, ionische Substanzen in unpolaren Lösungsmitteln löslich zu machen, in welchen sie sonst unlöslich sind. Aufgrund hoher Kosten bleibt die Verwendung dieser Substanzen auf Laboranwendungen begrenzt.
Ethylenoxid wird normalerweise druckverflüssigt in Kombination mit 10% Kohlenstoffdioxid gelagert. Bei Normaldruck und Zimmertemperatur verdunstet es sehr schnell und verursacht Frostverbrennungen auf der Haut.
Labortiere, die ihr Leben lang Ethylenoxid ausgesetzt sind, haben ein höheres Risiko an Leberkrebs zu erkranken.
Bei Tieren hat es zahlreiche Fortpflanzungsdefekte wie Mutationen oder Fehlgeburten ausgelöst. Der Einfluss auf die menschliche Fortpflanzung ist noch nicht genau untersucht, es gilt aber als wahrscheinlich, dass die gleichen Effekte wie im Tierversuch auftreten.
Αιθυλενοξείδιο | Ethylene oxide | Óxido de etileno | Oxyde d'éthylène | Ossido di etilene | エチレンオキシド | Etheenoxide | Окись этилена | 环氧乙烷
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