Ethnologen (Völkerkundler) betreiben historische und systematische Kulturwissenschaft, wobei sie Kultur als die „Gesamtheit der für eine ethnische Gruppe typischen Lebensformen“ definieren. Zu Beginn der Ethnologie als Wissenschaft befasste sich diese primär mit der Kultur vorindustrieller, außereuropäischer Völker (siehe Indigene Völker). Heute hat sich das Arbeitsfeld von Ethnologinnen und Ethnologen auf die interkulturelle Kommunikation von Gruppen und Schichten innerhalb einer Gesellschaft erweitert und ist in diesem Sinne als Sozialbereich der Soziologen aufzufassen. Das Fachgebiet ist die Ethnologie. In den letzten Jahren befasste sich die Ethnologie auch zunehmend mit komplexeren Gesellschaften bis hin zu den modernen Industriegesellschaften.
Regelstudienzeiten liegen für den Magister zwischen 8 und 9 Semestern, für den Bachelor bei 6 Semestern. Die durchschnittliche Studiendauer betrug bis zum Jahr 2002 11,7 Semester.
Während des Studiums werden teilweise außeruniversitäre Praktika verlangt.
An den meisten Universitäten erhalten die Studierenden der Ethnologie am Ende ihres Studiums ein Lizenziat Phil I. Einige Universitäten bieten jedoch bereits das neue Bachelor/Master)-System an. Eine Übersicht findet sich unter *.
Siehe auch: Liste von Ethnologen, Ethnisierung
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"Ethnologe".
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