| Deutscher Estragon | ||||||||||||||
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| Estragon2_1511.jpg | ||||||||||||||
| : | Asternähnliche (Asteridae) |
| : | Asterales |
| : | Korbblütengewächse (Asteraceae) |
| : | Asteroideae |
| : | Anthemideae |
| : | Artemisia |
| : | Deutscher Estragon |
Es ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 60 bis 150 cm erreicht.
Da Estragon den krebserzeugenden und erbgutschädigenden Stoff Estragol enthält, sollte sein Verzehr minimiert werden. *
Traditionell verwendet man die jungen Triebe oder die Blätter zum würzen, die mehrmals im Jahr geerntet werden können. Da der Gehalt an würzenden ätherischen Ölen kurz vor der Blüte am höchsten ist, werden die 20 bis 30 cm langen Triebspitzen zu diesem Zeitpunkt abgeschnitten.
Estragon wird zur Aromatisierung von Essig und Senf verwendet und zum Würzen von eingelegten Gurken. Ansonsten benutzt man ihn zum Würzen von Geflügel, Reis oder gekochtem Fisch. Außerdem wird er bei der Herstellung der Sauce Béarnaise und in vielen anderen Saucen verwendet.
Estragon, in einigen Gebieten auch Bertram genannt, gilt als das einzige traditionelle deutsche Küchengewürz, das von den Römern noch nicht verwendet wurde. Die ältesten Hinweise über seine Verwendung als Gewürze stammen aus China, und zwar aus dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend. Später würzten die Araber damit ihre Speisen. Ob sie den Estragon selbständig in Kultur nahmen oder ob sie ihn von den Chinesen übernahmen, ist nicht zu entscheiden.
Im nahen Osten wird er erstmals Mitte des 12. Jahrhunderts erwähnt, die erste Nachricht über den Estragon im Abendland gibt der Italiener Simon Genuensis zu Ende des 13. Jahrhunderts.
Der Begriff Estragon stammt vom arabischen/persischen Wort tarhun/tarchun. Zur Zeit der Kreuzzüge kam der Begriff dann nach Europa; Im 13. Jahrhundert erschien das Wort im Mittellateinischen vorerst in medizinischen Texten in der Abwandlung tarcon, woraus sich seit 1592 das spanische taragona bildete. Weitere Nennungen gibt es im Ungarischen (tárkony), Sizilianischen (straguni), im Neapolitanischen (stregoni) und im Venezianischen (erba stragon). Im Französischen bildete sich ab 1564 estragon, im Spanischen ab 1762 estragón.
Da eine medizinische Wirksamkeit nicht belegt ist und auf Grund der Risiken durch das enthaltene Estragol, kann eine therapeutische Anwendung von Estragon nicht vertreten werden.
Estragon wirkt verdauungs- und gallenflussfördernd sowie harntreibend und enthält viel Kalium. Es wurde als Heilpflanze bei Wassersucht, Nierenträgheit, bei Appetitlosigkeit, Magenschwäche und Blähungen gebraucht. Er galt sogar einst als ein Heilmittel, das vor Schlangenbissen schützen sollte. Als Hausmittel lindert Estragonöl Rheuma und Muskelkrämpfe.
Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl (Estragol, Phellandren, Ocimen), Gerbstoffe und Bitterstoffe.
Vermehrung: Durch Wurzelteilung im Frühjahr. Im Sommer Ableger nehmen.
Siehe auch: Liste der Küchenkräuter und Gewürze
Korbblütengewächse | Gewürzpflanze | Heilpflanze | Gewürz
طرخوم | Тарос | Pelyněk estragon | Estragon | Tarragon | Drakunkolo | Artemisia dracunculus | Rakuuna (kasvi) | Estragon | Tárkony | Peletrūnas | Dragon | Estragon | Тархун | Bylica estragon | Estragão | Эстрагон | Pehtran | Dragon (växt)
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