| Wappen | Karte | - bgcolor="#FFFFFF" | Wappen Esslingen am Neckar.png | Karte_esslingen_in_deutschland.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | - bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | - bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Stuttgart | - bgcolor="#FFFFFF" | Region: | Stuttgart | - bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Esslingen | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeart: | Große Kreisstadt | - bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | - bgcolor="#FFFFFF" | Niedrigster Punkt: | 241 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 46,43 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 92.299 (31. Dez. 2004) | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 1.988 Einwohner/km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 21,4 % | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 73701–73734 (alte PLZ: 7300) | - bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 0711 | - bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | ES | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 1 16 019 | - bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | Kernstadt und 23 Stadtteile | - bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 2 73728 Esslingen | - bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.esslingen.de | - bgcolor="#FFFFFF" | ||
| Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Dr. Jürgen Zieger (SPD) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Esslingen ist Station am baden-württembergischen Abschnitt der Deutschen Fachwerkstraße.
Esslingen hat eine Gemarkungsfläche von 4643 Hektar. Davon bestehen 1193 Hektar aus Wald und 112 Hektar aus Gewässern. Auf 93 Hektar werden Weinreben angebaut. 1662 Hektar sind bebaute Grundstücke, auf denen die etwa 90.000 Einwohner leben, mit Straßen, Plätzen, Wegen und Eisenbahn. Die Stadt erstreckt sich über eine Höhenlage von 230 Meter im Neckartal bis 498 Meter im Schurwald.
Vom 13. Jahrhundert bis zum 16. Jahrhundert kam es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen der freien Reichsstadt Esslingen und den Württembergern. Im Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 kam etwa die Hälfte der Bevölkerung durch Hunger und Seuchen um. Der 6. September 1802 besiegelte das Ende der Unabhängigkeit Esslingens, als die Stadt im Zuge mehrerer Friedensschlüsse von württembergischem Militär in Besitz genommen wurde.
Der Anfang des 19. Jahrhunderts in Esslingen war geprägt von der Industrialisierung. In der Stadt wurden eine Handschuhindustrie, die Sektkellerei Kessler, das Esslinger Nahrungsmittelgewerbe, eine Textilindustrie und die Metallindustrie gegründet. Am 20. November 1845 fuhr die erste Eisenbahn von Cannstatt nach Esslingen.
1933 wurde der Gemeinderat von Esslingen im Zuge der Gleichschaltung von den Nationalsozialisten aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen etwa 47.000 Personen (überwiegend Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten) zu. Es entstanden Siedlungen in Oberesslingen und auf dem Zollberg, um die Wohnungsnot zu lindern.
1973 wurde Esslingen am Neckar der Sitz des neuen, um den Landkreis Nürtingen erweiterten Landkreises Esslingen.
Esslingen am Neckar hat Stadttürme aus dem Mittelalter, eine „Burg“ (eigentlich die Reste der früheren Stadtbefestigung mit „Dickem Turm“) und eine Altstadt mit Jahrhunderte alten Fachwerk- und Steinhäusern, die von einer wechselhaften Geschichte zeugen.
Am Hafenmarkt steht Deutschlands älteste zusammenhängende Fachwerkhäuserzeile aus dem 14. Jahrhundert.
Im 6. Jahrhundert wurden die Alemannen von den Merowingern unter König Chlodwig I. unterworfen und das Gebiet fiel an die Merowinger. Die Alemannen übernahmen jedoch auch unter fränkischer Oberherrschaft Verwaltungsaufgaben und bildeten ein Herzogtum im Frankenreich. Im 8. Jahrhundert versuchten sie wieder eine selbständige Herrschaft herzustellen. Der Versuch scheiterte 746 bei Cannstatt. Mit dem anschließenden Blutgericht wurde das Ende des alemannischen Herzogtums markiert.
In einer forschungsgeschichtlich bedeutenden archäologischen Grabung konnten durch Günter Fehring die Reste der Vitalis-Cella unter der Kirche St. Dionysius ergraben werden. Siedlungsbelege im Umfeld der Cella reichen bis in die späte Merowingerzeit. Älter sind die Reihengräberfelder in Oberesslingen und Sirnau.
Etwa von 950 bis 1050 war Esslingen Münzprägestätte. Aus dieser Zeit existieren nur wenige Aufzeichnungen.
1213 schenkte Kaiser Friedrich II. die Esslinger Stadtkirche dem Domkapitel Speyer.
Im 13. Jahrhundert wurde in Esslingen mit dem Bau vieler großer Gebäude begonnen. Klöster wurden gebaut, die Brücke über den Neckar stammt aus dieser Zeit und die Kirche St. Vitalis wurde ausgebaut. 1229 wurde in einer Schenkung an das Kloster Salem erstmals das Esslinger Stadtrecht und das Amt des Schultheiß genannt.
Mit dem Reichtum kam auch die Gegenbewegung der Bettelorden in die Stadt. Unter anderen predigten Dominikaner, Franziskaner und Karmeliter Armut, Buße und Sorge um das Seelenheil. Sie erhielten große Schenkungen und Nachlässe in reichem Ausmaß mit denen sie Klöster und Kirchen errichteten.
Stadtarchäologische Untersuchungen haben zum Aufstieg der Stadt in der Stauferzeit wichtige Quellen erschlossen.
1312 unterwarf sich Stuttgart neben anderen Städten Württembergs dem Reich und der Stadt Esslingen.
1448 bis 1454 führten Zollstreitigkeiten mit Graf Ulrich V. von Württemberg zum großen Städtekrieg der von den Württembergern gewonnen wurde.
1473 schlossen Esslingen und die Grafen von Württemberg einen Vertrag, der die Esslinger von Steuern auf ihre in der Grafschaft gelegenen Besitztümern befreite. Der Vertrag hatte Bestand bis zum Verlust der Reichsunmittelbarkeit.
Bereits 1472/73, kurz nach dem Tod von Johannes Gutenberg, eröffnete Conrad Feyner mit der Esslinger Offizin die erste Druckerei von Esslingen.
1519 fanden die letzten Kämpfe zwischen Esslingen und Württemberg statt und setzten den politischen Ambitionen der Stadt ein Ende.
Der 6. September 1802 besiegelte das Ende der Unabhängigkeit Esslingens, als die Stadt im Zuge mehrerer Friedensschlüsse von württembergischem Militär in Besitz genommen wurde. Am 23. November des gleichen Jahres folgte die Zivilinbesitznahme. Esslingen wurde Sitz eines Oberamts.
Bei Beginn des Eisenbahnbaus in Württemberg wurde Esslingen Endstation des ersten Bauprojekts, der Zentralbahn Ludwigsburg–Stuttgart–Esslingen. Der erste Zug erreichte Esslingen (von Cannstatt aus) am 20. November 1845. Der Esslinger Zweig der Zentralbahn wurde wenig später in Richtung Ulm ausgebaut, wobei das erste Teilstück Esslingen–Plochingen am 14. Dezember 1846 eingeweiht wurde. Der Ausbau der Eisenbahn durch das Königreich Württemberg führte zur Gründung der Maschinenfabrik Esslingen.
Durch die Industrialisierung veränderte sich Mitte des 19. Jahrhunderts das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Gegensätze wurden stärker und führten 1848 während der Märzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes zur Gründung des ersten Arbeitervereins in Esslingen durch August Hochberger.
1865 entstand am linken Neckarufer die Pliensauvorstadt.
1869 wurde in Esslingen der erste gewerkschaftliche Verband der Textilarbeiter in Württemberg gegründet. Die Stadt wurde bis zum Ersten Weltkrieg Hochburg der württembergischen Arbeiterbewegung.
1894 wurde das erste Arbeitsamt Deutschlands in Esslingen gebaut.
1922 bildete sich in Esslingen bereits eine Ortsgruppe der NSDAP.
1938 wurde im Zuge der Verwaltungsreform das bisherige Oberamt Esslingen in den Landkreis Esslingen überführt und um einige Gebiete vergrößert. Vor allem kamen einige Gemeinden auf den Fildern (bisher Amtsoberamt Stuttgart) und im Schurwald (bisher Oberamt Schorndorf) zum Kreisgebiet.
In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge im Heppächer geschändet. Jüdische Mitbürger wurden zur Vernichtung in den Osten deportiert.
1. Januar 1939. Der Städtische Verkehrsbetrieb Esslingen, ein Eigenbetrieb nach Paragraph 103 der Gemeindeordnung, wird auf Rechnung der Stadt Esslingen geführt.
Esslingen wurde nach der neuen Gemeindeordnung zur „unmittelbaren Kreisstadt“ erklärt.
Bis 1947 zogen etwa 47.000 Personen (überwiegend Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten) in die Stadt zu. Durch Siedlungen in Oberesslingen und auf dem Zollberg wurde die Wohnungsnot gemildert. In Oberesslingen, Sirnau und Zell entstanden neue Industriegebiete. So wurde das starke Wachstum der Stadt ermöglicht.
Da die Stadt bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts mehr als 20.000 Einwohner hatte und auch „unmittelbare Kreisstadt“ war, wurde Esslingen am Neckar mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Großen Kreisstadt erklärt.
Als die Arbeitsnachfrage in den 60er und 70er Jahren groß war, wurden viele südeuropäische Arbeitnehmer nach Esslingen geholt.
Die Neckarbrücken Esslingens und die Ringstraßen Ost und Nord wurden in den 60er Jahren gebaut.
Am 13. Juni 1961 rückte Esslingen in der Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit, als unweit des Hauptbahnhofs zwei Züge frontal zusammenprallten. Bei diesem Unglück verloren 35 Menschen ihr Leben. Siehe auch bei Katastrophen im Schienenverkehr.
Am 1. Januar 1973 wurde Esslingen am Neckar Sitz des vor allem um das Gebiet des bisherigen Landkreises Nürtingen vergrößerten Landkreises Esslingen.
Am 1. Mai 1974 wurde Berkheim eingemeindet. Zuvor hatten Bürgermeister Wilhelm Deuschle (Berkheim) und Oberbürgermeister Eberhard Klapproth (Esslingen) den Eingliederungsvertrag unterzeichnet. Damit wurde auch die so genannte unechte Teilortswahl eingeführt, womit gewährleistet wurde, dass immer eine festgelegte Anzahl Berkheimer in den Esslinger Gemeinderat einzog. Im Vertrag wurde auch aufgenommen, dass im Rathaus von Berkheim eine eigene Ortsverwaltung erhalten bleibt.
Am 1. Juli 1974 wurde Zell eingemeindet, wobei sich der Vertrag am Berkheimer Modell orientierte. Esslingen war nach dem Krieg unter den größeren schwäbischen Städten die Stadt mit dem höchsten KPD-Anteil. Auch nach dem Verbot der KPD 1956 war Esslingen Ort intensiver linker Tätigkeit.
1979 fanden in Esslingen die Heimattage Baden-Württemberg statt.
1995 stiftete Esslingen den Theodor-Haecker-Preis für politischen Mut und Aufrichtigkeit.
1997 – Der Esslinger Weihnachtsmarkt ist zum ersten Mal auch Mittelaltermarkt.
Mai 2002 – Als eine der ersten Stadtverwaltungen hat Esslingen einen barrierefreien Internetauftritt.
14. September 2002. Die Esslinger Bahnhofstraße wird zur Fußgängerzone und zieht mit Cafés, großen Einkaufszentren, mehreren Lokalen und kleinen Läden Leute aus der ganzen Region an.
15. September 2005. Das neue Kultur- und Kongresszentrum Neckar Forum mit Hotel wird mit einem Festakt mit Ansprache des Ministerpräsidenten Günther Öttinger eröffnet.
Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung der Stadt sehr schnell. Lebten 1803 erst 7.000 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 27.000. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg führten die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten innerhalb eines Jahres zu einem Anstieg der Einwohnerzahl um 15.000 Personen auf 65.000 im Oktober 1946. Im Jahre 1974 erreichte die Bevölkerungszahl auf Grund der Eingemeindung von Berkheim und Zell mit 97.029 ihren historischen Höchststand. 2004 lag der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung nach Angaben der Stadtverwaltung bei 20,5 Prozent (18.304 Personen). Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Esslingen nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 92.261 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).
Etwa 39 % (35.100) der Einwohner Esslingens sind evangelisch und rund 27 % (24.300) katholisch. Daneben gibt es unter anderem auch eine griechisch-orthodoxe Gemeinde, Moslems, Juden und viele weitere Gemeinden in der Stadt. Esslingen hat traditionell Präsenzen vieler bibeltreuer Bewegungen wie Christadelphia. Als Esslingen im Jahr 777 zum ersten Mal erwähnt wurde, gehörte die Stadt dem Abt Fulrad von Saint-Denis. Später kamen Bettelorden in die Stadt. Unter anderen predigten Dominikaner, Franziskaner und Karmeliter in Esslingen.
Der erste evangelische Pfarrer wurde in Esslingen 1526 angestellt. Ab 1531 wurde die freie Predigt zugelassen und der Reformator Ambrosius Blarer eingestellt. 1532 wurde in einem Bildersturm die Innenausstattung der Kirchen zerstört.
In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge im Heppächer geschändet. Jüdische Mitbürger wurden zur Vernichtung in den Osten deportiert.
Nach mehrjährigen Verhandlungen wurde 2004 der Bau einer Moschee genehmigt.
Vom Gemeinderat werden drei Beigeordnete als allgemeine Stellvertreter des Oberbürgermeisters gewählt. Diese sind im Augenblick als Erster Bürgermeister Wilfried Wallbrecht, der den technischen Bereich (Dezernat II) leitet, Bürgermeister Bertram Schiebel in der Finanzverwaltung (Dezernat III) und Bürgermeister Dr. Markus Raab für das Ordnungs-, Sozial-, Kultur- und Schulwesen (Dezernat IV).
Stadtoberhäupter von Esslingen seit 1803
- style="background:#ddeeff" | Esslingen_am_Neckar_Stimmzettel_2004.jpg Stimmzettel 2004 | - style="background:#ccddee" | Wahlergebnisse der Gemeinderatswahlen | - style="background:#ccddee" | 24. Oktober 1999 | 13. Juni 2004 | - style="background:#ddeeff" | Partei | 1999 | Sitze | Partei | 2004 | Sitze | - style="background:#ddeeff" | CDU | 34,0 % | 15 | CDU | 31,5 % | 13 | - style="background:#ddeeff" | SPD | 31,8 % | 14 | SPD | 25,7 % | 11 | - style="background:#ddeeff" | FUW | 17,1 % | 7 | FUW | 18,4 % | 8 | - style="background:#ddeeff" | GRÜNE | 9,6 % | 4 | GRÜNE | 13,7 % | 5 | - style="background:#ddeeff" | REP | 4,8 % | 2 | REP | 4,5 % | 1 | - style="background:#ddeeff" | FDP | 2,7 % | 1 | FDP | 3,7 % | 1 | - style="background:#ddeeff" | FÜR Esslingen | 2,63 % | 1 | - style="background:#ddeeff" | Wahlbeteiligung | - bgcolor=#CCDDEE | 49,03 % | 49,44 % |
Der Esslinger Gemeinderat hat 40 Sitze. Deshalb hatte jeder Wahlberechtigte 40 Stimmen. Zur Wahl standen folgende 7 Parteien (Personenzahl): CDU (40), SPD (40), FW (40), REP (21), FDP (30), GRÜNE (40), Für Esslingen (36).
Nach 1999 durften sich zum zweiten Mal auch rund 6.200 nichtdeutsche EU-Bürger(innen) in Esslingen am Neckar an den Gemeinderats- und Kreistagswahlen beteiligen. Zum ersten Mal waren auch die Bürger(innen) aus den 10 neuen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern dabei.
Im Bundestag wird Esslingen als Teil des Wahlkreises Esslingen von Markus Grübel, Karin Roth und Dr. Antje Vogel-Sperl vertreten.
Das Wappentier ist der reichsstädtische Adler. Die Buchstaben CE stehen für „Civitas Esslingensis“. Das Siegel mit dem Wappen wurde erstmals 1219 erwähnt. Der früheste noch erhaltene Siegelabdruck ist aus dem Jahr 1232. Nachdem anfangs nur ein Adler abgebildet war, wurde später zur Unterscheidung von anderen Reichsstädten der Brustschild hinzugefügt. Dessen Farben sind der Tracht der Stadtmiliz entnommen, wie sie seit dem 15. Jahrhundert getragen wurde, wobei diese anfänglich grün-braun waren. Aus dem Wappen leiten sich auch die Stadtfarben von Esslingen grün und rot ab. Die Stadtflagge wurde 1601 festgelegt. Die Buchstaben im Brustschild wurden erst im 17. Jahrhundert aufgenommen.
Über das Dienstsiegel hinaus wird der Adler insbesondere auf amtlichen Bekanntmachungen, Stellenausschreibungen, städtischen Fahnen, Urkunden oder als Abzeichen auf Uniformen (beispielsweise der Freiwilligen Feuerwehr Esslingen oder dem gemeindlichen Vollzugsdienst) verwendet. Darüber hinaus werden der Adler und das Logo der Stadt bei städtischen Druckerzeugnissen und Veröffentlichungen gemeinsam verwendet. Auf städtischem Geschäftspapier ist der Adler mit einer Helligkeit von 10 Prozent großformatig hinterlegt.
1971 erhielt Esslingen die Ehrenfahne des Europarates.
Am 7. Januar 2004 erhielt Esslingen die Ehrenplakette des Europarates für herausragende Leistungen zur Förderung des europäischen Gedankens im Zusammenhang mit den zehn Städtepartnerschaften. Sie wurde auf dem Neujahrsempfang dem Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger stellvertretend für die gesamte Esslinger Bürgerschaft überreicht.
Die Bezirkskammern Esslingen und Nürtingen der IHK Region Stuttgart fusionierten am 1. Januar 2005. Seither hat die Bezirkskammer mit 25.000 Mitgliedern Platz zwei innerhalb der IHK Region Stuttgart eingenommen und ein größeres Mitspracherecht in der Vollversammlung. Ein weiterer Grund für die Fusion waren Kosteneinsparungen.
Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Esslingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und des Dekanats Esslingen-Nürtingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
Esslingen liegt auch direkt an der B 10, die von Stuttgart bis Göppingen vierspurig ausgebaut ist und weiter nach Ulm verläuft.
Die Stadt ist an das Schienennetz der Deutschen Bahn auf den Strecken Mosbach–Stuttgart–Ulm und Stuttgart–Tübingen angeschlossen.
Die Stuttgarter S-Bahn S1, die zwischen Plochingen und Herrenberg über Stuttgart pendelt, hält in Esslingen an folgenden vier Haltestellen: Mettingen, Esslingen (Neckar), Oberesslingen und Zell. Eine Verlängerung der Linie S1 nach Kirchheim unter Teck über Wendlingen am Neckar ist geplant. Um den Umweg über Stuttgart mit der S-Bahn zum Flughafen zu umgehen, gibt es ab dem Esslinger ZOB eine Busverbindung (Linie 122) über Scharnhausen zum Flughafen.
Die Eßlinger Städtische Straßenbahn wurde am 24. Mai 1912 eingeweiht. Am 7. Juli 1944 stellte sie nach 32 Jahren den Betrieb ein und wurde durch Oberleitungsbusse ersetzt.
Die Städtischen Verkehrsbetriebe Esslingen befördern heute mit 40 Fahrzeugen jährlich etwa 8,5 Millionen Fahrgäste. In Esslingen verkehren auf einer der letzten O-Bus-Linien Deutschlands neun elektrische O-Busse und sieben DUO-Busse.
Am 18. Dezember 1926 wurde die Straßenbahn Esslingen–Nellingen–Denkendorf in Betrieb genommen. Sie war die letzte Straßenbahn in Deutschland, die vor der großen Stilllegungswelle eine Betriebsgenehmigung erhielt. Seitdem gab es nur noch die Genehmigung von Streckenverlängerungen.
Diese Straßenbahn musste eine fünf Kilometer lange Steilstrecke vom Neckartal zu den Orten auf der östlichen Filderebene überwinden. Sie transportierte zunächst insgesamt 153 Millionen Fahrgäste von Denkendorf und danach von Neuhausen bis Esslingen. 1958 bekam die Bahn zwei moderne Großraumzüge. Sie wurde im Februar 1978 stillgelegt.
Seit 1994 gibt es auch in Esslingen die Möglichkeit zum Car-Sharing. Im Moment (Sommer 2004) stehen den etwa 160 Mitgliedern der Aktion Gemeinschaftsauto 11 Fahrzeuge auf 8 Stellplätzen in der Stadt verteilt zur Verfügung.
Zentraler Omnibusbahnhof und Südtangente
Esslingen_am_Neckar_Eisenbahnbruecke_am_Pliensauturm2.jpg | Baustelle_2005-2007_Esslingen.jpg Für die nächsten Jahre ist ein größerer Umbau im Bereich des Bahnhofes mit Kosten in Höhe von insgesamt etwa 7,4 Millionen Euro geplant. Zwischen der Pliensaustraße und der Bahnhofstraße wird die so genannte Südtangente gebaut. Vom baden-württembergischen Umwelt- und Verkehrsministerium bekommt die Stadt dafür Fördergelder in einer Höhe von 4,9 Millionen Euro.
Die Stadtwerke Esslingen versorgen die Esslinger Bürger mit Trinkwasser. Das Wasser, das dafür benötigt wird, stammt zu einem Viertel aus dem Bodensee. Die restliche Wassermenge kommt aus dem Donauried und wird über die Landeswasserversorgung Baden-Württemberg bezogen.
Abfallwirtschaft: Die Entsorgung des Abfalls wird vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises übernommen.
Hausmüll: Wie viele andere Städte auch, gibt Esslingen zur Müllentsorgung für die Bürger einen Müllkalender heraus. In Esslingen gibt es für den Abfall getrennte Mülltonnen für Biomüll, Hausmüll und Papier. Die Biomülltonnen werden alle zwei Wochen geleert. Für Hausmüll kann man zwischen zwei- oder vier-wöchentlicher Abfuhr wählen. Verpackungen werden im Rahmen des Grünen Punktes in so genannten gelben Säcken gesammelt und alle zwei Wochen abgeholt. Das Papier wird alle vier Wochen abgeholt.
Sperrmüll wird gegen Abgabe eines von zwei Gutscheinen jährlich kostenlos abgeholt. Man kann ihn auch selbst direkt zu einer Entsorgungsstation oder Deponie bringen. Bei den Entsorgungsstationen kann man zum Recycling auch seinen Elektronikschrott, Metallschrott und andere wieder verwertbare Stoffe wie Papier und Pappe, Grünschnitt, Polystyrol (Gelber Sack) und Glas kostenlos abgeben.
Für Sondermüll wie zum Beispiel Leuchtstoffröhren, Lacke und Autopflegemittel gibt es besondere Problemstoffsammlungen.
Daneben gibt es noch Altglas- und Altkleidercontainer. Einige Vereine führen auch Altpapier- und Altkleidersammlungen durch. Und manches gute Stück kann man auch bei den so genannten Warentauschtagen loswerden.
Gewerbemüll: Abfälle aus Betrieben in ähnlicher Menge und Art wie Hausmüll werden hausmüllähnliche gewerbliche Siedlungsabfälle zur Beseitigung genannt. Für diese sind so genannte Pflichtmülltonnen vorgeschrieben. Für Verkaufsverpackungen und Sondermüll haben Betriebe die Auswahl zwischen verschiedenen Anbietern.
Eine Fusion beider Hochschulen zur Hochschule Esslingen findet am 1. Oktober 2006 statt.
In Esslingen befinden sich vier öffentliche Gymnasien:
Daneben gibt es ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien) und das Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf in der Nähe von Esslingen. Die Technische Akademie Esslingen (TAE) hat ihren Sitz seit 1976 in Ostfildern, unweit von Esslingen.
Das Berufsschulzentrum des Landkreises Esslingen in Esslingen-Zell umfasst drei selbständige Schulen: die Friedrich-Ebert-Schule (Gewerbliche Schule), die John-F.-Kennedy-Schule (Kaufmännische Schule) und die Käthe-Kollwitz-Schule (Hauswirtschaftliche Schule).
Weitere Bildungseinrichtungen in der Stadt sind die Musikschule, die Volkshochschule und die Freie Waldorfschule.
Siehe auch: öffentliche Gebäude der Stadt Esslingen am Neckar
Schwimmen kann man in der Innenstadt im Merkelschen Schwimmbad, im Städtischen Neckarfreibad und im Freibad und Hallenbad in Berkheim, außerdem betreibt der Schwimmsportverein Esslingen ein eigenes Freibad auf der Neckarinsel.
Siehe auch:
1804 wurde in Esslingen am Ottilienplatz in der ehemaligen Aegidienkapelle die erste feste Bühne eingerichtet, auf der wohl zunächst nur einfache Stücke gespielt wurden. Sie hatte noch kein festes Ensemble. Das neue Schauspielhaus gibt es seit 1982. Neben dem Schauspielhaus in der Strohstraße gibt es noch das Studio am Blarerplatz für Kinder- und Jugendtheater und das Theater am Zollberg, das vor allem für kleinere Studioproduktionen genutzt wird. Gespielt werden zeitgenössische Stücke und Klassiker, Musicals und Stücke für Jugendliche und Kinder.
Ferner gibt es eine Vielzahl von Heimat-, Vereins-und Firmenmuseen.
Vom städtischen Kulturverein wird in jedem Jahr eine Veranstaltungsreihe organisiert um ein Thema aus unterschiedlichen Blickrichtungen zu beleuchten:
Der Schwörtag war von 1392 bis 1801 das wichtigste Ereignis von Esslingen. In einem feierlichen Rechtsakt wurden die Rechte zwischen Gemeinde und Magistrat beschworen. Aus dem Statutenbuch, dem größten öffentlichen Heiligtum der Gemeinde, wurde vorgelesen. Bürgermeister, Rat und Bürgerschaft gelobten sich gegenseitig Treue und Gehorsam und bekräftigten das mit einem Schwur. Damit verbunden war immer ein großes Volksfest, das Menschen aus ganz Schwaben anzog.
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Am 5. Dezember 2003 entstand in Esslingen der größte Lebkuchen, der jemals gebacken wurde. Er war zehn Meter lang und vier Meter breit und wurde auf dem Weihnachtsmarkt verkauft. Die benötigten Zutaten waren 350 kg Mehl, 180 kg Sirup und acht Kilogramm Gewürze. Mit Marzipan und Zuckerguss brachte das Kunstwerk, welches einen großen Nikolaus nachbildete, 650 kg auf die Waage.
Siehe auch: Württemberg (Weinbaugebiet) und Württemberger Weinstraße.
Allgemeines
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