Der Begriff Essenz (lat. essentia „Wesen, Sein“) bezeichnet das Wesen einer Sache. Damit ist nicht die Inhaltsangabe eines Buches über dessen Inhalt gemeint, sondern die Kernaussage des Werkes, sozusagen das Wesentliche in der Bedeutung.
Als philosophischer Begriff geht Essenz auf Aristoteles zurück. In der Scholastik war die Unterscheidung von Essentien und Akzidentien bedeutsam.
Essenz war ein Kernbegriff der Alchemie (vergleiche Quintessenz). Von dem Überbau der alchemistischen Theorie befreit, bedeutet Essenz, bezogen auf ein Stoffgemisch, heute das gleiche wie Konzentrat; zum Beispiel ist Essigessenz ein Gemisch aus Essigsäure und Wasser, das gegenüber gewöhnlichem Essig einen niedrigeren Wasseranteil aufweist.
Als essenziell wird nicht nur das Wesentliche allein bezeichnet. In der Medizin bedeutet es auch lebensnotwendig für den Organismus. So sind beispielsweise essenzielle Fettsäuren solche, die nicht aus anderen Stoffen aufgebaut werden können.
Blütenessenz bezeichnet eine Lösung aus Wasser und Alkohol, von der behauptet wird, dass durch Sonnenlicht oder andere Methoden Energie bzw. Schwingung von Blüten übertragen wurde. Dies Herstellungsmethode wurde zuerst von Dr. Edward Bach angewandt. Eine Wirksamkeit der damit verbundenen Bach-Blütentherapie konnte nicht nachgewiesen werden, sie gilt deshalb als pseudowissenschaftliche Theorie.
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