Essen Kloster Werden Dom Totale 11.jpg Essen-Werden ist ein Stadtteil im Süden der Stadt Essen im Stadtbezirk IX Werden/Kettwig/Bredeney mit 10.024 Einwohnern (Stand: 31.12.2005). Er hat eine Gesamtfläche von 4,04 Quadratkilometern und liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 58 Metern ü. NN. Werden wird gerne auch als die "Perle an der Ruhr" bezeichnet, da es viele alte, sehenswerte Baudenkmäler besitzt, die vom Krieg verschont blieben.
Im Jahr 1498 brannte fast die gesamte Stadt Werden nieder.
Die Stadtherren waren die Äbte von Werden. Das Kloster hatte ursprünglich eine große Zahl an Besitzungen, zu denen die heutigen Essener Stadtteile Bredeney, Heisingen, Schuir, Kettwig, Fischlaken, Heidhausen, Kupferdreh und Byfang sowie Hetterscheid im heutigen Heiligenhaus, auch als Werdener Land bezeichnet, gehörten. Im Jahre 1803 jedoch war es mit der Herrschaft der Äbte vorbei, die Abtei wurde wie viele andere Klöster, dazu gehörte auch das Stift Essen, im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses säkularisiert.
Werden bekam Mitte des 19. Jahrhunderts Öllaternen, 1860 dann Gaslaternen, da eine Gasanstalt errichtet wurde. Ebenfalls in dieser Zeit erschien erstmals eine Zeitung, das Werden-Kettwiger Wochenblatt. 1887 wurde die Stadt kanalisiert, wie schon Kettwig zwei Jahre zuvor.
In den Jahren 1879 bis 1880 entstand das heute Alte Rathaus der damals selbständigen Stadt Werden. Es wurde nach Plänen des Kupferdreher Baumeisters Wilhelm Bovensiepen errichtet. Durch Umbau und Erweiterung der Essener Architekten Grosskopf und Kunz nahm das Rathaus in den Jahren 1912 und 1913 die heutige Form an. Nach der Eingemeindung von Werden zur Stadt Essen ist das Alte Rathaus bis heute die Verwaltungsstelle Essen-Werden. Im Jahr 1923 besetzten französische Truppen Werden und der Kruppprozess gegen Gustav Krupp von Bohlen und Halbach wurde hier geführt.
Als Werden, wie schon viele andere Orte rund um Essen am 1. August 1929 eingemeindet wurde, wehrten sich viele Bürger vergeblich dagegen.
In den Jahren 1931-1933 entstand in Werden ein Ruhrstauwehr und mit diesem auch der Baldeneysee, heute ein beliebtes Naherholungsgebiet für Menschen aus dem gesamten Ruhrgebiet. Vor der Aufstauung des Baldeneysees, Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts, diente die alte Schleuse Neukirchen der Ruhrschifffahrt.
In den sechziger Jahren wurde auch die historische Altstadt Werdens von der "Sanierung" durch die Stadt Essen erfasst. Es wurden aber nur wenige historische Bauwerke zerstört, bevor sich die Einsicht durchsetzte, besser durch Renovierung zu sanieren und nicht durch Abriss, denn man hatte am Beispiel von Steele gelernt.
Werden gilt auch als die „Wiege des Ruhrbergbaus“: Bereits im 16. Jahrhundert wurde hier Kohle gefördert. Die letzte Werdener Zeche, Zeche Pörtingsiepen, schloss ihre Pforten 1973 endgültig.
1999 wurde in Werden das 1200-jährige Bestehen des Ortes gefeiert.
Im Jahr 2006 feiert die Schule das hundertjährige Bestehen als städt. Gymnasium in Form einer Festwoche, die vom 6. bis 11. November stattfinden wird.
S-Bahn-Logo.svg Es gibt einen S-Bahn Haltepunkt am Bahnhof Werden an dem die Linie S 6 hält.
Zeichen 224.png Die Buslinien 169, 180, 190 und der Schnellbus SB19 der EVAG sind mit Essen-Werden verbunden.
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