| Wappen | Karte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stadtwappen der kreisfreien Stadt Essen.png | Lage der Stadt Essen in Deutschland.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Wahlsprüche: Essen, die Einkaufsstadt und Essen, die Ruhrstadt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Regierungsbezirk: | Düsseldorf | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Landschaftsverband: | Rheinland | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Regionalverband Ruhr | - bgcolor="#FFFFFF" | Kreis: | Kreisfreie Stadt | - bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | - bgcolor="#FFFFFF" | durchschn. Höhenlage: | 116 Meter ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 210,32 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 583.505 (1. April 2006) | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 2779 Einwohner je km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 45001-45359 | - bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahlen: | 0201, 02054 (Essen-Kettwig) | - bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | E | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 05 1 13 000 | - bgcolor="#FFFFFF" | UN/LOCODE: | DE ESS | - bgcolor="#FFFFFF" | Gliederung des Stadtgebiets: | 9 Stadtbezirke mit 50 Stadtteilen | - bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Porscheplatz 1 45121 Essen | bgcolor="#FFFFFF" | Webseite: | www.essen.de | - | Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Wolfgang Reiniger (CDU) | - bgcolor="#FFFFFF" | Schuldenstand: | 1,054978 Mrd. € (Stand: 1. Januar 2006) | - | Bevölkerung (Stand: 31. Dezember 2002) | - bgcolor="#FFFFFF" | Arbeitslosenquote: | 14,9 % (Juni 2006) | - bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 10,0 % | - bgcolor="#FFFFFF" | Altersstruktur: | |||||||||||
| 0-18 Jahre: | 16,8 % |
| 18-65 Jahre: | 62,5 % |
| ab 65 Jahre: | 20,7 % |
Früher eines der wichtigsten Zentren der Montanindustrie in Deutschland (mit eigener Kuxbörse), hat Essen heute - wiewohl noch immer industriell geprägt - einen starken Dienstleistungssektor entwickelt. Die Stadt ist seit 1958 römisch-katholischer Bischofssitz und seit 1972 Universitätsstadt. Anfang 2003 wurde die Universität Essen mit der Gerhard-Mercator-Universität in Duisburg zur Universität Duisburg-Essen vereinigt.
Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 21 km und in West-Ost-Richtung 17 km.
Das Stadtgebiet Essens besteht aus neun Stadtbezirken. In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung mit jeweils 19 Mitgliedern. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher. Die Stadtbezirke werden mit römischen Zahlen und mit einem besonderen Namen, der teilweise auch aus mehreren Stadtteilnamen besteht, gekennzeichnet. Die neun Stadtbezirke sind in insgesamt 50 Stadtteile unterteilt. Die meisten der Stadtteile waren früher einmal selbstständige Gemeinden und verloren ihre Selbständigkeit durch Eingemeindung. Die Stadtteile werden mit einer zweistelligen arabischen Zahl gekennzeichnet.
Seit etwa 800 (799) gibt es etwas weiter südlich, im heutigen Stadtteil Werden, das Kloster Werden, ein Benediktiner-Kloster, das die Missionsarbeit bei den Sachsen im Harzraum (Helmstedt/Halberstadt) vorantreiben soll. Das Damenstift soll vornehmlich die Töchter der sächsischen Adeligen versorgen. Beide, Damenstift und Kloster, stehen bereits im vollständig christianisiertem Umfeld. Um etwa 852 wird mit dem Bau der Stiftskirche begonnen, die 870 fertiggestellt wird. Um das Damenstift herum gibt es bereits vor seiner Errichtung eine Befestigung und einige Gehöfte. Die Kirche wird nach einem Großbrand 946, der auch die Ansiedlung vernichtet, erheblich erweitert; auf ihren Fundamenten steht heute das Essener Münster im Zentrum der Stadt. Das erste belegbare urkundliche Datum für Essen ist 898: zu dieser Zeit werden dem Stift vom lothringischen König Zwentibold linksrheinische Besitzungen vermacht. Eine Urkunde, welche scheinbar aus dem Jahr 870 stammt und die Stiftsgründung beschreibt, wird heute im allgemeinen als Fälschung aus dem 11. Jahrhundert betrachtet; auch scheinen zum Zeitpunkt der Fälschung keine älteren Dokumente vorgelegen zu haben, wie bis vor einiger Zeit noch angenommen wurde.
Dieses Damenstift (in dem sich zur Feier der Messe Kanoniker aufhielten) war kein Kloster, sondern eine Art Wohn- und Bildungsstätte für unverheiratete Töchter und Witwen des Hochadels; geleitet wurde es von einer Äbtissin, diese war als einzige zum Ablegen eines Keuschheitsgelübdes verpflichtet.
Eine der bemerkenswertesten dieser Damen ist die Äbtissin Mathilde. Sie ist Enkelin des Kaisers Otto I., und übernimmt die Stiftsleitung ab 971. Vierzig Jahre lenkt sie die Geschicke des Stifts (und der zugehörigen Ländereien), und sie schafft es, den Kirchenschatz um wertvollste Stücke (unter anderem die Goldene Madonna, die älteste vollplastische Madonnenfigur der Welt) zu bereichern. Nach Mathilde übernimmt Sophia die Stiftsleitung, Tochter Kaiser Ottos II.
1041, unter der Stiftsleitung durch die dritte Dame königlichen Geblütes in Folge, Theophanu, einer Enkelin Ottos II., erhält das schon 1003 als Stadt erwähnte Essen das Marktrecht. Zehn Jahre später, 1051, wird das Münster ein weiteres Mal verändert und erweitert: dieser Anbau ist der Ostteil mit Krypta, in dem der Hl. Altfried, Mathilde und Theophanu bestattet sind.
Das Damenstift, das bis dato nur einflussreicher Landbesitzer war, bekommt 1216 seine Position als Fürstensitz offiziell bestätigt: Kaiser Friedrich II. nennt die damalige Äbtissin in einem Brief Reichsfürstin - was sie dem Abt des nahe gelegenen Klosters Werden gleichstellt.
1244 marschiert der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden in Essen ein und lässt, gemeinsam mit den Bürgern der Stadt, eine Stadtmauer errichten. Essen wird zur Stadt, erhält ein eigenes Siegel und das Stadtrecht. Die Stiftsdamen sind damit zumindest zeitweise entmachtet, und die Essener Bürger entwickeln ein Bürgerbewusstsein.
König Rudolf bestätigt zwar 1290 wieder der Fürstäbtissin ihre Landeshoheit über die Stadt, kann diese aber nicht vollständig wiederherstellen: Die Bürgerschaft liegt im Konflikt mit dem Stift, die wachsende Stadt fordert die Selbstverwaltung: 1336 gibt es den ersten Versuch, die Reichsunmittelbarkeit zu erhalten, es dauert aber noch über vierzig Jahre, bis 1377, dann gewährt Kaiser Karl IV. der Stadt den begehrten Titel der freien Reichsstadt - fünf Jahre, nachdem er der damals amtierenden Äbtissin Elisabeth von Nassau das genaue Gegenteil bestätigt hatte.
Aus dem 14. Jahrhundert stammen auch die ersten Belege über bergmännische Tätigkeiten in Essen: 1349 erhält die Fürstäbtissin das Recht, die Bodenschätze auszubeuten, 1354 wird nachweislich Silber abgebaut. Kohle in Essen wird zwar 1371 zum ersten Mal erwähnt, aber das erste Kohlebergwerk ist erst für 1450 verzeichnet.
Die Auseinandersetzungen zwischen Stadt und Stift um die Vorherrschaft in der Region halten an bis zur Auflösung des Stiftes 1803. Immer wieder gibt es rechtliche Streitereien. Einer der Prozesse dauert geschlagene 200 Jahre, bis das Reichskammergericht 1670 entscheidet, die Stadt müsse zwar den Äbtissinen gebührenden Gehorsam in Gebott und Verbott leisten, dürfe aber trotzdem alle alten Gewohnheitsrechte behalten. Somit bleibt die Situation zwischen Stadt und Stift bis zur Säkularisierung ungeklärt und konkurrenzbeladen. 1563 schließt sich die Stadt der Reformation an (20 Jahre, bevor sie die Reichsunmittelbarkeit und damit das Recht dazu hatte) und wird evangelisch. Als Kirche dient die Marktkirche, die aus dem 11. Jahrhundert stammt (urspr. St. Gertrudis). Dem katholischen Stift (das über keine Truppen verfügte, mit denen irgendetwas durchzusetzen gewesen wäre) bleibt in dieser Situation nichts anderes als zuzuschauen.
Am Ende des 16./ Beginn des 17. Jahrhunderts wird Essen nachweislich Waffenschmiede, ein Titel, mit dem es sich jahrhundertelang identifizieren wird; solange, bis die riesigen Lettern Essen - die Waffenschmiede des Reiches, die dreihundert Jahre später gegenüber dem Hauptbahnhof prangen sollten, nach dem Zweiten Weltkrieg durch Essen - die Einkaufsstadt ersetzt werden. Gegen 1570 prosperiert das Büchsenmacherhandwerk. 1620 produziert die Essener Schmiede 14.000 Gewehre und Pistolen; die Stadt wird strategisch interessant.
1629 stürmen die Holländer die Stadt. Maria Clara flieht am 4. November dieses Jahres ins katholische Köln. Im Sommer 1631 kommt sie im Gefolge einer bayerischen Garnison unter Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim zurück, muss aber schon im September wieder abziehen. Maria Clara stirbt 1644 in Köln.
Insgesamt sind die Essener vom Krieg schwer geschlagen, es kommt immer wieder zu Verhaftungen, zur Verschleppung von Menschen und zur Pressung in den Kriegsdienst.
Auch nach dem Westfälischen Frieden bleiben die Truppen noch eine Zeit lang, die letzten Truppen verlassen Essen am 9. September 1650.
* Der Industrielle Friedrich Grillo stiftet der aufstrebenden Stadt 1892 ein Theater und Opernhaus. Das heute noch unter dem Namen Grillo-Theater als Stadttheater fungierende Gebäude wird im neoklassizistischen Stil in der Stadtmitte errichtet und am 16. September 1892 mit einer Aufführung von Gotthold Ephraim Lessings Minna von Barnhelm eingeweiht.
Am 1. August 1929 wurde der Landkreis Essen aufgelöst und seine Gemeinden überwiegend in die Stadt Essen eingegliedert. Lediglich die Stadt Kettwig blieb selbständig und wurde dem Landkreis Düsseldorf-Mettmann angegliedert. Aufgelöst wurden die Stadt Steele (mit den 1876 eingegliederten, damals zur Bürgermeisterei Steele-Land gehörigen Teilen von Bergerhausen und dem 1926 eingegliederten Amt Königssteele, das 1885 aus den zum Amt Wattenscheid gehörigen Orten Eiberg, Freisenbruch und Königssteele sowie aus dem zum Amt Hattingen gehörigen Ort Horst gebildet worden war und zum Landkreis Hattingen, früher Landkreis Bochum, gehörte), die Stadt Werden (mit dem 1915 eingegliederten Unterbredeney), die Bürgermeisterei Heisingen (ab 1910 selbständige Bürgermeisterei), die Bürgermeisterei Karnap, die Bürgermeisterei Kray (bis 1906 zur Bürgermeisterei Stoppenberg, dann eigene Bürgermeisterei Kray-Leithe und 1921 Umbenennung in Kray), die Bürgermeisterei Kupferdreh (bis 1896 zur Bürgermeisterei Werden-Land, dann eigene Bürgermeisterei; 1899 Eingliederung der Bauernschaft Dilldorf (Bürgermeisterei Hardenberg) und Teilen der Bauernschaften Rodberg und Voßnacken), die Bürgermeisterei Überruhr (1857 als Bürgermeisterei Steele-Land gebildet und 1894 umbenannt), die Bürgermeisterei Werden-Land (1857 gebildet), sowie das Amt Stoppenberg (1874 aus Teilen der Bürgermeisterei Altenessen gebildet; Rotthausen wurde jedoch 1923 nach Gelsenkirchen eingegliedert).
Eine zweite Phase der Stadtvergößerung folgte erst weit nach dem zweiten Weltkrieg, 1970 kam das südlich gelegene Altendorf unter dem heutigen Namen Burgaltendorf (Landkreis Bochum, ab 1885 Landkreis Hattingen, ab 1929 Ennepe-Ruhr-Kreis) zu Essen, 1975 wurde die Stadt Kettwig (Kreis Düsseldorf-Mettmann, mit der größtenteils 1875 eingegliederten Gemarkung Kettwiger Umstand, dem 1857 gebildeten und 1929 eingegliederten Amt Kettwig-Land, dem 1930 eingegliederten Kettwig vor der Brücke und dem 1936 eingegliederten Oefte, das seit 1897 zur Bürgermeisterei Heiligenhaus und zuvor zur Bürgermeisterei Velbert gehörte) aufgelöst und nach Essen eingemeindet.
Eine bereits vom Düsseldorfer Landeskabinett beschlossene Eingemeindung der Stadt Bottrop mit dem Kirchhellener Stadtteil Grafenwald nach Essen wurde im Frühjahr 1976 sowohl vom Rat der Stadt Essen als auch vom Landtag NRW abgelehnt. Wäre es zu einer Eingemeindung gekommen, wäre die Einwohnerzahl von Essen auf gut 790.000 Einwohner angewachsen.
Zu *Karnap, war bis 1929 eigenständig und gehörte damals noch nicht zum Stadtteil Altenessen, sondern zum Stift-Essen. Siehe hierzu die Chronik der Karnaper Geschichte (1552)vdh
1802 wurde die lutherische Gemeinde Essen dem preußischen Konsistorium der Grafschaft Mark, 1809 dem klevisch-lutherischen Konsistorium des Großherzogtums Berg und ab 1815 der Düsseldorfer Kreissynode zugeteilt. Sie gehörte damit zur Evangelischen Kirche in Preußen beziehungsweise dessen späterer rheinischer Provinzialkirche. Essen wurde Sitz einer Superintendentur, aus der später der Kirchenkreis Essen hervorging. Dieser wurde in die drei Kirchenkreise Essen-Mitte, Essen-Nord und Essen-Süd innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geteilt. Zu den drei Kirchenkreisen gehören heute insgesamt 31 Kirchengemeinden. Diese bilden zusammen mit den drei Kirchenkreisen seit 1972 den „Evangelischen Stadtkirchenverband Essen“.
St-Lucius-Kirche (Essen-Werden).jpg in Werden]]
Die katholischen Pfarreien gehörten auch nach 1802 zum Erzbistum Köln. 1958 wurde Essen Sitz eines eigenen Bistums. Die Pfarrgemeinden des heutigen Stadtteils Essen-Kettwig gehören nach wie vor zum Dekanat Ratingen und damit zum Erzbistum Köln.
Gegenwärtig 58 Pfarrgemeinden gehören zum Stadtdekanat Essen, das sich in die Dekanate Essen-Mitte, Essen-Altendorf, Essen-Borbeck, Essen-Heisingen-Kupferdreh, Essen-Rellinghausen, Essen-Steele, Essen-Stoppenberg und Essen-Werden aufteilt. Gemeinsam bilden sie den katholischen Stadtkirchenverband / Gemeindeverband (K. d. ö. R.) (seit 1925) als Träger kirchlicher Aufgaben auf Stadtebene (Familienbildung, Jugendseelsorge/Jugendberufshilfe, Beratungsdienste, Öffentlichkeitsarbeit) und als Dienstleister und Zweckverband der Gemeinden. Die Katholische Stadtkirche ist zentral erreichbar im Katholischen Stadthaus (Bernestr. 5 - 45127 Essen) *. Das Stadtdekanat Essen umfasst etwa ein Viertel der Katholiken und der Gemeinden des Bistums.
Mittlerweile wird jedoch die Essener Bistumsstruktur aufgrund diözesaner Entscheidungen sehr grundlegend verändert. In der Stadt Essen soll es ab 2009 nur noch zehn sogenannte Großpfarreien (kirchliche Körperschaften) geben, die jeweils mehrere Pfarrbezirke (Gemeinden) umfassen. Langfristig sollen auch bis zu 26 katholische Kirchen in Essen aufgegeben werden (vgl. Bistum Essen). Weiterhin sollen die inhaltlichen stadtkirchlichen Einrichtungen (z.B. Familienbildung, Jugendseelsorge) und pastoralen Angebote (z.B. Beratungsdienste) reduziert und diözesan in neue zentrale Trägerstrukturen zusammengeführt werden. Auch die Anzahl der katholischen Kindertagesstätten wird den finanziellen und demografischen Entwicklungen angepasst; ihre inhaltliche Steuerung und Verwaltung werden ebenfalls diözesan zentralisiert.
In den heute zu Essen gehörigen Städten und Gemeinden wurde im 16. Jahrhundert teilweise und sogar fast ausschließlich die Reformation eingeführt. Zum Beispiel wurde in Werden ab 1583 in der Clemenskirche evangelisch gepredigt. Im 17. Jahrhundert entstand auch eine reformierte Gemeinde. Steele wurde ab 1554 evangelisch. Um 1600 war fast ganz Steele protestantisch, wobei danach die Kirche aber von den Lutheranern, den Reformierten und den Katholiken zum Teil unter großen Reibereien gemeinsam genutzt wurde. In Kettwig trat 1609 die ganze Bevölkerung zum reformierten Bekenntnis über.
Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden in Essen gibt es auch noch verschiedene Freikirchen, darunter mehrere Evangelisch-freikirchliche Gemeinden (Baptisten), Evangelisch-methodistische Gemeinden (Methodisten), apostolische Gemeinden (Apostolische Gemeinschaft) und Freie Evangelische Gemeinden (FeG).
Ferner ist in Essen auch die Neuapostolische Kirche vertreten.
1896 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Essen die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1905 hatte die Stadt 230.000 Einwohner, bis 1925 verdoppelte sich diese Zahl auf 470.000. Im Jahre 1962 hatte die Bevölkerungszahl von Essen mit 731.220 ihren historischen Höchststand erreicht.
Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Essen nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 586.382 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Das ist seit 1962 ein Rückgang der Einwohnerzahl um rund 20 Prozent (144.838 Personen).
Nach einer Prognose des Landesamtes für Statistik NRW soll die Essener Einwohnerzahl bis 2025 auf 539.000 zurückgehen. Die Zahl der 18-50jährigen nimmt ab, die Zahl der über 65jährigen wird größer; neben anderen Städten im Ruhrgebiet ist die Überalterung in Essen im Gegensatz zur restlichen Bundesrepublik Deutschland wesentlich fortgeschrittener.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner | - | 1503 | 3.000 | - | 1803 | 3.480 | - | 1818 | 3.600 | - | 1822 | 4.842 | - | 1. Dezember 1834 ¹ | 5.660 | - | 1. Dezember 1840 ¹ | 6.325 | - | 3. Dezember 1849 ¹ | 8.813 | - | 3. Dezember 1855 ¹ | 12.963 | - | 3. Dezember 1858 ¹ | 17.215 | - | 3. Dezember 1861 ¹ | 20.800 | - | 3. Dezember 1864 ¹ | 31.300 | - | 3. Dezember 1867 ¹ | 40.700 | - | 1. Dezember 1871 ¹ | 51.513 | - | 1. Dezember 1875 ¹ | 54.790 | - |
|---|
| Jahr | Einwohner | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 56.944 | - | 1. Dezember 1885 ¹ | 65.064 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 78.706 | - | 2. Dezember 1895 ¹ | 96.128 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 118.862 | - | 1. Dezember 1905 ¹ | 231.360 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 294.653 | - | 1. Dezember 1916 ¹ | 447.974 | - | 5. Dezember 1917 ¹ | 454.792 | - | 8. Oktober 1919 ¹ | 439.257 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 470.524 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 654.461 | - | 17. Mai 1939 ¹ | 666.743 | - | 31. Dezember 1945 | 488.035 | - |
|---|
| Jahr | Einwohner | - | 29. Oktober 1946 ¹ | 524.728 | - | 13. September 1950 ¹ | 605.411 | - | 25. September 1956 ¹ | 698.925 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 726.550 | - | 31. Dezember 1965 | 727.460 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 698.434 | - | 31. Dezember 1975 | 677.568 | - | 31. Dezember 1980 | 647.643 | - | 31. Dezember 1985 | 619.991 | - | 25. Mai 1987 ¹ | 623.427 | - | 31. Dezember 1990 | 626.973 | - | 31. Dezember 1995 | 614.861 | - | 31. Dezember 2000 | 595.243 | - | 30. Juni 2005 | 586.382 |
|---|
Der im Jahre 1880 gegründete Historische Verein für Stadt und Stift Essen e.V. ist einer der ältesten Geschichtsvereine Deutschlands.
Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.
| CDU | SPD | GRÜNE | Essener Bürgerbündnis | FDP Alternative Essen | REP | PDS | DKP | Essen steht AUF | Gesamt | |
| 2006 | 32 | 28 | 9 | 2 | 5 | 2 | 2 | 1 | 1 | 82 |
Das Essener Wappen zeigt unter der Fürstenkrone also zwei einzelne Schilde. Im linken Schild findet sich auf goldenem Grund der deutsche Doppeladler, jedoch ohne Zepter und Reichsapfel. Im rechten Schild auf blauem Grund ein goldenes Richtschwert. Die Krone ist wie der gesamte Aufbau recht unheraldisch, sie bezieht sich auf das Fürstentum Essen (eigentlich müsste Essen als Stadt eine Mauer verwenden). Der Doppeladler symbolisiert die Reichsunmittelbarkeit der Stadt, das Schwert steht für die Stadtheiligen Cosmas und Damian, die mit diesem Schwert hingerichtet worden sein sollen.
Das Wappen in der gegenwärtigen Form wurde 1887 vom Berliner Maler Emil Doepler gestaltet, und von der Stadt gegen einigen Widerstand von Heraldikern durchgesetzt. Eine Version mit korrekterem Aufbau begrüßt die Besucher, die den Bahnhof in Richtung Stadt verlassen, auf dem Dach des gegenüberliegenden Hotels Handelshof. Das Wappen verwendet einen gespaltenen Schild und die Mauer anstelle der Krone.
Dem Wappen wurden die gegenwärtigen Stadtfarben Gelb und Blau entnommen.
| Sunderland (Vereinigtes Königreich), seit 1949 | |
| Tampere (Finnland), seit 1960 | |
| Grenoble (Frankreich), seit 1974 | |
| Nischni Nowgorod (Russische Föderation), seit 1991 | |
| Tel Aviv-Jaffa (Israel), seit 1991 |
Essen war lange Zeit Krupp-Stadt; einst war das Werksgelände der Firma Krupp größer als das restliche Stadtgebiet. Diese Zeiten sind seit dem Zweiten Weltkrieg vorbei, und seit der Fusion mit Thyssen ist die Firma Krupp nur noch mit einigen wenigen Tochterfirmen in Essen beheimatet (hat jedoch formell weiterhin ihren Sitz in Essen behalten). Im Zuge der wirtschaftspolitischen Profilierungsbestrebungen, die sich gegenwärtig viele Städte auf die Fahne geschrieben haben, setzt Essen den Fokus statt auf Schwerindustrie auf den Bereich Energie; die hier ansässige RWE, RAG und Eon-Ruhrgas mit ihren diversen Töchtern legen dies auch nahe. Anfang 2006 gab die Thyssen Krupp AG bekannt, ihre Konzernzentrale wieder komplett nach Essen zu verlegen. Im "Krupp-Gürtel", der alten "Krupp-Stadt" westlich der City, soll eine neue Hauptverwaltung samt Akademie für Thyssen-Krupp Führungskräfte aufgebaut werden.
Die Messe Essen ist ebenfalls ein wichtiger Faktor des Wirtschaftslebens, neben mehreren kleineren Spezial-Messen (IPM,FIBO, Techno-Classica, SPIEL ) haben sich hier vor allem auf die Versorgungswirtschaft ausgerichtete Messen (E-WORLD - ENERGY & WATER, "Santitär Heizung Klima") sowie die Jugendmesse YOU etabliert, die als Europas größte Jugendmesse in der Regel etwa 300.000 meist jugendliche Besucher anzieht. Ebenso ziehen "die Weltmesse des Pferdesports", die Equitana, und die DEUBAU seit Jahren zahlreiche Besucher an. Erwähnenswert ist ebenfalls die Essener Motorshow.
Eine renommierte höhere Bildungseinrichtung ist die Folkwang Hochschule in Werden. Sie wurde 1927 als interdisziplinär ausgerichtete Kunsthochschule gegründet. 1929 wurde die Fachschule für Gestaltung unter dem Namen Folkwang weiter geführt. Sie wurde 1972 unter starken Protesten in den Fachbereich 4 der entstehenden Universität-Gesamthochschule Essen integriert. Die Folkwang Schule für Musik hatte bereits 1963 ihren Status als Hochschule des Landes erhalten.
1972 wurde die Universität-Gesamthochschule Essen gegründet, in welche die Pädagogische Hochschule, mehrere Ingenieurschulen, die Höhere Fachschule für Sozialarbeit und Wirtschaft sowie das Klinikum Essen integriert wurden. 2003 fusionierte diese mit der Universität Duisburg zur heutigen Universität Duisburg-Essen. Die FOM (Fachhochschule für Oekonomie & Management) nahm 1994/95 ihren Studienbetrieb auf. Sie wurde als Fachhochschule für Berufstätige von Institutionen der unternehmerischen Wirtschaft ins Leben gerufen.
2005 nahm die neue Zollverein-School of Design and Management den Lehrbetrieb auf. Sie entsteht auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zollverein im Stadtteil Katernberg und hat sich als erstes Markenzeichen einen weiß-grauen Kubus als Zentralgebäude erreichten lassen.
Essen verfügt mit dem Hauptbahnhof über einen ICE-Fernbahnhof und Regionalbahnhof. Hinzu kommen die Regionalbahnhöfe Altenessen, Borbeck, Kray Süd, Steele und Steele Ost sowie 20 S-Bahn-Stationen: Bergeborbeck, Borbeck Süd, Dellwig, Dellwig Ost, Eiberg, Frohnhausen, Gerschede, Holthausen, Horst, Hügel, Katernberg Süd, Kettwig, Kettwig Stausee, Kray Nord, Kupferdreh, Stadtwald, Süd, Überruhr, Werden und West.
Im Eisenbahngüterverkehr ist Essen jedoch nach Stilllegung des östlich vom Hauptbahnhof gelegenen Rangierbahnhofes kein Eisenbahnknoten mehr. Von Hartmut Mehdorn wurde kürzlich eine Verlegung des Hauptbahnhofes in den Bereich des heutigen Westbahnhofes ins Gespräch gebracht, da dieser mehr räumliche Ausdehnungsmöglichkeiten besitzt als der heutige, sehr enge Hauptbahnhof.
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedient die EVAG (Essener Verkehrs AG) mit derzeit (2003) 48 Omnibuslinien (Gesamtlänge 459 km), 7 Straßenbahnlinien (Gesamtlänge 83 km), 2 Voll-U-Bahnlinien und 1 U-Stadtbahnlinie (U + Stadtbahn: Gesamtlänge 29 km). Der U-Bahn-Betrieb wurde 1977 aufgenommen. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr zu benutzen.
Die Stadt Essen wirbt mit rund 100 km Radwegen innerhalb der Stadt und veranstaltet regelmäßig den "Essener Fahrradfrühling" mit vielen Radtouren und Infoveranstaltungen. Im Süden der Stadt ist eine 8 km lange ehemalige Bahntrasse zu einem Fahrradweg ausgebaut worden. Zahlreiche Radstrecken führen durchs Grüne.
Glanzstück der Innenstadt ist der Burgplatz mit Johanneskirche, Atrium, Münster, Domschatzkammer, Bischofspalais, VHS und dem Blick auf die Alte Synagoge und die altkatholische Kirche. Die Kettwiger Straße wird 1958 die erste Fußgängerzone der Bundesrepublik Deutschland.
Viele alte Wohn- und Geschäftshäuser sind nach dem Krieg durch 1950er- und 1960er-Jahre Architektur auf dem Grundriss der mittelalterlichen Stadt in höherer Bauweise erneuert worden.
Essen hat vor allem im Süden der Stadt städtebaulich agiert. Es sind zahlreiche geplante Stadtteile entstanden (Moltkeviertel, Margarethenhöhe, Altenhof I und II, große teile Frohnhausens u.v.m.). Ferner wurde die Stadt mit einem zweiten Innenstadtring mit repräsentativer Architektur ausgestattet (z.B. Erlöserkirche, Glückauf-Haus, Steag-Zentrale, Pfarrkirche St. Engelbert, Gebäude der Emschergenossenschaft, KVR-Gebäude, Ruhrhaus und die Auferstehungskirche an der Friedrich-, Hohenzollern-, Kronprinzen-, Kurfürstenstraße).
Was weiterhin auffällt, ist die an vielen Stellen durchgehende Gebäudehöhe von zwei Stockwerken und die Anlage von weiten grünen Innenhöfen. Dies geht auf das Wirken von Robert Schmidt (1869-1932), Beigeordneter der Stadt Essen, zurück. Damit wurde ein bauliches Gegenstück zur Berliner Mietskasernenarchitektur im Ruhrgebiet durchgesetzt.
Die Stadt ist durch sehr viel Baumbestand und Wälder sowie im Süden durch eine hügelige Landschaft (Ruhrberge/Baldeneysee) geprägt.
Herausragende Gebäude sind das Opernhaus, erbaut nach Plänen des finnischen Architekten Alvar Aalto, sowie die neue Hauptverwaltung der RWE-Konzerns, ein zylindrisches Hochhaus mit klimatisch wirksamer zweischaliger Glasfassade der Architekten Ingenhoven, Overdiek und Partner (Düsseldorf), die hier eine weithin sichtbare Landmarke für die Stadt setzten.
Im Norden der Stadt befindet sich das Areal der zum Weltkulturerbe gehörenden ehemaligen Kokerei und Zeche Zollverein, letztere gilt als Meilenstein der Industriearchitektur. Mit der Schließung der Kokerei Zollverein 1993 war die Bergbaugeschichte Essens beendet. Für das Zollverein-Areal gibt es konkrete Planungen, das Weltkulturerbe zu einem regionalen Kulturzentrum auszubauen, die wegen der nötigen Eingriffe in die historische Bausubstanz kontrovers diskutiert werden. Bereits dort angesiedelt sind das red dot design museum (auch Design-Museum / Zentrum NRW), das im Aufbau befindliche, sehenswerte Museum Zollverein, sowie verschiedene kleinere Ausstellungen und Projekte; das Ruhrlandmuseum Essen soll in einiger Zeit hier als Ruhrmuseum seine neue Heimat finden.
Im Zentrum der Stadt finden sich weiterhin um den Burgplatz herum gruppiert die Johanniskirche, das Münster (welches in Teilen bis ins 10. Jahrhundert zurückgeht und als Wahrzeichen der Stadt gilt), das 1928 fertiggestellte massige Baedeker-Haus und die 1928 errichtete, und 2003 renovierte Lichtburg. Außerdem ist dort der markante gläserne Eingang des Neubaus der VHS zu sehen. Im Domschatz des Münsters befindet sich die Goldene Madonna, die älteste erhaltene vollplastische Madonnenfigur des christlichen Abendlandes. Gegenüber dem Bahnhof steht das so genannte Haus der Technik, erbaut in den frühen 1920er Jahren nach Entwurf des Architekten Edmund Körner als Büro- und Geschäftshaus.
Ebenfalls sehenswert ist die Alte Synagoge (die bei ihrer Eröffnung 1913 noch "Neue Synagoge" hieß): In der Reichspogromnacht ausgebrannt, wurde sie danach nicht mehr von der jüdischen Gemeinde genutzt (die sich nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue, kleinere Synagoge baute). Nach wechselnden Nutzungen unter anderem als Design-Museum dient sie heute als Begegnungsstätte zwischen den Religionen und Kulturen. 1980 wurde die Synagoge Gedenkstätte.
Zum Süden der Stadt hin liegt das Folkwang-Museum, das eine bedeutende Sammlung romantischer und moderner Kunst präsentiert, sowie der Grugapark, benannt nach der Großen Ruhrländischen Gartenbauausstellung (GRUGA), die hier 1929 stattfand. Mit 70 ha ist er eine der größeren innerstädtischen Parkanlagen Europas und beliebtes Naherholungsgebiet der Essenerinnen und Essener. Dazu gehört die Grugahalle, in der Konzerte und Großereignisse wie der EU-Gipfel 1994 stattfinden, sowie die Messe Essen.
Noch weiter südlich liegt oberhalb des 1931-1933 im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme künstlich angelegten Baldeneysees die Villa Hügel, der monumentale Wohnsitz der Familie Krupp, erbaut vom Industriellen Alfred Krupp, in dem eine ständige Ausstellung der Krupp-Stiftung und diverse Wechselausstellungen zu finden sind.
In direkter Nachbarschaft zum Grugapark befindet sich der Stadtteil Margarethenhöhe, benannt nach der 1929 von Georg Metzendorf im Auftrag von Margarethe Krupp (zugleich Namensgeberin) errichteten Siedlung Margarethenhöhe, einem architektonisch bedeutenden Beispiel der Gartenstadtbewegung.
Einen starken Kontrast zum restlichen Stadtbild weisen die beiden an der Ruhr gelegenen südlichen Stadtteile Kettwig und Werden auf. Sie besitzen beide einen Altstadtkern, der vom Zweiten Weltkrieg und folgenden Abrisssanierungen fast vollkommen verschont geblieben ist. Im Stadtteil Kettwig befindet sich auch die Staustufe des gleichnamigen Ruhrstausees, wo die Schiffe aus Mülheim und Essen anlegen. Sehenswert ist auch das Krayer Rathaus, wo nach dem 2. Weltkrieg die erste Ratsitzung stattfand, da das Essener Rathaus im Krieg schwer beschädigt wurde. Das Rathaus Kray befindet sich im Osten der Stadt, im Stadtteil Kray. Ein weiteres markantes Bauwerk in Essen ist der 157,5 Meter hohe, für die Öffentlichkeit nicht zugängliche, Fernmeldeturm. Siehe auch : Liste der Sehenswürdigkeiten in Essen
Am 11. April 2006 wurde die Stadt durch eine siebenköpfige EU-Jury stellvertretend für das gesamte Ruhrgebiet zur europäischen Kulturhauptstadt 2010 gewählt. Diese Entscheidung muss noch durch den Ministerrat der Kulturministern der 25 EU-Staaten bestätigt werden.
Der zweitgrößte Essener Sportverein TuSEM Essen ist mehrfacher Deutscher Meister, Pokalsieger und Europapokalsieger im Handball. Nach dem Gewinn des Europapokals verlor der Verein die Lizenz für die Bundesliga und trat 2005 in der Regionaliga an. Durch eine fast makellose Saison (63:01 Punkte) gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga Essen hat eine Eishockey-Tradition seit den 1960er Jahren und ist seit 1994 durch den Verein ESC Moskitos Essen e.V. in der deutschen Bundesliga bzw. Profiliga vertreten. Zur Zeit spielt der Verein in der 2. Eishockey-Bundesliga.
Ebenfalls von größerer Bedeutung ist Schwarz-Weiß Essen, dessen Fußballabteilung 1959 deutscher Pokalsieger wurde und heute in der Oberliga Nordrhein spielt. Auch Jens Lehmann, der in Essen geborene, heutige deutsche Nationaltorwart, spielte für diesen Verein, ebenso wie der heutige Manager der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff.
Größtes Laufereignis ist der „Karstadt RuhrMarathon“, der 2004 und 2005 sein Ziel in Essen hatte. Daneben findet seit 1963 Deutschlands ältester ununterbrochen durchgeführter Marathon "Rund um den Baldeneysee" statt.
Auf dem Essener Stadtgebiet exestieren drei Golfclubs, der GC Essen-Heidhausen ( 27 Löcher ), die Golfriege Etuf (9 Löcher) und der GC Haus Oefte ( 18 Löcher). Alle drei Clubs veranstalten regelmäßig Turniere.
Essen | Ruhrgebiet | Rheinland | Reichsstadt
إسن | Essen | Έσσεν | Essen | Essen | Essen | Essen | Essen | Essen | אסן | Essen, Nordrhein-Westfalen | Essen | エッセン | Assindia | Esene | Essen | Essen (Duitsland) | Essen | Essen | Essen | Эссен | Essen | Essen | Essen, Alemanya | Essen | 埃森