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Die Espressokanne, auch Caffettiera genannt, wird zur Zubereitung von Espresso auf einem herkömmlichen Kochherd verwendet. Sie wurde im Jahr 1933 in ihrer klassischen Bauform unter dem Namen Moka Express von Alfonso Bialetti entwickelt und aus Aluminium gefertigt. Heute gibt es die Espressokanne auch aus Edelstahl, was ihr eine längere Haltbarkeit und ein ansprechenderes Design verleiht. Sie wird in verschieden Größen hergestellt, angegeben in der Anzahl der Tassen Espresso, die mit einem mal zubereitet werden können. Im Gegensatz zur Espressomaschine erreicht sie keinen so hohen Wasserdruck, allerhöchstens 1,5 Bar. Deshalb bildet sich bei der Zubereitung in der Espressokanne keine oder nur eine leicht flüchtige Crema.

Aufbau und Funktion


espresso_funktion.jpg Eine Espressokanne besteht aus drei Teilen. Der Kannenunterteil (1) oder auch Kessel wird mit Wasser befüllt. In den Trichtereinsatz (2) wird das Kaffeepulver gegeben, und der Kannenoberteil (4) mit Steigrohr (3) fängt den fertigen Espresso auf. Beim Erhitzen auf der Kochstelle beginnt das Wasser im Kessel zu kochen. Dadurch entsteht ein Überdruck, der das heiße Wasser im Kessel durch das Kaffeepulver im Trichtereinsatz drückt. Der Espresso fließt dann durch ein Feinsieb an der Unterseite des Kannenoberteils, steigt im Steigrohr auf und läuft von oben in das Kannenoberteil. Ist die Espressokanne verstopft, entweicht der Wasserdampf durch ein Sicherheitsventil (5) am Kessel. Es bleibt nach der Zubereitung immer etwas Restwasser im Kessel, das ein sofortiges Überhitzen verhindert.

Verwendung


  • Zuerst wird die Espressokanne auseinandergeschraubt und der Trichtereinsatz entnommen.
  • Nun wird der Kessel bis auf die Höhe unterhalb des Sicherheitsventils mit Wasser befüllt. Die Wassermenge kann je nach Geschmack variiert werden. Das Sicherheitsventil darf aber niemals vom Wasser bedeckt sein.
  • Der Trichtereinsatz wird wieder eingesetzt und vollständig mit Kaffee gefüllt. Dabei ist darauf zu achten, dass das Kaffeepulver nur locker und ohne zu pressen eingegeben wird. Ein Variieren der Kaffeemenge ist nicht zu empfehlen, da das Wasser dann nicht optimal durch das Kaffeepulver gedrückt wird. Mit Hilfe eines Reduktionssiebes, welches heute vielen Espressokannen beiliegt, kann jedoch die halbe Menge Espresso zubereitet werden. Dieses muss vor dem Einfüllen des Kaffeepulvers in den Trichtereinsatz gegeben werden. Hierbei ist auch nur die Halbe Menge Wasser zu verwenden.
  • Das Kaffeepulver wird glattgestrichen und überschüssiges entfernt. Der Rand des Trichtereinsatzes und des Kessels muss gesäubert werden. Nun wird der Kannenoberteil wieder fest aufgeschraubt. Dabei darf aber nicht der Kannengriff zu Hilfe genommen werden.
  • Jetzt wird die Espressokanne auf der Kochstelle platziert und bei niedriger Stufe erhitzt. Für welche Herdart die Kanne geeignet ist, muss der Bedienungsanleitung entnommen werden.
  • Beginnt das Wasser zu kochen, füllt sich der obere Kannenteil mit Espresso. Er sollte in einem Schwung durchlaufen. Am Ende ist ein deutliches Fauchen zu hören, bei dem die Kanne sofort von der Kochstelle zu nehmen ist.
  • Der Espresso kann nun genossen werden.
  • Bevor die Kanne zur Reinigung auseinandergeschraubt wird, muss sie abgekühlt sein, um Verbrennungen zu vermeiden. Gelegentlich sollten dann auch das Feinsieb und der Dichtungsring herausgenommen und bei Bedarf ausgetauscht werden. Edelstahlkannen eignen sich zur Reinigung in der Spülmaschine, Aluminiumkannen dagegen nicht. Viele spülen ihre Kanne aber auch nur mit heißem Wasser aus, um das Aroma nicht zu verderben.
  • Beim Auseinanderschrauben kann man auch Rückschlüsse auf die Zubereitungsqualität ziehen. Ein gutes Zeichen ist, wenn der Kaffeerückstand im Trichtereinsatz eine feste kompakte Konsistenz besitzt. Auch sollte kein Kaffee in den Kessel zurückgeflossen sein.

Zur Crema


Mit der klassischen Espressokanne kann keine oder nur eine leicht flüchtige Crema erzeugt werden. Es gibt jedoch neuere Entwicklungen, wie die Brikka von Bialetti, die ein Hochdruckventil am oberen Ende des Steigrohres besitzt. Dieses hält das Wasser im Kessel zurück, bis ein bestimmter Druck (bis zu 6 Bar) erreicht ist. Erst bei diesem Druck wird das Wasser durch das Kaffeepulver gedrückt, wodurch der Espresso eine recht gute Crema bekommt.

Es gibt noch eine andere Methode mit einer Espressokanne so etwas wie ein Crema zu erhalten. Die ersten Tropfen aus der Espressokanne werden dazu in ein kleines Glas oder Schälchen gegeben und mit Zucker schaumig (cremig) gerührt. Der nachfolgende Espresso wird in Espressotassen gefüllt auf den dann die Kaffee/Zucker-Creme gegeben wird.

Weblinks


  • http://www.ineedcoffee.com/03/mokaexpress/?page=1 Geschichte der Moka Express

Kaffee | Küchengerät

Coffee percolator | Cafetière | パーコレータ

 

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