Espelkamp ist eine Stadt im nordöstlichen Nordrhein-Westfalen. Es gehört zum Kreis Minden-Lübbecke im Regierungsbezirk Detmold (Ostwestfalen-Lippe).
Geografie
Espelkamp liegt im Nordwesten des Kreises Minden-Lübbecke. Nachbargemeinden sind
Hille im Osten,
Lübbecke im Süden,
Preußisch Oldendorf im Südwesten,
Stemwede im Westen,
Rahden im Norden und die niedersächsische
Samtgemeinde Uchte im Nordosten.
Espelkamp liegt im Altmoränengebiet des Norddeutschen Tieflandes, in der Rahden-Diepenauer Geest. Es zählt außerdem zum Mindener Land.
Das Stadtgebiet wird von der Kleinen Aue und der Großen Aue durchflossen, die zum Großen Auesee aufgestaut wurde, hier findet sich ein Naherholungsgebiet mit Bademöglichkeit.
Stadtgliederung
Seit der Gebietsreform
1973 gehören folgende Gemeinden zum Stadtgebiet.
Geschichte
Erstmals wurde (Alt-)Espelkamp
1229 vom Bischof von Minden erwähnt. Während des 2. Weltkrieges wurde der Wald in der Nähe des Dorfes als Standort einer Munitionsanlage genutzt. Nach
1945 sollte die Munitionsanlage komplett zerstört werden. Auf Drängen der Pastoren Karl Pawlowski (Evangelisches Hilfswerk Westfalen, heute Evangelisches
Johanneswerk e.V.) und
Birger Forell (schwedischer Pfarrer) konnte ihre komplette Sprengung jedoch verhindert werden, um Flüchtlingen Unterkunft zu bieten. Es entstand Espelkamp-Mittwald.
1959 wurde Espelkamp-Mittwald zur Stadt Espelkamp. Das bis dahin so genannte Dorf Espelkamp wird heute Alt-Espelkamp oder auch "Altgemeinde" genannt.
Einwohnerentwicklung
Heute sind etwa vierzig Prozent der Einwohner Espelkamps
Spätaussiedler (meist
Mennoniten) aus
Russland,
Kasachstan und anderen Staaten des ehemaligen Ostblocks. Besonders in der Innenstadt haben außerdem türkisch- sowie kurdischstämmige Bürger einen großen Anteil an der Bevölkerung. Das Zusammenleben von Menschen aus völlig verschiedenen Kulturkreisen, die sich indes zu ihrer neuen Heimat bekennen, gelingt in der ehemaligen Flüchtlingsstadt offensichtlich vergleichsweise gut; freilich haben sich in jüngster Vergangenheit einzelne Gewaltausbrüche, zumeist ausgelöst durch sozial benachteiligte oder arbeitslose Jugendliche, ereignet.
Einwohner (jeweils zum 31. Dezember)
Politik
Stadtrat
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)
Städtepartnerschaften
Mit vier Städten sind Partnerschaften abgeschlossen:
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sport
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Es besteht ein
Eisenbahnanschluss nach
Rahden und nach
Lübbecke-
Bünde-
Bielefeld. Die automobile Anbindung der Innenstadt an die Region erfolgt durch die
B239 ("Lübbecker Straße"), "K81" ("Isenstedter Straße") und "L770" ("Osnabrücker Straße"). Der
Mittellandkanal mit einem Industriehafen bildet die südliche Stadtgrenze.
Ansässige Unternehmen
- Harting
- Gauselmann Gruppe
- Johnson Controls
- Polster Peper
- proseat
Bildung
- Private Fachhochschule für Wirtschaft und Technik (Studiengang Mechatronik/Elektrotechnik)
- Gymnasium Söderblom-Gymnasium
- Realschule Birger-Forell-Realschule
- Hauptschulen Ernst-Wiechert-Hauptschule und Waldschule
- Berufskolleg Espelkamp
- mehrere Grundschulen
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Folgende Persönlichkeiten wurden in Espelkamp geboren:
Ehrenbürger
Weitere Persönlichkeiten
Folgende Persönlichkeiten stammen nicht gebürtig aus Espelkamp, haben aber hier gewirkt:
- Birger Forell, Pfarrer, Gründer des Komitees für christliche Nachkriegshilfe
Weblinks
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