Eskil von Lund (* um 1100, † 1181) war ein dänischer Geistlicher und Erzbischof von Lund, das damals noch zu Dänemark gehörte.
Als ein neues Erzbistum in Nidaros eingerichtet werden sollte, dem Norwegen, Island und die anderen Stifte im Westen angehören sollten, unternahm der Erzbischof von Bremen einen letzten Versuch, die kirchliche Macht über Skandinavien zu halten. Mit der Unterstützung durch Kaiser Barbarossa versuchte er Eskil davon abzuhalten, doch gelang diesem sich gegenüber seinen Widersachern mit päpstlicher Unterstützung durchzusetzen. Dazu reiste er nach Clairvaux und von dort aus 1156 nach Rom. Eine Zeit lang war Eskil auch Gefangener des Kaisers. 1164 erhielt er als päpstlicher Legat den Auftrag, ein drittes Erzbistum in Skandinavien zu gründen. Die Wahl fiel auf Alt-Uppsala und erster Erzbischof wurde Stefan von Uppsala.
Durch einen langen Streit mit Waldemar I. war Eskil gezwungen, von 1161 bis 1168 im Ausland zu leben. Er verbrachte die meiste Zeit Clairvaux. Erst durch die Vermittlung von Absalon von Lund konnte er nach Lund zurückkehren. Später nahm er 1169 am Feldzug gegen die Wenden teil und auch im Krieg von 1171. Zuvor hatte er Waldemars Sohn Knut zum König von Dänemark gekrönt. Der Papst erlaubte Eskil schließlich 1177 von seinem Amt zurückzutreten. Sein Nachfolger wurde Absalon von Lund, während Eskil als Mönch in das Kloster in Clairvaux eintrat.
Mann | Däne | Religion (Dänemark) | Religion (Schweden) | Römisch-katholischer Bischof (12. Jh.)
Ærkebiskop Eskil | Áskell erkibiskup | Eskil | Ärkebiskop Eskil
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