Eschborn ist eine deutsche Stadt im Main-Taunus-Kreis in Hessen.
Geografie
Geografische Lage
Eschborn liegt im
Rhein-Main-Gebiet, am östlichen Rand des
Main-Taunus-Kreises. Im Süden grenzt es unmittelbar an
Frankfurt und profitiert von dessen günstiger Verkehrsanbindung: die nächsten Autobahnanschlüsse zur
A 66 und
A 5 sind etwa 1,5 km entfernt, die
S-Bahn-Linien S3 und S4 fahren durch Eschborn (Haltepunkte Eschborn Süd, Eschborn und
Niederhöchstadt). Eschborn grenzt unmittelbar an die
Frankfurter Stadtteile Sossenheim und
Rödelheim. Die
Frankfurter Innenstadt ist 7 km und der internationale
Rhein-Main-Flughafen ist 15 km entfernt.
Nachbargemeinden und -kreise
Eschborn grenzt im Norden an die Städte
Kronberg und
Steinbach (beide
Hochtaunuskreis), im Osten und Süden an die kreisfreie Stadt
Frankfurt am Main, sowie im Westen an die Stadt
Schwalbach.
Einwohner
(jeweils zum 31. Dezember)
Politik
Amtierender Bürgermeister ist seit
2001 Wilhelm Speckhardt (
CDU).
Persönlichkeiten
Sehenswürdigkeiten
- städtisches Museum (seit 1989) mit folgenden Abteilungen: Die Schlacht bei Eschborn (1389), Die alemannischen Funde (ein Gräberfeld aus der Zeit des 4./5. Jhdts. n.Chr. mit zahlreichen wertvollen Beigaben), die Sammlung des Malers Hanny Franke (1890-1973) und eine Abteilung, in der jeweils wechselnde Künstler aus Eschborn ausstellen dürfen.
- evangelische Kirche
Wirtschaft
Eschborn bietet 25.425 Arbeitsplätze (Stand 30. Juni 2004), davon sind knapp 90 Prozent im
Dienstleistungsbereich angesiedelt, u. a. bei
sowie folgenden Behörden und Verbänden:
und zahlreichen weiteren Consulting-, Marketing- und Software-Firmen.
Geschichte
- 12. Juni 770 wird Eschborn erstmals als "Aschenbrunne" in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch erwähnt. Der Name kommt aus dem Keltischen und bedeutet soviel wie "Brunnen an der Esche".
- 875 zerstört eine Überschwemmung den gesamten Ort, einschließlich der Kirche. 88 Menschen und fast der gesamte Viehbestand werden dabei getötet.
- 11. Jahrhundert Bau der Eschborner Turmburg im Bereich der heutigen Straßen "Burgstraße" und "Am Hofgraben" durch das örtliche Adelsgeschlecht der Reichsministerialen "Ritter von Eschborn".
- 1389 "Schlacht bei Eschborn": zwischen Eschborn und Steinbach kommt es zu einem großen Gefecht zwischen den "Rittern von Cronberg" (heutiger Name Kronberg) einerseits und der Freien Reichsstadt Frankfurt und ihren Verbündeten andererseits. Die Kronberger gingen siegreich hervor und nahmen viele gefangen, unter anderem auch den Bürgermeister von Frankfurt, den sie erst gegen eine Zahlung von 73.000 Goldgulden Lösegeld freigaben.
- 1622 Bei einem Gefecht im dreißigjährigen Krieg zwischen General Tilly und Christian von Braunschweig wurden die alte Burganlage und nahezu der gesamte Ort zerstört.
- 1874 Anbindung an die neugebaute Strecke Rödelheim-Kronberg der Kronberger Bahn.Am 19. August 1874 fährt der erste Zug.
- 1. Januar 1939 Baubeginn am Fliegerhorst "Frankfurt-Sossenheim", dessen Ausbau aber nie vollendet wurde. Es entstanden mehrere große, in Stein gebaute, Hangars, von denen heute noch einer steht. Die Kommandantur sowie die Mehrzahl der übrigen Gebäude wurden nur als Baracken gebaut. Der Flugplatz war unter der Bezeichnung Eschborn während des gesamten Krieges im Einsatz. Insbesondere wurden dort Flieger auf Lastenseglern ausgebildet. Ab April 1945 bis Kriegsende (Mai 1945) waren auf dem Platz, der unter deutscher Verwaltung keine befestigte Start- und Landebahn hatte, amerikanische Jägereinheiten stationiert, die von dort aus Einsätze gegen das Reich flogen. Nach Kriegsende kam dem "Flugplatz Eschborn" große Bedeutung als Ausweichflugplatz für den noch nicht wiederhergestellten Rhein-Main-Flughafen zu. Mit der Wiederinbetriebnahme des Rhein-Main-Flughafens wurde der Flugbetrieb in Eschborn eingestellt.Auf dem Gelände verblieb bis 1992 eine US-Kaserne.
- 1. April 1963 Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) nimmt seinen Betrieb in Eschborn auf.
- 1964 Wegzug des ZDF nach Wiesbaden, 1974 nach Mainz-Lerchenberg.
- 1970 Erhalt der Stadtrechte zur 1200-Jahrfeier.
- 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform freiwilliger Zusammenschluss mit Niederhöchstadt.
- seit 1980 wird Ende Mai/Anfang Juni das traditionelle Eschenfest gefeiert.
- seit 1985 Partnerstadt von Montgeron, Frankreich.
Es bestehen außerdem enge freundschaftliche Beziehungen zur Stadt
Póvoa de Varzim/
Portugal und
Zabbar/
Malta.
- 1992 Abzug der letzten amerikanischen Streitkräfte (Pioniereinheit mit schwerem Gerät) vom Campgelände am Rande des ehemaligen Flugplatzes Eschborn. Das Gelände wurde dann von der Stadt Eschborn gekauft und zum Gewerbegebiet "Camp Phönix Park" umgewidmet.
Sport
Einer der erfolgreichsten Vereine in Eschborn ist der seit Januar
2006 in
Insolvenz befindliche Fußballverein
1. FC Eschborn 1930.
Zu den größten Vereinen in der Stadt zählen u.a. die "TuRa Niederhöchstadt" und der "Turnverein Eschborn 1888". Zahlreiche weitere Vereine ergänzen ein breites, insbesondere sportliches Angebot.
Regelmäßige Festveranstaltungen
- Frühlingsfest - Kleine Kirmes auf dem Wiesenplatz
- Eschenfest - jeweils im Juni auf dem Eschenplatz ausgerichtet von örtlichen Vereien.
- Niederhöchstädter Markt - im Sommer entlang der Hauptstraße im Stadtteil Niederhöchstadt von den örtlichen Vereinen gestaltet.
- Wiesenfest - Große Kirmes auf dem Wiesenplatz im Juli
- Summertime - Sommerfeste mit Livemusik und Biergartenatmosphäre. Diverse Termine und Orte (z.B. VR-Leasing, Heinrich-von-Kleist Schule, Süd-West-Park)
- Weihnachtsmarkt - auf dem Eschenplatz
Weblinks
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